Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 45 (5.11.1845)
- Date
- 1845-11-05
- Page
- Spalte 713-714 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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713 714 Studien. Poetische Kleinigkeiten. der große Kabbalist, der W Kabbalisten früherer Zeiten und seiner Zeit genau kennt, sagt nicht Ein Wort über die Sache. Sieht dies wohl dem inyl 3"m gleich? Ja er läßt sich von D’Töbn ■ cturnS über den pDl und über ^Nltsn'pN sagen, und thut dabei ganz fremd, er, der nach dem Tode des pDl noch in war, der mit Leuten Umgang hatte, die den ]r,3Dl in seinen letzten Tagen in vy besuchten, und der die NNQ pDl.l erklärte. Ohne Zweifel wäre das seine erste Frage an Titfcft) gewesen, ob der llil denn ja durch den pol in seine Hände gekommen. Nein! das ist weder der Geist, noch die Handlungsweise, noch die Sprache des iDy P31 prßr> \ (Beschluß folgt.) Literarische Analekte« Randglssse zu einer Bemerkung des Herrn Dr. Grätz in feiner kritischen Anzeige von Geigers Lehr- und Lesebuch zur Sprache der .Mischna, Abthl. II. (Lit. Bl. des Orients d. I. Nr. 42. Kol. 663). In eingangsgedachter Anmerkung wird gesagt, daß M a imuni selbst die in seinem Mischna-Kommentare aufgestellte Behauptung, „daß nicht zu den schwersten Verrichtungen im Heiligthume gehört habe," als offenbaren Irrthum in seinem großen Werke aufgegeben habe, wie aus in mnj; 7n lv> 1 erhelle; daß jedoch I. Karo im und Abrah a'm de Botonim diese Rü En ahme Maimuni's übersehen zu haben scheinen. — Daß letztere beide Autoritäten die angezogene Stelle des Maimuni in;ny 'n ganz übersehen haben sollten, machte mich etwas stutzig. — Nach näherer Einsicht zeigte sich mir aber, daß M.'s Rücknahme seiner früheru Ansicht noch nicht so ausgemacht ist, wie Hr. Dr. Gr. meint. Wäre jene Niicknahme wirklich begründet, warum omittirt M. den Satz unserer Mischna imbjm DKSDtt rv>3 in seinem großen Werke? (Welche Frage bereits Simson Wertheimer in den NN aufwirft und nicht genügend bevorwortet; noch mehr aber läßt sich darüber aus David Chaajim Corinaldi im ^3 111 eck. Ämsterd. 5498 a. m., wo jene Omission als 'j-pon stehen bleibt.) — Ich erlaube mir daher zur Beleuchtung jenes scheinbaren Widerspruchs in den Schriften Maimuni's auf das zu Livorno 1745 edirte Buch nlirp ünb des R. Iehuda Eyas Oberrabbiners 'zu Algier, aufmerksam zu machen, worin Fol. 80 mit natürlichem Scharfsinn nachgewiesen wird, daß Maimuni seine an zwei Orten des Mischna-Kommentars geäußerte Meinung über n^ötl nicht zurückgenommen habe, sondern diese Verrichtung an sich, eben so wie n^Dp , als eine durchaus nicht schwierige betrachtete, deshalb auch den Satz, daß man 'den Hohenpriester in die Lischchch Abtinas führte, um ihn daselbstn^Dtl Zu lehren, nicht aufnahm; im 4. Abschnitt von D'y'n bespricht aber Maimuni die Art und Weise, wie im Allerheiligsten die Räucherschale vom Hohenpriester mit den Fingern; oder Zahnen angefaßt werden mußte, während er zugleich in demselben Moment den ganzen Rä'ucherungsakt zu vollziehen hatte, dies war allerdings (auch nach R. Papa) eine sehr schwierige Verrichtung und darauf beziehen sich M.'s Worte daselbst: 'mnp nm 11) t£HpD3^ mp, .welche daher durchaus nicht in Widerspruch mit seiner anderweitigen Einsicht von der gewöhnlichen n^DIl sind. — Da ich einmal bei dieser Mischna verweile, möchte ich .an Herrn Dr. Geiger die Frage stellen, warum er, da er sich doch zur Aufgabe gemacht hat nachzuweisen, wie die Gemara die Mischna nicht mehr verstanden und darum den Sinn der Letzteren häufig verdrehet und verunstaltet habe, ein in dieser Mischna sich darbietendes Argument für seine sonst nicht immer glücklich und (wie ich offen sagen muß) leider nicht genug unpartheiisch durchgeführte Ansicht übergangen hat? Die Mischna sagt, daß die Aeltesten den Hohenpriester mit den Worten beschworen hätten: nntt) TI UN 631 13 rrbw l^m^ . Da nun aber die bab. Gemara diese Worte mit dem anderweit recipirten Satze Trfrttf UH3 NJQmi nicht sogleich anszugleichen weiß, wandelt sie die von der Mischna — wie man wohl annehmen mochte — aus alten Quellen wiedergegebenen Worte in die Eidesformel um, 13 njn ty) Wnyi. by , welches gesucht erscheint und wovon sich auch "in der jer. Gemara nichts findet» Gerade hier wäre irgend eine kritische oder auf sonstige Forschung gegründete Auskunft zur Rechtfertigung oder zur Widerlegung der b. Gemara wünfchenswerth. Dresden. Dr. B. Beer. 4- * Poetische Kleinigkeiten, gesammelt von Deopol- Dukes. Aus dem p des Samuel Ha-Nagid. XIV. vipV'. Äb rnts, ravo rirr-W dn ny ny by' byi nfy pa : Tf? rnta yb>rb 7jY!2 nya , 12 p XV. vw Ps bxb an« , ’iöiäp. npy) iP in'2n N&n ’? , idjj] nio ny’ nPq , nyü : iS« yy:i k PNton näp.