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Der Orient · 1845-10-29 · 44 (29.10.1845) · p. Spalte 701-702

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
44 (29.10.1845)
Date
1845-10-29
Page
Spalte 701-702 (sequence 7)
Language
German
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toi Studien. Der zweite Festtag. — „Nieren und Herz" in den Psalmen. 702 II. ■.ni„ bw jo"' oty gm LB. d. ged. Nr. wendet Hr. Bentuga gegen meine Citate aus rfl 30 b und 39 a1 2) ein, „daß darin nur von rn die Rede sei"; aber das habe ichMl selbst bemerkt? Und was thut dies auch zur Sache? hier kommt es nur auf den Grund der betreffenden Verdoppelung an, und dafür genügt auch der Nachweis von der Verdoppelung des pfl» Auf das von mir citirte pmb&y. PW ’U'pnn fragt Hr. B., „zu welchem Endzweck denn die besondere Botschaft hätte dienen sollen, wenn die Verdoppelung der Feiertage damals schon bestanden". Darüber giebt die von mir aus Beza 3 b citirte Stelle Aufschluß : DO"! NDM1 KDP in \yn2]i pnöü7, .wozu Naschi bemerkt: n^^.1) ' QD' Hiermit ist zugleich auch die Frage des Hrn. B. erledigt, „was mit dieser Stelle erwiesen sein soll." — Das Verhältnisder nd^hd zur M isch na ist nicht, wie Hr. B. meint, das der Apokryphen zur Bibel, sondern das der Psalmen der zweiten Sammlung zu denen derer sten. Es giebt n?f)nlD, die bedeutend älter sind als manche Mi sch na. Schon vor R. Jehuda Ha-Nasi hatten manche Schulhäupter Privat-Sammlungen von tyD^,1 und andern wissenschaftlichen Gegenständen veranstaltet (z. B. R. Eliefer, R. Akiba u. Ach, die aber, soweit sie die mündliche Lehre betrafen, bevor das Verbot des Aufzeichnens derselben nicht durch die bekannte Geltendmachung von ny 'iDl iWyP annuttirt war, geheim gehalten werden mußten. So konnte es leicht geschehen, daß manche Mischna von Be- «m den spät er n Sammlern entging und erst nach Abschluß . Mischna zum Vorschein kam. Was nun besonders R. Jose, den Heros der sragl. ^n^lD betrifft, so wissen wir von ihm ganz sicher, daß er schriftliche Urkunden hinterlassm-): -d^IJJ no N.'n ]NÜ 'ai ab)y "HDD N'Jm Dl'' Dl Iebam. 82 b, Nidda 46 b. Der Umstand aber, daß erst R. über den Autor dieses Werkes Aufschluß gab, zeigt deutlich, daß dieses' erst lange nach dem Lode des R. Jose bekannt worden; denn N. Jochanan war zur Zeit des R. I. ha-Nasi noch unmündig (mn ID NHD1 . pppi '»pDD’j vom n’Dp du mmv pw inN njdtp ]n HD ' JJT NJN;D1 D11 rT’DiD1? Din ,1DDO nun plDN Chol, 137 b), und dieser selbst war ein Nachfolger des N. Jose. Es konnten nun ebenso gut schriftliche fpD^.1 von R. Jose bis nach Abschluß der Mischna unbekannt geblieben sein. Daß in der Lhat mancher halachische Entscheid des R. Jose dem R. I. ha^Nasi, dem Begründer der Mischna-Sammlung, unbekannt war, kann ich auf das Unwiderlegbarste beweisen: 1I1 n^ODI '21 ' 'Ol' '212 „OL'' 'llOO^ION 4 'll^OL? N'i> Oli> ION '121 N2N 1DN "]2 I^id da 25 »; 1'„ ,1O2' N’flN '211dl pQJI in2^ \1p12 piö pi’ N2N >12dP 1'^> 1DN ' '211 1) Conf. Sabb. 137 a. 2) Vom Seder Olam besitzen wir noch Fragmente. NN pj'b 1DN J121 N2N 1DN 12 4 ^N'JJDty '21 1’b ION ipi 1111 122 * 02'lä nI? Leb. 105 b. Zugleich geht hieraus hervor, welche hohe Wichtigkeit R. I. Ha-Nasi den Aussprüchen des R. Jose beilegte. In dieser Beziehung ist besonders folgende Stelle aus Gittin 67 a beachtenswerth: 1’12 pJJDty 'l 1’JD1? 1DN '121 'Dl' '212 12^1 '21 1DN ID 4 'Dl' '21 b]l ppbin DIN L"N NDDIl 1’ND 'IS? UND •pW ’J2 pimy ' P 1DN? Dl' '212 12^1 1D1^> '21 INI N'Jfll 1DJJ IplD’J 11’NI 'bo'p’N 4 'Ol' '21 NN N'NI N^ '121. — Gehen wir nun aus die fragliche dsn^lD Er. 39 b zurück und erwägen das dort Gesagte genauer, so wird es uns höchst wahrscheinlich, daß sie schriftlich vorhanden und allgemein bekannt gewesen; denn als.^r7^D1von ID ND1 erfährt, daß die betreffende Stelle laute: Dp Dl ,11D np^.1 bw DOILD schämt er sich seines Jrrthums. Daß er sich aber irren konnte, ist leicht begreiflich, wenn man bedenkt, daß er — des Augenlichts beraubt -— nur auf mündliche Mittheilungen angewiesen war. — Wir haben demzufolge keinen Grund, weder die Echtheit noch den hohen Werth der in Rede stehenden ^rp^in rn Zweifel zu ziehen. Dr. Kämpf. Ennge SGBiotic, iifröt &tc SSe&etttHttg vsn 2b) nnio in btn Ps-almeu, vorr Dr. Moritz Feitel. I. Herr Or. med. 7t lt sch u l hat in Nr. 39 dieses Blattes, die Resultate einer medieinifth - etymologischen Forschung über die Bedeutung des Wortes nv^D mitgetheilt, welche trotz der darin vorherrschenden Ideeuklarheit, dem sprachlich nachgewiesenen Schlüsse, daß n?7o sich auf das Gefäßsystem beziehen könnte, jedoch gegen eine Uebersetzungsweise streitet, welche in der hebräischen Wortbedeutung uns als gewichtig Autorität gelten sollte. Es scheint mir daher verdienstlicher, wenn wir die uns überkommene Uebersetzung beibehaltm und von physiologischem Standpunkte aus die gehörige Bedeutung von NN^D m den Psalmenstellen zu beleuchten suchen. Trotz allen anatomisch - physiologischen Untersuchungen hat es noch Niemand Nachweisen oder sich erklären können, in wie fern das im Verhältnisse seiner Größe und Bedeutung, au eigenen und größeren Nervenstämmen so arme Herz, doch einen mächtigen Einfluß auf das höhere Gefühlsleben ausübe. Bisher ist noch jedem Sterblichen das Band unbekannt, welches Herz und Gehirn in dem Grade verbinde, in welchem die dynamische Wirkung des Erster» sich kund gibt. — Aber eben so unbekannt sind auch noch jedem heutigen Anatomen die angenommenen sogenannten „geheimen Wege", welche die Flüssigkeit aus den Verdauungskanälen so erstaunlich schnell den Nieren zuführen. — Ja, nnr Einer kennt das Wesen

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