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Der Orient · 1845-10-01 · 40 (1.10.1845) · p. Spalte 627-628

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
40 (1.10.1845)
Date
1845-10-01
Page
Spalte 627-628 (sequence 2)
Language
German
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62t Neginöt wollen wir im Tempel Gottes spielen" rc.; nicht aber, daß gerade die Worte seines Michtab da gesungen werden sollen. — So wie unter r^sn, wie erwähnt, das zu verstehen ist, was bei uns unter Psalm verstanden wird, so ist unter das zu verstehen, was wir gewöhnlich unter Lied verstehen, Tempellied und andere Lieder. So ist Ps. 45 ein Hochzeitslied; Ps. 120—134 Lieder auf der Reise hinauf nach Jerusalem, zu singen, unter denen Ps. 121 ein Abschiedslied zur Reise ist So schon Joel Löwe im Kommentar zur Mendelssohn'schen vebersetzung Aer'Psalmen. Ps. 128 scheinen die Worte des Priesters im Tempel gewesen zu sein an die gerichtet, welche mit den zuerst reif gewordenen Früchten gekommen waren; welches Lied dann zu einem Neiselied geworden. Er sagt darin: „Heil dem Gottesfürchtige» — nicht wie Ps. 112, 1 — der auch den Weg seines Berufes emsig wandelt"). Wenn du dich durch deinerHände Werk ernährest, dann ist dir wohl. Wenn deine Frau, in allen Winkeln des Hauses, einer fruchtbaren Rebe gleicht. Wenn deine Kinder, wie Obstbaumpflänzchen cpV’W — um deinen Tischen'herumsitzen, d. h. sorgfältige Erziehung, genießen, wie jene Pflänzchen in der Baumschule. — Siehe, wenn dem so ist, p riJin, dann ist der Mann, der Gottesfürchtige, ein gesegneter Mann. Ja, so segne dich Gott von Zion, du wirst.'den Glückstern Jerusalems f eher, alljährlich mit schönen Früchten, all dein Lebmlang; du wirst Kinder deiner Kinder sehen und -schauen Wohlstand des Fleißes in Israel herrschen". Dgl. -pyn Dltaj..— . Endlich muß die Begleitung zu einem —ppn - den erhabenen Worten angemessen sein, verschieden also von einem Gebete rc. . Zu bemerken ist, daß ein Freundschastslied >autz die feminale Form ■ ,tw hat. So Jes. 5,-1 j-pp^ nn. Jbn-Esra , zu Ps. 30,1, citirt im ist der Meinungdaß dies Lied nicht zur Tempeleinweihung verfaßt worden sei, sondern zur Einweihung des neuerhauten Zedern- Pallast Davids , und daß David zur selben Zeit von einer Krankheit genesen ward. Wenn nun der Dichter mit seinem Liede fertig war, noürte er darauf zu welchem Menazeach es hingeschickt werden solle, damit dieser es.die Musiker lehre, ihnen Abschriften gebe rc. 2 Sam. 22, 1 steht nicht; wohl 'aber Pf. 18, 1 wo dasselbe - Lied abgeändert erscheint. Wollte er nun starke Begleitung zu dem Liede haben, so zeigte er dieses mittelst des Wortes an. Bekanntlich zeigt die.verlängerte Form eines Worts mehr Stärke, an. Daher kommt dies Wort in dieser Form auch nur in den Ueberschriften vor, und .daher steht diese Note manchmal vor und manchmal nach "W* Es hat mit der Note Schir nicht den mindesten Zusammenhang. Es ist eine Forderung an den Menazeach, hierzu starkes Zwischenspiel zu haben. Daher kommt diese Note auch **) Vergl. pN *pi Dj; »Hin m — Das Objekt ist der gottesfürchtige Mann. Ps. 112, i ist mm das Objekt. 628 nur bei einem vor, oder bei einem Liede, "dessen Inhalt zeigt, daß eine vollständige Begleitung passend ist, wie bei einem Gebete, bei einem Lobgesang oder bei einem DfDD, aber nicht bei den Reiseliedern. Aehnlich dieser Anforderung „Mismor" ist auch die Note „ Maskil" rücksichtlich der Begleitung notirt, wie wir weiter unten zeigen werden. — Jede Zeile in den Psalmen und jedes Blatt in den Chroniken zeigt dafür, daß es dem David sehr darum zu thun war, den Gottesdienst durch Instrumentalmusik zur höchsten Stufe der Andacht zu bringen. Daher der Ausdruck ^N1&5” nnpftt der, welcher die liebliche Musik in Israel einführte. Bergt. tpyj nUD* ■ Das Wort rnDl hat seinen Ursprung vom Durchschneiden des Textes, folglich kann es nicht auf den Text selbst angewendet werden, sondern auf das Zwischenspiel. Nirgends kommt vor "in nft? T^N' TOD ot>einrn iidtot nn nt* in ini, dahingegen wohl IW inb pW. Nirgends kommt vor 1'^ l-r ntn oder “in ^ir-' “WN >2&2D. Hingegen kommen ähnliche Phrasen bei srDft vor. Spr. 22, 20: TPHD nxii d^e' -p. Koh. 12, io 21ns.. Jcs. 10, 1 steht srp parallel mit ppn, gleichsam in der Bedeutung von verfassen, dichten; wir finden aber, wie erwähnt, keine Analogie für als Gesang, und da die Wurzel dieses Worts in Piel immer sowohl für „Seitenspiel" als Gesang genommen worden ist, so können wir nicht einsehen, warum man dies Wort in den Aufschriften, der Ort der. Musikzeichen, ausschließlich als Gesang genommen hat. Es heißt öfters --pltf mDlD; wenn aber das Lied ein Schir ist, ist es ja kein Mismor. Verleitet dazu wurde man durch die Notizen mi^ 1MO, bieses sind aber zwei Notizen. Mismor ist, wie gesagt, die Musik angehend; mib soll hingegen den Verfasser anzeigen. Daher heißt es öfters niDTD inS welches sonst eine verdrehte 'Konstruktion wäre. Weil es aber zwei Noten sind, wurde die eine oft vor, oft nach notirt. — Soll Mismor auch Gesang bedeuten, so hat es in den Ueberschriften wenigstens nicht diese Bedeutung, sondern Spiel, Zwischenspiel. Wir behaupten sogar, ^daß Wörter von der Wurzel dieses Worts an keiner Stelle Gesang bedeuten. Abgesehen davon, daß niDTNi ,TP55W, welches zu hundert Malm vorkommt, Tautologie wäre, so ist kein. Grund dafür vorhanden, daß 1)21 singen bedeuten solle. Wo es nicht schneiden oder ernten bedeutet, kommen wir mit Zwischenspielen gut durch. Für musikalisches Spiel giebt aber Amos 5, 23 den schlagendsten Beweis ab in ^33 niftl. — H.L. 2, 12. Tft?n nj; hat man mit „Zeit des Gesanges" gegeben. Es ist aber „Zeit des Weinbeschneidens" (Frühjahr), wie Gesenius richtig sagt: nach der Form TO. | lL"1N Lgb. §. 120, Nr^ 5 — von Ivi". „Andere" sagt er, haben „Zeit des Vogelgesangs", aber gegen den Sprachgebrauch von *“}£? Piel." —. So übersetzte man gezwungen 1 M. 43, 11 pxn mD)D „von dem, was man besingt im Lande", „von dem Gepriesenen des Landes", während es einfach, von der Ernd te des Landes hedeulet. Der Ertrag der Landwirthschaft Studien. Forschungen über die Ueberschriften der Psalmen,

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