Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 42 (15.10.1845)
- Date
- 1845-10-15
- Page
- Spalte 663-664 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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668 iHtfa ni’jiöi iwi nV phiyaät*w^a m mx —-todit 7*n^ rrvrnoi nini n\ pb njttöK/ “iy übnpDnc^ mp rnpj;-- wn ni-mann *) (Joma49).' DiesesHandvollnehmen vom Räucherwerk, abweichend von dem Verfahren bei demselben während des ganzen Jahres/ mußte im Allerheiligsten Wied erbolt werden — JDtm *n^m {Din (il)Ld.) So hängt die s e Art d e r Z n b erertung des Näu eher Werkes ganz eng zusammen mit der Ermahnung an den Hohenpriester, nicht von de r tr ad Lti o n e l l en W ei se a b z u w eich e n, und eben zu diesem Zwecke w urde er in d ieZ elle NO geführt, wo das Räucherwerk zubereitet wurde. Wenn nicht zu diesem Zwecke, wozu wurde er denn überhaupt aus der Zelle Parhedrin, pnnnaO na^, wo er 7 Tage geweilt hatte, herausgefuhrt? Der Vers, giebt den lächerlichen Grund an, „weil die Zelle nahe der seinigen gewesen"! und beruft sich hierbei auf die G. j.; allein die Stelle hat er gänzlich mißverstanden. Der Jeruschalmi giebt nämlich keinen Grund für des HP's. Verweilen in v^roa^r rro an, sondern beschreibt die Oertlichkeit -nyt? ’os bp DJPtta^ rva nnyi ma^^ “paar nnru Dasselbe fmbei, sich auch in Babli. n ^npnr.fa knp'pnp rntyjn-ni^aü 12m ■oa bp bm nnw nmsnn p 'pin . anipa ora nmn maty1? iaa> d>dh ny (Joma 19, 31). Es handelt sich nämlich darum, ob die Zelle P a r h ed r i n oder Bet - A b t L n a s im Süden des Tempels am Wasserthor gelegen habe (ibid. 19). Nach allen diesen Voraussetzungen wird-wohl die Gemara gegen den Dr^ Geiger Recht haben, daß man den H.- P. zu dem Behnfe in Bet-Abtinas geführt habe, ih n die Handhabung des Räucherns im Allerheiligsten zu lehren — n^ön ftobb NJn, und ihn von der Ansicht der Boothuser abzubringen, und wieder- *) Der gelehrte Herr Verf. hatte nicht einmal die Kenntniß, daß Maimuni scheinbar gegen diese talmudische Ansicht ist, daß die Funktion des Räucherns am Versöhnungstage eine sehr schwere sei. Zu derselben Mischna erklärt Maimuni: anpmtf rwpn nrrayn jd (ru'sn) Ninty nown ny-6 mi noNtyiDa n^n p -mn pw mmo nb’nna ifoj njj) '12N nrrui (und zu niriJD) wn ysrro rjsn wm aPpo:»? rmppn nrmpn p n^cpr ru’sn idiw TOp na re.. >Mainmni hielt nämlich dafür, daß Papa's Ausspruch im Widerspruch stehe mit der Warajta todh xbo 'M'dr ’üDpiD ’aoip •b nü’B'D ndd •jfiyjN was aber durchaus nicht der Fall ist, wie aus dem Zusammenhänge der Diskussion in der Gemara (an den beiden Stellen und ninJQ) erhellt. Maimuni selbst gab in seinem großen Werke diesen offenbaren Jrrthum auf und stellt in nmap (1V, 1) ganz die Barajta als Resultat auf Is/-vmyayN w«na. .rpn. ThiNi anpoaiv map. rmy . nvu Siehe auch nwpo nc6n nmnpD (XIll, 13), wo R. Josef Karo in nJM rpa und R. Abraham di Buton in diese Rücknahme Maimuni's übersehen zu haben scheinen. 664 um wird wohl die Tosesta und nach ihr die Gemara gegen Dr. Geiger Recht haben, daßaus eben diesem Uinstande der Hohepriester und die Abgeordneten weinend von einander schieden. b'ü’n^ \)DD rpm nb^t Dtoimah-'-^dd — ly^n1? pna no^ xpzwrh (wddih I). Der Vers, hat gegen alle solche Erklärungen einen Nefrain : „Dies scheinen jedoch alles Ausschmückungen, die der Mischna fremd sind" (S^ 15). Ist etwa der Standpunkt der Tosifta und Barajta so entfernt von dem der M i sch n a? Oder erkenntder Vers, auch hierin „eine weitere geschichtliche Entwickelung der Ansichten im Verlauf des Jndenthums"? Wem will der Vers, das aufbinden? Wahrlich der Vers, ist im Stande, dieJdee von der „Entwickelung^, mit der er argen Misbrauch treibt), in Miskrcdit zu bringen. Jedenfalls hätte er die Differenzen Zwischen Misch na> rrnd Tosifta vorausschickcn lnüssen , was ihm wohl schw?f'lich gelungen wäre, selbst bei gründlicherer Talmudkenntniß. Wir übergehen wieder die Nrn. 8, 9 und 10, wo der Verf. weiter nichts Neues hat , als daß das neuhebräische Migle sei (wohl besser mille, nämlich passimm) unt» 2000 Fuß groß sei (soll wohl heißen lang) S. 17. (Fortsetzung folgt.) 49) Die Juden und^die Iudenstadt in Wien.. Fragmente von Realist Wien, Verlag von Lechners Universitäts- BüchhandLung, 1846. *) Auch in Oesterreich stehen nun Männer auf, die es der Mühe werth finden, über Juden und ihre Angelegenheiten Zeit und Kräfte zu verwenden. Auch in Oesterreich giebt es Männer , die ihr aufrichtiges Wort der Wahrheit für Juden einzulegen bereit smd, um so unsere gerechten Anforderungen vor den Augen der Welt anzuregen. In anzuzeigenden Fragmenten begrüßen wir nämlich die erste Schrift, die in neuester Zeit die Geschichte der Juden und somit mittelbar die Sache der Juden selbst von christlicher Seite bespricht, und wir würdigen die Denkweise des Verfassers am Besten, wenn wir fein Vorwort hier folgen lassen. Es lautet: „Im österr. Kaiserthume leben gegen eine halbe Million Individuen jüdischen Glaubens, die mit Ausnahme Oberösterreichs und Lvrols über alle Provinzen, besonders aber in Ungarn und Galizien vertheilt sind, und nach der Nationalität in d eutsch e,und polnische, türkische oder m a urisch e' Juden zerfallen. Eine Elite dieses Volkes ist in der Hauptstadt dieses Kaiserreichs seßhafreine Schilderung ihrer Geschicke ist daher auch eine Schilderung der Geschicke der jüdischen Nation im ganzen Lande. Diese Fragmente sind bestimmt eine solche Schilderung anzuregen/ darum werden sie blos referirend und nicht reflektirend/mitgetheil^ und ihre Tendenz ist weder ’) Aus brieflter;lud^«. Kritiken. Die Juden und die- Judenstadt in Wien, von Realis.