Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1845-11-12 · 46 (12.11.1845) · p. Spalte 721-722

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
46 (12.11.1845)
Date
1845-11-12
Page
Spalte 721-722 (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/8555529-9897698-9897750--4261-3531756
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Meraturbtatt des Orients. -- Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. M 4M Leipzig, den 12. November 1845. Inhalt. Literatur-Berichte. Leipzig. Riga Kabbalistische Literatur). Leipzig (deutsch - rnorgenlandische Gesellschaft). Hamburg. — Kritiken. Kurze Anzeigen. G'eiger's Lesebuch der Mischna, beurtheilt und verurtheilt von Dr. Gratz. (Fortsetzung.) Studien. Forschungen über die Aufschriften der Psalmen. Von H. Ph. R«e in Aarhus. (Fortsetzung.) — Ankündigungen. Literatur - Berichte. Leipzig, 4. Novbr. Die Reformgenossenschaft in Berlin hat zwei bemerkenswert^ Schriften hervorgerufen: 1) Berlins. Jüdische Reformatoren nach der Thronbesteigung Friedrich Wilhelms UI. und IV. Eine religionsgeschichtliche Betrachtung von Dr. M. Kali sch, mehrerer gelehrten Gesellschaften Mitglieds Erste Lieferung. Berlin, 1845. 8. Adolph Rieß. (88 S.). Der Verfasser verspricht, die zweite Lieferung bald Nachfolgen zu lassen. 2) Was ist jüdische Religion? Ein Leitfaden für das künftige Glaubensbekenntniß der jüdischen Reformgenossenschaft. Hlrausgegeben von I L. Schwarz. Berlin, 1845. 8. W. Moeser und Kühn. (48S.) Der Verfasser ist durch eine frühere Schrift über Schölling bereits vortheilhaft bekannt. — Die zweite Lieferung der Fürst'schen deutschen Bearbeitung des Emunot we-Deot ist im Buchhandel, und unterscheidet sich diese Lieferung von der ersten durch viele gelehrte literar- und kulturhistorische Anmerkungen. Am Ende der zweiten Lieferung liest man „Der zehnte Abschnitt behandelt die Ethik und gehört demnach nicht zum eigentlichen Thema dieses Werkes, weshalb er hier auch nicht übersetzt worden. Der Exkurs wird in dem dritten Bändchen erscheinen". — Aus Berlin erhalten wir die Nachricht, daß der Kommentar Haji Gaon's zu Seher Tohorot im Drucke erscheinen wird. Eine Probe, die wir der Güte des Hrn. Bert Goldberg verdanken, liefert treffliche Real- und Worterklärungen. — Hr. H. Edelmann geht'damit um, den Schein ha-Gedolim vollständig mit Vermehrungen und Jndices über die Schriftsteller und die Bücher zu drucken. Es wäre wünschenswerth, wenn die jüdischen Gelehrten ihm (nach Königsberg) ihre Bemerkungen und Verbesserungen zu Asulai's wichtigem Werke zukommen ließen. -r Bei dieser Gelegenheit wollen wir berichtigen, daß nicht Hr. H. I. Michael in Hamburg die Belgrader Ausgabe der Semirot Jisrael von Nag'ara besitzt, sondern Hr. Rosenthal in Hannover. Vielleicht beliebt es diesem gefälligen Gelehrten) den früher ausgesprochenen Wunsch irr Betreff d,er spanisch-hebräischen Lieder zu erfüllen. Ad. Iellinek (Ink). Riga, 18. Oktbr. Da das Literatur-Blatt des Orients wie billig, nicht nur stets über alle neuesten Produkte der jüdischen Literatur, sondern auch oft über liter. Werke aus dem Gebiete der Vergangenheit berichtet, so dürste demnach von mir unter obiger Rubrik von Zeit zu Zeit ein kurzer Bericht über manche interessante, ältere Werke, die hier in Rußland und Polen zu verschiedenen Zeiten geschrieben worden oder iw Drucke erschienen sind, welche aber kemesweges in den Buchhandel gekommen, deshalb auch nicht allgemein bekannt geworden sind, — vielleicht in diesem geschätzten Blatte ein Plätzchen finden. — Werke des Samson Ostropo('). 1) O'fflpb ‘")DD/ aus einer Handschrift des Verfassers edirt Grodno, 1794. in 8. 1 Bogen. — Der Inhalt dieser Schrift ist kabbalistische Exegese vieler Bibelstellen und Erklärungen von Stellen aus dem VW , vT NH 'OrO, rjN^D amb rc., wie auch eine Stelle aus dem •upD und DOnJ miD. — 2) DTiDn-TTl, Anmerkungen zu vonch)^ Dv»n Manuskript in 4. 36 S. — *) Dieser berühmte Kabbalist lebte zu Ostropolie um dir erste Hälfte des 17. Jahrhunderts und ward nicht nur wegen seines ausgezeichneten Studiums der kabbalistischen Literatur, sondern auch seiner vorzüglichen Frömmigkeit wegen allgemein geschätzt. — Von ihm lautet die Sage, daß während der blutigen Volks-Excesse der Jahre nn und tf'n eine Synagoge, welche damals von Feinden beschossen worden, aus dem Grunde ganz unbeschädigt geblieben ist, weil gedachter Samson dieselbe durch niDlfif schuß- und kugelfest gemacht habe. — 46

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.