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Der Orient · 1845-10-15 · 42 (15.10.1845) · p. Spalte 657-658

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
42 (15.10.1845)
Date
1845-10-15
Page
Spalte 657-658 (sequence 1)
Language
German
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Berichte, StuZien mi& Kritiken für Wische GeDchte und Fiteratur. M 42 Leipzig, den 15. Oktober Inhalt. Literatur-Berichte. Königsberg. — Kritiken. Kurze Anzeigen. Geiger ',s Lesebuä) der Mischna. Heurtheilt und verurtheilt von Dr. Ara.tz. lFortsetzung.) Die Juden und die Iudenstadt in Wien> von Realis. Angezeigt von S. Deutsch. Geschichte der Israeliten, von Dr. Dessauer. Angezeigt und empfohlen von Dr. Leutbecher. — Inhalt des Sabbathblatrs. — Ankündigungen. Literatur - Berichte. Königsberg in Preußen, 22. Sptbr. In unserer Gegend, nämlich hier und in Danzig, beginnt eine rege Khätigkeit hebräischer Ofsicinen sich geltend zu machen, die zwar weniger aus den Bedürfnissen der Provinz als aus denen des benachbarten Lrtthauens hervorgegangen, dennoch auch für die Juden Deutschlands, wie für die hebräische Literatur überhaupt, ersprießlich werden kann. Der Druck hebräischer Werke sst ohnehin so beschränkt und selten geworden, daß die Freunde der jüdischen Literatur mit Freuden jeden Zuwachs begrüßen,' vorzüglich wenn dadurch die Hoffnung erregt wird, daß manche Schätze des Atterthums, du jetzt noch handschriftlich in den Bibliotheken vergraben liegen, zur allgemeinen Kenntniß werden gebrächt werden. Hier ist es die Hartung'sche Druckerei, welche nun ihre Ofsicin in großem Maaßstabe auch auf das Hebräische ausgedehnt, und in Danzig sind es die Herren Rathke und Schroth, welche eine hebräische Druckerei angelegt) beide Ofsieinen haben einen gewissen Hrn Hirsch Edelmann (Chen-Tob) aus Rußland, der,nicht nur das Hebräische gut versteht, sondern auch für das Drucken guter und werthvoller Werke beseelt ist, als ihren Anordner und Korrektor angestellt. Die aus diesen Officinen mir bis jetzt bekannt gewordenen Erscheinungen sind: 1) 33p n&Ttt, von Abraham Ibn - Esra. Königsberg, 1845. 8. Nach der Aufschrift auf dem .Titelblatte enthält es eine ausführliche ^Beschreibung über die Anfertigung des Astrotabs (ybrnun): tto.n (Claudius) Ptolemäu s (aus Pelusium in Egypten), mithin aus dem Griechischen oder nach dem Griechischen übersetzt; allein es ist nicht aus dem Griechischen, sondern nach dem Arabischen bearbeitet, da von Ptolemäus ein derartiges Werkchen nicht bekannt ist und das Keli Nechoschet überdies so von arabischen Wörtern wimmelt, daß man es* gleich als Paraphrase eines arabischen Werkchens erkennt. Uebrigms wird die Astronomie des Pt. darin citirt (e. 1), oder auch sonst die Phrase wo mehrfach die Meinung des Pt. besprochen wird, so daß man sicht, daß es keine Uebersetzung des Pt. sein kann. Daß ein Werkchen in einer anderen Sprache zu Grunde gelegen, ersieht man aber aus der kleinen Vorrede, welche beginnt: , l^nDH niffp -pin dn '2 mnN pttte iriN M 2M2.1 pl NÜQQ ty“pn plv'^2 '3; inftep scheint hinwiederum Jbn- Esra vielleicht nur die Termen gemeint zu haben, deren hebräische Wiedergebung ihm schwer war, und wobei er die Benennungen in vielen Sprachen gemeint haben mag. Denn es heißt weiter in der kleinen Borrede: “iCWf JOpJH nir> Äil nJH! ’Ö3 D131N ’JN! nm .DnDllDl Dm DD Mw ’>*T> „Wn. is^sy wie auch in der That die erste Pforte oder das erste Kapitel sich mit den Namengebungen abgiebt. Die Bearbeitung des Stoffes in 36 Kapiteln (Sche'arim), in die das Büchlein zerfällt, gehört gewiß ganz dem Verfasser, wie vielleicht der größte Theil des Stoffes. Geschrieben wurde das Werkchen von Jbn-Efra, nach einer Angabe in Kap. 29, im Jahre 1146, was nicht ohne Interesse ist, und es ist zu bedauern, daß der Herausgeber ganz und gar nichts angemerkr. Jbn-Efra citirt noch von sich ein 3133^ "DO, worin vorkommt, daß (e. 26) nWD nttbn nmh ra ii n^h.nn-Dt^ nm nid njnon’ rah TDDD Nlw, ferner die -nvy D'OßWl PUpD (6.27) und die (6. 28) und rra rm nun^n pnnn Id-r np-,.1 (ib), wie auch Dcnnn mro (**>■)/ über welches astronomische Werk noch ein Näheres mitzutheilen wäre. Es wird vom Vers, auch erwähnt (c, 28)., daß er ein Werk gehabt habe über die fnn pm ^DDn p3 npl^HD D-iDl in Betreff der D^D^H njm\ - 42

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