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Der Orient · 1845-11-12 · 46 (12.11.1845) · p. Spalte 727-728

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
46 (12.11.1845)
Date
1845-11-12
Page
Spalte 727-728 (sequence 4)
Language
German
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728 727 Kritiken. Beurcheilung von Geiger's Lehrbuch rc. gegeben habe» Denn die der eben wegen -der in ihr vorgenommenen Processio/aen eine gewisse Heiligkeit eingewohnt hatte, durfte jedoch behufs Neubau einer Synagoge zu profanem Gebrauche verkauft werden ronn jt3 roirr pnp^ h'y by 'rpm mow ^yn un nTOyD3i nwyrä n p^bno. oym bwn (Megilla 26), so nach der Mischna; nach Andern darf sie ohne Weiteres verkauft werden, wahrend in Jerusalem weder Plätze noch Häuser verkauft werden durften, weil die Stadt allen Stämmen gemeinschaftlich angehört und Niemand daran ein Privatrecht erlangen konnte, |\s* pb PE ^Dö Dbm D^n3 pTOtflö (Tosista Ma'aßer scheu: I. Megilla Joma 12). So kann also unmöglich unter -py b nmm die Stadt Jerusalem verstanden werden, im Gegentheil ergiebt sich aus vielen Stellen, daß "pp im Talmud tacite nicht Jerusalem sondern Rom bedeute. m ann. p nvid 'l W ■vysi-'WW p pJJDtP (Meila 17) i ans dem Zusammenhänge ergießt sich, daß dieses in Rom geschah, wo R. Matia Schuloberhaupt war, wie aus: ■»Dn1? wno Nnx (Sanhedrin 32) zu ersehen. Ferner OT ,m) idni V j/n-Trrwn (Mei'la idick.), das von dem Tempelvorhang gilt , was R. Elieser in Rom gesehen haben will; an cmi andern Stelle heißt es sogar ausdrücklich brvNn (Joma 67. Bergt. Sukka ö und noch andere viele Stellen*). — Der Verf. begeht übrigens denselben Fehler noch einmal, rmd zwar an einer Stelle, wo ihn einiges Nachdenken leicht hätte davon abbringcn können. Er erklärt nämlich in Nr. 22 die Stelle Sota 9, 4 -pra jnDN3 nbn asäy tbv nu jrmn müb&2 yyr\ dahin, daß die Braut durste nicht in Jerusalem unter eiuem Baldachin ausgehen. Allein da der Vers. pTkVH DlfblD ,,deu letzten Kriegs sehr richtig auf den Barkochbischen Aufstand beziehet, (S. 40), so hätte er bedenken sollen, daß zu dieser Zeit in Bezug auf Jerusalem durchaus keine Verordnungen getroffen werden konnten, da Jerusalem seine Rolle ausgespielt hatte, nachdem Hadrian die letzten Spuren der Stadt schleifen, die Aelia capilolina anlegeu ließ mit) jedem Huden den Eintritt in die Stadt bei schwerer Strafe untersagt hatte. Wenn den späteren Kommentatoren der Mischna bei ihren oft geschichtswidrigen Erklärungen der Umstand zu Gute kommt, daß ihnen nicht alle Geschichtsqnellen zugänglich sein konnten, so trifft den Vers, doppelt der Vorwurf, daß er die völlige- Erschlossenheit der Geschichtsquellen so wenig benutzt hat. — In demselben Stücke stoßen wir wieder auf die unwissenschaftliche Weise des Verf., *) Mein Freund, der eben so bescheidene als gelehrte Hr. Nissen, machte wich aufmerksam, daß das hierosolymitamsche Largum unter ^y sogar das zweite Rom, Konstantinopel versteht, indem es den Vers Num. 24, 19 “yij/Q TGNfil paraphrasirt p TWEH mmw WW) TOM arm. die.sich bei unzähligen Gelegenheiten wiederholt und hier ein für allemal gerügt werden soll, daß er oft der Gemara in Bausch und Bogen eine (vermeintlich) falsche Erklärung' aufbürdet, die gerade eine Barajta oder die Tosista als Gewähr hat. So soll die Gemara zu der Mischna behaupten „daß von den 13 Fasttagen, welche bei solcher Dürre ungeordnet werden, nur die letzten 7 in solcher Weise (mit heiliger Lade und öffentlichem Gebete) begangen werden, wahret: die 6 ersten blos stille Fasten feien" (S. 28). Allein-, was der Verft der Gemara in den Mund legt, das sagt deutlich eine Barajta nöm mb cpd-dj nwtsn mmsn nwyn vhw nunriK yn&sai mm p^snptfif .thd '■rat -vybw nznnb nrrnn m (Ta'anit 16), und der Verf. wird wohl nicht in Abrede stellen, daß die Barajta's integrireude Theile der Mischna bilden, und wohl schwerlich den Sinn der M. kornunpireu. Auf Nr. 15, die Geschichte von Chon: Ha-Ma'agel und Nr. 16 die Mischna pmv ruv ijnN mim iiron ist weiter nichts zu beincrken, als daß in der ersten Nr. der Verf. sich viel mit den: Worte. bj/D inib dem Ausdrucke nJnjr .1 y zu schaffen macht, indem - er das erste -Wort bald „Kreisdreher" (?) bald „Dachdecker" (?) übersetzt, von Letztem im Glossar bemerkt, cs sei ein ungebräuchliches Wort, das in der Mischna nicht vorkäme und noch mehr darüber fabelt, während es ein bei der Weinpflanzung ganz übliches Wort ist: pK HP.py (Moöd Katar: ^I),.^.waS ,schon Rasch: (4) mit n.ny ty in Beziehung bringt, beide aber -scheinen mit dem biblischen Dp, runder Kuchen, im etymologischen Zusammenhänge zu stehen; und in der letzten Nr. der Verf. blindstings dem Usus folgt, die Mischna mit ,TW3 pdjjöD' riN'Dnnfito zu schließen, wahrend dieses offenbar der An fa n g einer n e u e r: M ifchn a bildet, zu dm folgenden nrb IND nywn bm rotK PDirD gehörig, wie es auch im Jernschalmi sehr richtig vertheitt ist. —• Nr. 17 behandelt die Mischna der nt£^D n'B'N-ü und rpmo myo, die der: besten Aufschluß über den philosophischen Geist jener mischnaitischen Epoche geben kann, mit grandioser Oberflächlichkeit. — Nicht minder teer sind Nr. 18 und 19 aus Sota 1, 7—9 und 3, 4-5. In Nr. 20 gießt der Vers, wieder der Gemara ohne Argurnente ein Dementi in Bezug auf die Mischna Sota 6, 5'DUpin p yrciiT ri vm dvo welches der Verf. erklärt: „an demselben Tage, an welchem die frühere:: Lehren vorgetragen worden ward auch Folgendes gesagt. Die b. G. gießt vor, daß überall, wo dieser Ausdruck vorkomme, es sich auf dm Tag beziehe, da Gamaliel II. abgesctzt und El'asar b. 'Asaria zum Patriarchen eingesetzt wordcn, ei ne Be h auptun g, die auf nichts begründet ist". Allein die Behauptung der Gemara mn ndp mn DP3 )2 ndm b

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