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Der Orient · 1845-11-12 · 46 (12.11.1845) · p. Spalte 729-730

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
46 (12.11.1845)
Date
1845-11-12
Page
Spalte 729-730 (sequence 5)
Language
German
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729 730 Studien. Erklärung des 87. Psalms. ibari D^rr> jjnr p *dh rms L"r< “itsrr> p »di» (Bcrach. 28), hat wohl ihren guten Grund, die Mischna Jadaim 4, wo Len'Asai erzählt, daß an dem Tage, an welchem R. El'asar b. 'Asaria eingesetzt wurde, mehre Halachas sirirt wurden, die alle mit DVD n beginnen: ■DVD [pT DW) D'yDtf/ * *>QD vfepD ‘»NTj; p pyDW 'l DDN 'm dtot»1 bzw hd^d nnry p niy^N /n nx nmn^, ferner rry'Daa dh no 3nid) poy dvd id, endlich tmon nun pud1? noyi uioy n.i min1 nd dh n, Stuf dieser Basis ist die Behauptung doch wohl nicht vage, daß das Dreimalige DVD n in Sota, tsm DVD n rann ND'py 'n, ferner ddhöi NDpy 'n um dvd n, endlich die eben citirte des R. Josua b. Hyrkauvs gleicherweise denselben Tag betreffe! Der Vers, macht es sich bequem mit der Erklärung, es sei an demselben Tage vorgetragen worden mit den fr ü h e r e n 8 e hrerr. Aber an welch.ein Tage jene besprochen wurden, ist noch keinesweges erklärt, indem auch sie sich auf eine bekannte Thatsache beziehen. Dem Vers, ist es offenbar damnz.zu Lhnn, die historische Glaubwürdigkeit des Talmuds in Zweifel zu ziehen, und nicht selten äußert derselbe eine unzcitige, ich mochte sagen kindische Skepsis gegen wohlbcgrnndete talmudische Angaben. So bezweifelt derselbe S. 66 und 67 HitlelS, des Patriarchen Abkunft aus B a b y t o n i e n mit den Worten: ,,Hitlel — welcher aus Babylon (?) nach Palästina eiugcwandert sein sotl^. Was hat denn der Verf. gegen diese historische Tradition auszusetzen? Ist Hillel nicht eben so gut unter dem Namen ^DDn bbil als unter dein Namen ffpm Unbekannt? Nicht nur der Talmud läßt Hitlel die Worte sprechen ^>DDD nbyNttf DD1? D"v 'D ÖD'by rvnw (Pesachim 66), sondern auch die Abot d' N. Natan lassen demselben in einem Dialoge mit mehrew Personen beit gar nicht schmeichelhaften Namen „thörjchter B abylonier^ beilegen. bhm wyo -pan ]W2m oin \n ttd ^no rprw jptn *nya .yiv hhn w w^dd )b hon frn.IN1 (XII). Dieselben Abot scheinen auch den Grund für den Umstand anzugeben, daß Hillel seine Sentenzen in aram ä i sch e r und nicht in h e b r ä i sch er Sprache ausgeprägt hat, eben weil er ein Babylonier war 'di NDty n-U onm nyDDN* v?dd }ib6d. nciN kvh (ibid.) Dem cgniv Dr. Geiger scheint aber diese Relation unbekannt oder unbequem gewesen zu sein, sonst durste er wohl die aramäische Fassung der Hitlel'sch eil Sentenzen nicht als Argument gebrauchen, daß das Hebräische zur Zeit des zweiten Tempels bereits ans dem Leben geschwunden war (Lehrbuch S. 1 und 2.) Nr. 21 enthält neben manchen Lächerlichkeiten über •NP p bw nun (Kelim 5, 10), der eine Räuberhöhle gewesen sein soll, der zugleich als Ofen benutzt worden ist, und über den Räuber fl nJVin, wo der Verf. sich auch diel zu Gute thut aus die Etymologie des Wortes nitnDWN in der Mischna (Sota 9, 9) NMD nfct&wn, daß es nämlich <>%olr} oder scliola bedeute, welches aber bereits Dr. Jost \\i seiner Uebersetzung der Mischna zur Stelle bemerkt, und Dr. Fürst (Conc. S. 132 e) mit Bezug ans DVD für Hochschule, noch richtiger erläuterthat, obgleich auch er die Erklärung von seüola gewußt. ^Fortsetzung folgt.) Forschungen über die Ueberschriften der Psalmen und Erkärung des Wortes Sela und einiger poetischen Wortformen. .Von Hartwig Philipp Ree, in A a r h u s. (Fortsetzung.) Es wurde von mehrern Interpreten älterer Zeit angenommen, daß das Lamed in dem Worte in den Aufschriften der drei Psalmen 20, 21 und 110, so wie in der Aufschrift des Pf. 72 in nubüh, für b$ stehe. Wir halten aber dafür, daß dies Lammed allenthalben in den Ueberschriften genitive oder „Lammed aucroris" sei. Letztgenannter Pf. 72 enthält ein Gebet von Schelomo für den König, seinen Vater, daß Gott ihm „seinen Richterspruch" verleihen wolle sowie „seine Gerechtigkeit dem Königssohn" — damit meint er sich selbst als Staatsrath, wie sich David auch oft selbst nennt: nn liy frpDV.rto) und öfter. — Mit Dnn und- NlyD.1 meint er die übrigen Staatsrathe, daß sie dem Volke Glück und Frieden verschaffen mögen durch Gerechtigkeit npDSJD. Große Männer im Staate werden Berge und Hügel genannt. — M» s. unter nnn. Gesenius unter jrpN tu fiftD. So auch öfters der Chaldäer"). — So heißt es Ps. 87 —- der wahrscheinlich bestimmt war abgesungen zu werden bei Feierlichkeiten für große Männer oder ihnen „entgegen zu singen" bei der Rückkehr von einem Kriege, oder bei ihrem Ableben oder dergl.— tsrjp nnn. Der Ruhm Zions, daß nämlich daselbst mehr große Männer geboren werden als in andern Staaten, ist eigentlich der Ruhm jener Männer. — Wir glauben, dadurch auch einen annehmbaren Sinn in Ps. 87, 1 zu finden: Pf. 87, 1. Von den Söhnen Korachs. — Starkes Zwischenspiel! Eine Ode (an Zion), deren Bestimmung**) b«.i (Feierlichkeiten) großer Männer. *) Im Jecheskel wechselt nn mit w&yj. *) Esra 7, 9 heißt es nicht 11D? und hier auch nicht' irfriD*. Vielleicht war diese Abweichung schon um es zu UN-

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