Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 42 (15.10.1845)
- Date
- 1845-10-15
- Page
- Spalte 659-660 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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659 660 Kritiken. Geiger's Lesebuch der Mischna. daö^er ebenfalls benutzte. Die 28 Lager (nuriD) des Mondkreises in Kap.' 26 giebt Jbn-Esra arabisch ' mit hebräischer' Uebertragung, indem er diese Aufzählung einleitet mit den Worten: ■bwrtrtb p w 11p ))tb2 (nij;) 11p ptsfo, woraus zu ersehen, daß er nicht aus dem Arabischen übersetzt, sondern selbstständig den Gegenstand behandelt. Ebenso sind die großen Sterne (e. 29) im Kreise desZodiakus auch zugleich mit den arabischen Benennungen angegeben. Zm Ganzen genommen kann diese Schrift so manche Parthie im Iesod 'Olam erläutern, wie auch umgekehrt aus dem 3esod Dlam manche dunkle Stelle hier aufgehellt werden kann nur wäre zu wünschen gewesen, daß die Ausgabe etwas korrekter ausgefallen wäre. 2)'-)fea dj; on^n w .nto, irns>D "rrniy /d 'di ^pn Dpnnbp^dd? ivm. Das Hochlied mit dem Kommentare von 'Obad'ja Sforno. Nach der Ausgabe zu Venedig im Jahre 1567 von neuem aufgelegt. Königsb. 1845. 8. Der Hr. Rabbiner Meklenburg hatte jene alte Ausgabe dem Hrn. Edelmann zum Ueberdrucken übergeben, und er macht uns im Vorworte die Hoffnung, auch dessen Kommentar über Kohelet, welchen ebenfalls jener würdige Rabbiner besitzt, später zu veröffentlichen. Der erste Herausgeber, Salomo ben Abraham Luzzatto, hatte in der Venezianer Ausgabe, ein Denkgedichtchen vorgesetzt, welches der jetzige Herausgeber gelaffen. — 3) 1131,1 11D bbb* Die Pesach -Hagada, mit einer neuen Uebersetzung. Königsb. 1845. 8. Unter dem Namen nipi ist hin-., ten eine kurze kritische Nachweisung über die einzelnen Pcwthien der Hagada, nach der Mittheiluna von Zunz in den GV., die aber durch einige Weiterführungen einen selbstständigen Werth erhalten. — 4) Eine ähnliche Hagada in sehr kleinem Format, und ohne Übersetzung, aber mit sehr erweiterten kritischen Scholien am Schluffe vom Herausgeber und von den Herren Meklenburg (Vater und Sohn) , wobei auch die Arbeiten von N e i fma n n im Zion (leider ohne genannt zu werden) vollständig benutzt sind. ■ 5) Dpy 1DD 1DD tld.w^ über schwierige Hagada's in den Kalmuden und Midraschim von Hirsch Edelmann, als Probe herausgegeben. Danzig, 1844. 8. Angehängt ist ein Heft -^D nb.1D, oder' kleine Bemerkungen über' Gegenstände, welche das Purimfest betreffen, oder das Buch Esther. — 6) pp'TI 11D nw iliyi^ D|D BUSH Dy, Mischna-Ordnung Nesikim, mit dem Kommentare Kos Jeschuot, als Lheil des Mischna - Kommentars Eiferet .Iisrael von Israel Lüps ch ü tz, Rabbiner zu Danzig, (in den Gemeinden Schottland, Weinberg, Langfuhr u. s. w. Danzig, 1845. 8. S. 530. Derselbe Kommentator hat bereits schon früher einige Ordnungen der Mischna sehr gut und gründlich kommmtirt und durch den Druck veröffentlicht/ und so wenig auch jetzt das Mischna- und Lalmudstudium getrieben wird, so wird doch jeder jüdische Gelehrte recht gern diesen Kommentar lesen. Namentlich ausgezeichnet ist der Kommentar zu Abot, der auch noch ein allgemeines Interesse beanspruchen dürfte. Auf das Verständniß der. Mischna durch die Resultate der Gemara ist fast überall.mit großer Präcision Rücksicht genommen,- und der Verfasser hat Recht, daß das philologische Element hier untergeordnet ist. t- Kurze Anzeigen. 37) Lehr- und Lesebuch zur Sprache der Mschnah, zweite Abteilung, Lesestücke aus der Mischnah mit Anmerkungen und einem Glossar versehen,/von Dr. Abraham Geiger. .Breslau, 1845. 8. Leuckart. X und 135 S. mit dem Glossar. (Fortsetzung.) .Nr. 4 werden die Gemara's wieder kompromittirt, daß sie angeben, Esra habe den Leviten den Zehnten entzogen und ihn den Priestern zngc»vendet. DcrSchluß S. 11 ist aber beachten swerth und derdient verl-rrtim hergesctzt zu werden. „Dennoch scheinen allerdings mit der Zeit die Leviten allen Autheil am Tempeldienste aufgegeben und überhaupt mit dem Volke sich ganz vermischt zu haben, während die Priester — immer einen Charakter der Heiligkeit beibehalten haben". Es wird nicht viel Muhe kosten, die Nichtigkeit dieser Behauptung zu argmnentiren, indem jedem kundigerl Leser sofort tausend Stellen austauchm werden von den fortdauernden Funktionen der Leviten im Tempel und außerhalb des Tempels, und ihrer Gesondertheit vom Volke. Ich bin in Verlegenheit, mit welcher Stelle zu beginnen ist. Die Leviten hatten die permanenten Funktionen im Tempel auf Wache zu stehen, und zwar an LI Wachtplätzen Dps inDnPw wid.ii (Midot 1, 1). Das waren die Thürhüter tcvXcoqoi oder $vqcöqoi bei Joscphns, Ferner den Gesang im Tempel zu leiten iwl N211 (Tamid 7, 3), deren nicht weniger als zwölf sein dursten ü^b i^y.D^D prima ps4 pnn.- by p-oy (Erachin 2, 6. so Sukka o, 4). Diese hießen die Tonkünstler tsQoipctXzcu, vpvadot, Dnil^D«' Für diese beiden Funktionen gab eö geschiedene Levitenklassen und sie dursten diese Funktionen nicht willkürlich vertauschen. Als einst R. Jehosna b. Schananja, der zu den tonkünstlerischcn Leviten gehörte, dem thnrhntenden Leviten Johanan b. Gudgada behilflich, sein wollte, wies ihn der letzte zurück. N'vm p ytannv'13 nc^yD ien Ni™ p pmv 'i Sun mnbi m.)ro y^ob ibrw Dnyub.i'ip D'niwpn jd .idn^ vi)nN7 inn P (Erachin 11). Ein Levite H y g r 0 s wird"' in der Mischna getadelt, daß er eine neu erfundene Modulation nicht mittheiten wollte. piO yi? HM p Drum 'inbb nsn' (Joma 3, 11). Bisher habe ich für die fortbestehende Betheiligung der Lcvitm am Tempetdienste und ihre funktionelle Ge-