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Der Orient · 1845-11-05 · 45 (5.11.1845) · p. Spalte 711-712

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
45 (5.11.1845)
Date
1845-11-05
Page
Spalte 711-712 (sequence 4)
Language
German
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711 Studien. Kritik des Juchastn'schen Berichts über Mose de Leon. 7.12 man offenbar noch nichts vom Sohar gewußt Denn hätte er bcnfefßcn für echt angesehen, so konnte er das nicht behaupten, was er hier sagt, hatte er ihn für untergeschoben gehalten, so würde er bei dieser Gelegenheit davon gesprochen haben. Eben so würde er bei dem 03H selbst (Anno 65) nicht ganz mit Stillschweigen übergangen worden sein. Wie hätte WD rpjTP in seinem 3 ED behaupten können, nur in der griechischen Philosophie liege der Schlüssel zu den fogc? nannten DM, zu ranD ntityD -«nt) rwN*D nw, ohne mit einem Wort des Sohar^s zu erwähnen? Ja selbst der t£OD/ in seiner DWn gegen die rfop, weiß noch nichts vom Sohar; er kennt nur einige Schriften über die jSdti mm Z weitens. Würden DP pV pruP S und ti'zm, wenn die Geschichte wahr wäre, nicht Lärm geschlagen, einen solchen verderblichen Betrug bekannt gemacht, und mit und Din das Studium des falschen Sohar verboten haben? Gegen die griechischen Wissenschaften schleuderte er den Bann, und einen solchen empörenden Unfug in der Kabbala hätte der Schüler de§ pDl gleichgiltig mit angesehen, ohne die weitere Verbreitung eines so großartigen falschen Werkes durch irgend eitle Maßregel zu verhindern? Unmöglich! Drittens Der Verft der nm^n nn.!tf berichtet uns, der Sohar sei zuerst in die Hände des 'BJpDD OMO in Jtatalien gefallen, und wirklich ist Rccauati in der noch vorhandenen Literatur der Erste, der den Sohar kennt. Wie wäre wohl dies zu erklären, wenn er in Spanien ans Licht getreten? Viertens Die Urkunde (wenn wir es so nennen wollen), die dem Vers, des Juchasin vorlag, und die so abgefaßt ist, als hätte sie Dp pl p!Nw 'n selbst geschrieben (denn er spricht darin zu uns, und erzählt, was ihm begegnet), trägt sichere Spuren der Unechtheit an sich. Um nämlich die Sache recht zu verstehen, müssen wir wissen, daß dem-Vers, des Inch, nicht die angebliche Erzählung des DP pn pmn in einer eigenen,' für sich bestehenden Urkunde vorlag, sondern daß er in einer andern Schrift gelesen, R. Jizchak re. sei gereist, um über den Sohar Näheres zu erfahren, und eben diese Schrift läßt den R. Jizchak mit den Worten seine Erzählung anfangen: 'd DD^nn rw 3DN. Nach diesem Anfänge zu schließen, hätten wir nur ein Bruchstück von der Erzählung des Dp pl pmr> S; und die Frage entsteht nun: lag dem Vers, des Juch, oder dem Vers, jener Schrift, aus der Juch, geschöpft, das Ganze vor, so war ja die Sache wichtig genug, es vollständig wiederzugeben; sing aber die Urkunde mit diesen Worten wirklich an, wie weiß man, daß p~ prmvS Dp'bet Erzähler ist, der nicht darin genannt wird? Ja selbst das Einmal eingeflickte pNM 3DN tut Verlaufe der Relation ist etwas verdächtig. Doch wir haben noch bessere'Kennzeichen der Falschheit. 1) Sie Sprache dieser Erzählung ist von der deS DP )cn pn$P (die wir im dwjj' rrpND kennen lernen) rnerklich verschieden. Unser Erzähler hat a) einen kindischen, unbeholfenen Styl. Man sehe um die Worte: xh ik nDN rpn DK, wie kindisch l DP pNL' S würde sich etwa ansgedrückt haben: p DDN3 Nin Dtt PNQ wn DN* uy 'San. : Er hat i) einen eigenen Lieblingsansdrnck: ENEiQ^ E>3O, den er einigemal braucht, den wir aber bei Dp pn pNL' vergebens suchen, e) Dp P33 pnw f~\ sagt nicht pvx, sondern, wie es zu seiner Zeit Mode war, Dan pN. 2) Trotz dem, daß der Erzähler so viele spanische Städte-Namen hat, weiß er nicht einmal die geographische Lage seiner wichtigsten Stadt, nämlich die von Avila. Er war der Meinung, Avila sei in Aragonien gelegen, denn er sagt: nnn OTH) 7 N^yDNpb irfcisn H riK/D SnpD biti), pJm1?. Ein Spanier würde gesagt haben: K^noDpb hnn wum oder: rinn WM 3) Nicht blos die Sprache ist kindisch, sondern auch die Handlungsweise des DP pn pft^ 'n wäre die eines Kindes. Er trifft den pySn WD in Valladolid an, dieser schwört ihm, er habe das Buch des 'SWn aus seinem Studirziinmer zu Avila (— ein sehr zweideutiger Ausdruck), und werde es ihm zeigen, wenn er dahin znrückgekehrt. Hierauf verläßt ihn Dp pn 'r'n, ohne ein weiteres Wort darüber zu sprechen. Ist das wohl wahrscheinlich? Würde sich der ktitisch strenge "i'W 3S' injn (als welchen wir ihn in seinen!3^P rrpND kennen lernen) mit dieser zweideutigen Idee begnügt, und nicht weiter gefragt haben, wie er zu dem seltenen, noch nie gekannten Buche gekommen? — Dp pn pnsp 'n kommt mm nach Avila selbst. Statt mm in das Studirzimmcr des psSn wo zu gehen, und da die noch etwa vorhandenen Schriften zu durchsuchen, oder wenigstens mit dessen Frau oder Tochter zu sprechen, läßt er sich von einem alten Mann sagen, H *)DV> S h abe gesagt, seine Frau habe ihm gesagt, die Frau |bc@ jwVi n^D habe ihr gesagt, ihr verstorbener Mann habe gesagt, er schreibe alles aus seinem Kopf, habe aber seinen Grund, warum er das verschweige. Mit diesem ,,Gesteg und Gesag" aus der fünften Hand höchst zufrieden, reist der Untersuchungs- Kommissar wieder von Avila ab. Kann man das glauben von Dp pn 'S? Ich hielte es für eine Sünde es zu glauben. 4) Der vorgebliche Dp pl pN2' S erzählt nur, er sei von da dorthin, und von dort dahin gereist, dieser habe ihm das, und jener das gesagt, er selbst aber,

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