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Der Orient · 1845-10-22 · 43 (22.10.1845) · p. Spalte 679-680

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
43 (22.10.1845)
Date
1845-10-22
Page
Spalte 679-680 (sequence 4)
Language
German
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680 Studien. Luzzatto über Kalir. 679 es nicht glauben, daß er nach dem Jahre 4760 gelebt habe, und Gerschorn der 4800 starb, soll von ihm geschrieben haben, sei einer der ersten Dichter gewesen (sieh Bik.ha-Jt. 5596 S. 111), und R. Sabbarai do Nolo, der im I. 4700 lebte, erwähnt seiner mit dem Beisatze rcrü1 *? p'Ha O! (K.CH. VII. S. 64). Und will man auch auf die Worte des R. Sabbarai kein Gewicht legen, (3) was ist R. Gerschom's Worten entgegen zu stellen? Und wenn der Verfolgungen wegen keine Kommunikation zwischen Deutschland und Italien bestanden, wie kam es, daß in R. Gerschom's Lagen Kalir's Pijjutim bereits weit verbreitet waren? Hat aber diese Kommunikation, bestanden, und sind Kalir's Pijjutim bei seinen Lebzeiten oder bald darauf adoptirt worden, wie ist es möglich, daß auch ihr Verfasser so wenig bekannt geworden ist, daß der. zu seiner Zeit große R. Gerschom den Kalir für einen der altern Gelehrten hielt, und nicht wußte, daß er zu den spätern Lehrern, zu den Zeitgenossen feines (R. Gerschom's) Vaters gehöre. Was aber das Wort vno betrifft, welches mein Freund, der ausgezeichnete Gelehrte und Rabbiner, Napoport, entgegengestellt, und welches nur im jerusalemschen nicht aber babylonischen Talmud vorkömmt—so fand ich jetzt in den rpTI^n des Dunasch über Rs Saadja Gaon daß auch letzterer biribbi benannt ist. -Denn in der Einleitung zu jenen Leschubot heißt es: nnD HT (?) rrnyo noi 7:n by lrowro dntA n'n Mm- 0 'TD. Es läßt sich auch nicht einwenden, daß der Kopist eigenmächtig. TO gebrauchte; denn es wäre sonst unbegreiflich, warum er nicht auch DN'T^5 'TD D\)HN O geschrieben habe. Auch pflegte Dunasch diesen Ausdruck weder bei sich selbst noch bei andern sonst anzuwenden. Denn im Eingänge seiner moit^n. „an Menachem drückt er sich folgender Maßen aus: mn npyvp DfUD “]!?, DT my U)bw 0)bw. Vüfob.' p MN 0DD 4)* . Es folgt demnach hieraus, daßR. Saadja G. sich so zu zeichnen pflegte: OTD War nun das Wort vno in Babylon zu R. Saadja's Lagen gebräuchlich, warum sollte man den Gebrauch desselben auch früher, in Kalirs Lagen bestreiten? Wir kennen aber auch einen andern babylonischen Dichter, R. Salomo bar. Jehuda, Verfasser des Jozer für dm ersten R. Elasar biribbi Kalirs Pijutim in dessen Namen anführt, dies ist wohl ein unwiderleglicher Beweis, daß R. Elasar älter sst als R. S. G. Man vermißt jedoch mit Mißvergnügen die Citationen. 3) Der Beweis von R. S. do Nolo ist nicht zuverlässig, denn der Satz, worin er des Kalir mit dem ZusatzeH erwähnt (K. CH. VI1. das.) scheint erst später hinzugefügt zu sein. Zur Unterstützung dieser Behauptung will ich nur ansühren, daß alle im K. CH. (a. a. O.) aus dem Kommentar des R. Joseph Kara im Namen des R. S. do Nolo angeführten Sätze mit einigen Abänderungen im Buche Rassel (Amsterdam Bl. 17. 