Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 45 (5.11.1845)
- Date
- 1845-11-05
- Page
- Spalte 707-708 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Literatur-Berichte. Leipzig und Hamburg 708 707 (ityoö aip >'jnn bn)', in Leipzig nimmt fcic Buchhandlung C. L. Fritz s ch e Bestellungen an, und der Verfasser wird es - nicht unterlassen, sobald als möglich Exemplare herzufenden.-- Leipzig, 27. Okt. 1. Soeben ist nun in Amsterdam bei Belinfante und de Vita gegen die Ff. Rabbiner-Versammlung erschienen: Herzliches Wort an seine israelitischen Brüder in allen Landern von Abr. Ar. Prins. Wörtlich aus dem Nie-; derländischen übersetzt. Amst. 1844. 8. S. 14. — Der Verf., Hr. Prms, hätte es besser gethan, wenn er sein herzliches i Wort niederländisch gelassen; er wäre wenigstens nicht VDpD geworden; denn wie das „Wort" jetzt Ist., bringt es der guten Sache mehr Schaden als Nutzen. Es ist ein' solches Kauderwelsch, durch orthographische und grammatische Fehler so entstellt, daß es die gute Sache herabwürdigt. Es scheint, daß in den Orthodoxen der Eifer und der Geiz in Konflikt sind, und der Geiz trägt den Sieg davon. Denn wäre dieses nicht der Fall, so würden sie dergleichen Sachen zur formellen Ausarbeitung geschickter» Händen anvertrauen. 2) D^DD tfDKTtffl DnöDH nA , od. Index alpha-. beticus librorum, quos volumina vel soios vel primo loco positos continent. Von Dr. Jakob Goldenthal. Lpz. , 1845. 8. Dieses im Aufträge A. Asher in Berlin vortrefflich gearbeitete Verzeichniß, ist als Ergänzung des Katalogs der Oppenheimer'schen Bibliothek, der zu Hamburg 1826 in 8 unter dem Namen Kohelet Dawid (collectio Davidis) erschienen, gearbeitet, und die Pagina sind daher fortlaufend von 743 —796, wie auch das Format jenem Kataloge gleich ist. Der Oppenheimer'sche Katalog Kohelet Dawid umfaßt, bekanntlich XVI und 742 Seiten nebst einem Blatt Berichtigungen, und ist eigentlich nur die sorgfältigere Edition des 1782 in 4 erschienenen Katalogs; die Bücher sind nach einem wenn auch gerade nicht wissenschaftlichen Schematismus in 30 Fächer v.ertheilt, jedem Fache dann die Handschriften beigegeben und nach den Titeln in alfabetischer Ordnung, was sich bei allen vier Formaten wiederholt. Dem alfabetischen Verzeichniß am Schlüsse sind blos die DnDD d. h. die Titel derjenigen Schritten angegeben, die beigebunden oder beigeschrieben sind, aber nicht die eigentlichen Werke. Schon Zunz (Zur Geschichte und Literatur S. 238) sagt: daß durch diese sonderbare Einrichtung das Auffinden der meisten Werke sehr erschwert ist und namentlich der Handschriften, die an 72 Orten zerstreut sind. Diesem Uebelstande hat nun Herr Dr. Goldenthal, mit seiner gewohnten wissenschaftlichen Genauigkeit abgeholfen; sämmtliche Titel sind genau und umsichtig in alfabetischer Ordnung aufgeführt, und wo die Büchertitel gleich sind , da sind auch die Autornamen bekgefügt. Möge es Hrn. Dr. Goldenthal, der, wie ich höre, nun auch als außerordentliches Mitglied der asiatischen Gesellschaft zu Paris ausgenommen ist, recht bald gelingen, seinen Mafteach herauszugeben. — 3) Ausführliches Sach- und Namenregister zu de Rossi's „historischen Wörterbuche der jüdischen Schriftsteller und ihrer Werke." Ausgearbeitet von Dr. H. Jolowicz. Mit onomatologischen Bemerkungen herausgegeben von Ad. Je l n n'e'k. Leipzig, 1846. 