Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 46 (12.11.1845)
- Date
- 1845-11-12
- Page
- Spalte 723-724 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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724 723 Literatur - Berichte. Leipzig und Hamburg. 3) opä \3iDU, Abhandlungen über Angelologie und Dämonologie«. Mskt. — Dieses Mskt.' wird auch von Peter Beer iin seiner „Geschichte der religiösen Sekten^. Bd. II. S. 112 erwähnt. — 4) Kommentar zu t^XTip “)DD, gleichfalls kabbalistischen Inhaltswird vom Verfasser selbst in seinem Buche nwbDl citirt. — 5) Exegetischen Inhalts. Edirt Ostro 1792. 8. 22 Bl. — 6) rwin niN^DI), Erklärungen des Pentateuchs und der 2/ON nebst einigen nwm -8« m"\, roo, nniD., rios re., aus einer Handschrift des Verfassers cbirt Grodno 1797. 4. 34 Blätter. — Am Eingänge dieses Buches bringt der Verfasser ein grammatisches Räthsel, angeblich von ,Ibn- Esra, als Motto an, dessen Auflösungs-Akrostichon (welches W , DD W ist), den Namen des Verfassers, ^££7, enthält. — Dieses Räthsel ist auch bereits im LB. des Orient Nr. 14 d. I. angegeben und lautet: WO'»? R. Wunderbar. Leipzig/ den 6. Nov. Während in den meisten deutschen Staaten das Recht noch immer nach zweierlei Maaß gemessen wird und die Juden eigene Paragraphen in den Gesetzbüchern Hervorrufen, haben die Wissenschaft und die Theorie, den Staat und die Praxis überflügelt. Zum ersten Mal wurde dem jüdischen Gelehrten eine gastfreundliche Stätte mitten unter den allgemeinen Vertretern der'Wissenschaft in Dresden gegeben, als unter dem Präsidium des P r o f e ss o r Fleischer die Versammlung deutscher und ausländischer Orientalisten eröffnet wurde. Die „deutsche morgenländische Gesellschaft/^ deren Stiftung von der Dresdner Orientalisten-Versammtung in ihrer Sitzung vom 3. October 1844 beschloffen wurde, hat auch die deutsche Ausschließlichkeit entfernt und die morgenländische Gastfreundschaft ferner beibehaltm. Sie fragt nicht, wie die Berliner Akademie der Wissenschaften mit Mendelssohn es that, nach dem Bekenntnisse, sondern nach dem Menschen, und v.ergebens wird man in den Statuten nach einem Paragraphen suchen, der die himmlische Seligkeit mit der Rechtsansprüchen in Verbindung setzt. Demgemäß erachten wir es für unsere Pflicht, folgende Paragraphe aus den Statuten hervorzuheben: §. 2. Der Zweck der Gesellschaft ist; die Kenntniß Asiens und der damit in näherem Zusammenhänge stehenden Länder nach allen Beziehungen zu fördern und die Teilnahme daran in weitern Kreisen zu verbreiten. Demnach wird sich die Gesellschaft nicht bloß mit der morgenländischen Literatur, sondern auch mit der Geschichte jener Länder' und der Erforschung des Zustandes derselben in älterer und neuerer Zeit beschäftigen. §. 3. Den angegebenen Zweck sucht die Gesellschaft zu erreichen: 1) durch Sammlung morgenländischer Handschriften und Drucke, Natur- und Kunsterzeugnisse. 2) Durch Herausgabe, Uebersetzemg und Ausdeutung morgenländischer Literaturwerke. 3) Durch Herausgabe einer Zeitschrift. 4) Durch Anregung und Unterstützung von Unternehmungen zur Förderung der Kenntniß des Morgenlandes.' 5) Durch Unterhaltung von Verbindungen mit ähnlichen Gesellschaften und einzelnen Gelehrten des In- und Auslandes. §. 4. Die Gesellschaft besteht aus ordentlichen, corresp on dir enden und Ehrenmitgliedern. Zu allen drei Arten der Mitgliedschaft werden nicht nur Deutsche, sondern auch Ausländer zugelassen. Die ordentlichen Mitglieder zahlen in die Kasse der Gesellschaft eiuen jährlichen Beitrag von 4 Thalern. §. 6. Zum Mittelpunkte ihrer Geschäftsführung bestimmt die Gesellschaft die Universitätsstädte Halle und Leipzig. In einer dieser beiden Städte ist für die Unterbringung der Sammlungen der Gesellschaft Sorge zu tragen. Z. 11. Die „Zeit-, schrrft der deutschen morgenländischen Gesellschaft^ so wie die etwaigen andern Publikationen, die von derselben ausgehen, sollen den Mitgliedern zu einem möglichst ermäßigten Preise überlassen werden. §.12. Die Au fnah m e zum ordentlichen Mitgliede geschieht auf den Antrag zweier ordentlicher Mitglieder durch die geschäftsleitenden Mitglieder des Vorstandes. Die neu Aufgenommenen bezahlen ein Eintrittsgeld von zwei Thalern. Transitorische Bestimmungen: 1) Vis zur nächsten allgemeinen Versammlung im Herbste 1846 erfolgt die Aufnahme zum ordentlichen Mitgliede auf bloße Meldung bei einem der geschäftsleitenden Mitglieder des Vorstandes und ohne Entrichtung des Eintrittsgeldes. Wir fügen noch hinzu, daß die geschäftsleitenden Vorstandsmitglieder, die Professoren Fleischer und Brockhaus in Leipzig, Robiger und Pott in Halle sind und die Anmeldung um die Aufnahme bei einem der genannten Herrn geschehen müsse. Hamburg, den 27. Ott. In den Mittheilungen über die neuesten Erscheinungen fahre ich nun fort, namentlich über die eigentlich nicht-hebräischen Erscheinungen. 1) Heinr. Luken. Die Einheit des Menschengeschlechts und dessen Ausbreitung über die ganze Erde (gr. 8. XU. und 245. S. . Hannover, Hahrische Hofbuchhandlung. Geh. \\2) Der alte Rock und die neuen Lappen. Eine Parabel als Sendschreiben an alle aufgeklärten Israeliten, Katholiken und Protestanten. 8. (14 S.) Heilbronn, Drechsler. 24 sgr. 3) I.'C. Hahn, Geschichte der Mauren in Spanien, für gebildete Leser bearbeitet. 8. (VIII und 143 S.) Greifswalde, Lambrrg in Commission. Geh. ■} Thlr. 4) J a kut's Muschtarik, d. i. Lexicon geographischer Homonymen. Aus dm Handschriften zu Wien und Leyden, herausg. von Ferd. Wüftenfeld. Heft 1. gr. 8. (114 Bog.) Göttingen, Dieterich. Geh. Ij- Lhtt. 6) Dr. M. Kali sch, Berlins jüdische Reformatoren nach der Thronbesteigung Friedrich Wilhelms III. und IV.. Eine religionsgeschichtliche Betrachtung. Lief. I (VIII. und 88 S.) Berlin, A. Rieß. Geh. 4 Thlr. 6) Makrizi, Geschichte der Copten. Aus den Handschriften zu Gotha und Wien mit Uebersetzungen und Anmerkungen. Bon Ferd. Wüstenfeld. 4. (26^ Bog.) Göttingen, Dietrich. 2 Thlr. 7) Reisen und Länderbeschreibungen der alteren und neuesten Zeit. Herausg. von Dr. Widenmann und Dr. H. Hauff. 30. Lief. Harris Gesandschastsrelse nach Schoa und Aufenthalt in Süd - Abysflm'en. 1841—43. Deutsch von