18. 19) wieder Vorkommen, woselbst aber der Satz, worin des Kalir Erwähnung geschieht, ganz und gar fehlt. 4) Der Anfang dieser Einleitung findet sich bereits abgedruckt: Geigers Wissenschaftliche Zeitschrift (Bd. 3. S. 278—79) aus einem Ms. in der Leyden'schen Bibliothek. Passah -Lag (Raschi eitirt ihn Exod. .26. 15, und nennt ihn einen Babylonier); dieser zeichnete seinen Namen in lnpWi NTNI^ Salomo ben Jehude. WO DOTÜ üb)y DIDO . DOTD. Wer aber nicht zugiebt, daß der Pajtan die Absicht hatte, das Jod yon n^O ZU seiner Namenszeichnung zu zählen, mag die Selicha nachsehen, welche N^D DT nmb DN anfängt (im Schacharit des Versöhnungstages für am der. 10. Bußtage für UDfiSW. J1HJD, und am 4. derselben für den italienisch-deutschen Minhag), daselbst endigt das Alfabet folgender Maaßenr Nll'^Dl 'N 1DL7 , ,M. JJiyn NZ- 1DH ) ü bw und dann by NM Ol wn D^T^;n nrfc yn nyDttf'n, nono Sdj ioni pD°n. m°D , hdü uoy TO, T>'L^ pn inTriDpn^O: nwy) rwpn rbott o, t^d^ ovo'n pao'i ^'n'v Tyub. wbwD o : T^ TDKV DnNDn^r DJpb,- wo also ohne Zweifel OTD gezeichnet ist Sollten aber gegen die Richtigkeit der Bezeichnung rriR1 OTD noch Bedenken aufsteigen, so sehe man den zu Sabbat Chanukka dessen Ausdrucksweise der des von Raschi citirten Babyloniers 6) und des Kalir sehr ähnlich ist, und so endigt: TDE^ yin ■'*)# TTD, D^Tp D^pn DH, abü. 'üb **np min , D^n pn jnpi , abbn D? mw-, pfyn D^ND TpDD O, D^HDD. rkus diesem ist doch ohne Widerrede zu entnehmen, daß N. Salomo Ha-Babli pTI mit Jod gezeichnet hat. Würden wir aber auch wirklich keinen einzigen babylonischen Dichter mit der Bezeichnung ^TO kennen, so ließe sich daraus noch nicht beweisen, daß R. Elasar biribbi Kalir ein Italiener gewesen sei; denn wenn die. italienischen Rabbinen mit dem jerusalemischeu Lalmud vertraut waren; so beschäftigten sie sich gewiß auch viel mit dem babylonischen, da zudem die palästinensischen Schulen seit so vielen Jahren aufgehoct hatten; und was für einen Grund konnten sie gehabt haben, diese jerusalemische Benennung zu adoptiren, hätten sie deren Gebrauch nicht schon bei den Babyloniern angetroffen, von welchen die jüdische Gelehrsamkeit sich nach allen Ländern hin verbreitet hatte?! Und wer kann beweisen, daß R. Elia biribbi Mardechai, der Verfasser des 5) Es ist jedoch zu bemerken, daß die hier angeführte Leseart TD'n TO'! in allen Selichot und Machasorim der Italienisch-deutschen vorkommt, Minhag Polen hat hier eine Variante und zwar IM “pm JDN> Minhag Aschkenas hat 2Yü7] pDI NJ ]DN^, einige Machasorim schreiben diese Selicha dem 22 nobc# zu, ein Name der weder im deutschen noch polnischen Machasor wieder vorkommt. Der Vers. 6) Wollte jedoch Jemand, in Zweifel stellen, daß dieser Pijut nicht R. Salomo Hababli, sondern R. Salomo Gabirol zum Verfasser habe, sehe er im LB. des Orients 1844, Nr. 15, wo Herr Leopold Dukes aus dem handschriftl. Kommentar des R. Ephraim von Bonn zu diesem Pijut Folgendes eitirt: WD Om. m «D!2/TDDn p ,-l ’DO D^D '“IJ i>njn D^D 'l NJD1 ’DD ''"an nchr.

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