8. H. Hunger. Herr Jolowicz hat sich vor einigen Jahren von Hrn. D. Cassel das Sach- und Namenregister erbeten, welches er zu eigenem Gebrauche augefertkgt, um es abschreiben zu dürfen, was ihm natürlich gewährt wurde., Hiermit ist Titel und Vorrede zu berichtigen. Was das Verzeichniß der Werke anlangt, so hätte der Artikel hier nicht als wesentlich angesehen werden sollen, und was das der Schriftsteller anlangt, so dürfte eher eine ganz andere Ordnung festgehalten sein, als in der seltsamen Übersetzung von Hamberger, wo man häufig im Stiche gelassen wird. Jollin^W Bemerkungen sind sehr dankenswerth. — 4) De Onkelo, chaldaico, quem ferunt, Pentateuchi paraphraste3 et quid ei rationis intercedet cum Akila, graeco vet. Test, interprete, Particau’a 1. — De Akila. Von Prof. Rud. Anger. Leipzig, 1845. 4. Eine der trefflichsten Abhandlungen über Akila nach den jüdischen Quellen; fast keine einzige Stelle in den jüdischen Werken, die auf diesen Gegenstand Bezug haben könnte, ist unbeachtet geblieben. Hamburg, 28. Okt. Von neuen Erscheinungen habe ich zur Mittheilung für ihr Literaturblatt angemerkt: 1) A nnales regum Mauritaniae etc. edidit—, latine vertit, — Carol, Joh. Tornberg. Tom. II. fase. I. 4. (360 S.) üpsaliae (Stockholm, ßonnier). Geh. Easc.I et II. 8 Thlr. 2) Codex Ephraemi Syri rescriptus —■ edidit Constant. Tischendorf. 4. maj. (23 Bog. und n. Faesimile). Eipsiae, ß. TaucbnitL jun. Engl. cart. 9 Thlr. 3) Das ehrwürdige ManäjdnasiUra, mit Namen: „das unermeßliche Lebensalter und die unermeßliche Erkenntnis herausgegeb. v. d. kön. Akad. der Wiff. in Petersburg, qu. lang 8. (35 Blätter). Petersburg, (Leipzig, Voß) ££ Thlr. 4) Sonst. Tischendorf, Reise in den Orient. 2 Bde, 8. (Bd. I 319 S.) Leipzig, E. Tauchnitz jun. Geh. 3Z- Thlr. 5) C h a ries Tu t s c h e k a grammar of the Galla language, Gr. 8. VIII und.91 S. (München, lit.- artist. Anstalt). 6) — — Dictionary of the Galla lau* guage. Parti. Galla-english-gernian. Gr. 8. (L15C u. 205 S) 1844. Ebendas. 7) — — The sanie. Part 11. EngBishgalla. (Gr. 8.) 126 S. Ebendas. Zusammen 3 Thlr. 8) A b n D o l e f Misaris ßen Mohalhal de itinere asiatico «commentarium — recensuit et nunc primurn edidit Kurd de Schloetzer, Phil. Dr, 4 maj. (6 Bogen), ßerolini, W. Besser. I Thlr. 9) Anecdota. palica; — .herausg., übersetzt und erklärt von Dr. Friedrich Spiegel- I. Lex. 8. (92 S.) Leipzig, Engelmann. 1-^-Thlr. 10) Dr.'Andreä, (Pfarrer). Die Todtengebräuche der verschiedenen Völker der Vor- und Jetztzeit. 8. (IX und 422 S.) Leipzig, Fr. Fleischer. 1846. i;Thlr. 11) W. Höchft.ädter (israel. Netigionslehrer zu Wiesbaden), hebr. Lese- Fibel nach der Lautt'r- und Schreiblese-Methode. (Gr. .16). 32 S. Wiesbaden, 1843. (Mannh., Bensheimer). Thlr. 12) Sim onKrämer, Bilder aus dem jüdischen Volksleben. 8. (IV und 128 S.) Altenmuhr (Nördlingen, Beck). ATHlr. 13) Ignatz Lehmann, (Schullehrer zu Musbach). Das