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Der Orient · 1845-10-01 · Heft 40 (1.10.1845) · p. Seite 319

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Journal
Der Orient
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 40 (1.10.1845)
Date
1845-10-01
Page
Seite 319 (sequence 13)
Language
German
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319 - zustehen /..'.um gegen einen ganzen ialmudischen Traktat zu stimmen. Be u -Jsrae l: dag egen, der Komm.- Bericht sei ganz einseitig abgefaßt und habe die gegnerischen Ansichten gar nicht berücksichtigt. Auerbach: für. Einhorn: für, ans SanitätSrückfichteu. Die R.-V. bleibe aber dennoch auf. talmndischcm Standpunkt Hehen. „Wir hatten so viel auf pm, baß imt dem Talmud beistimmen ntüssen Vd" Man habe jedoch bei dieser Erleichterung ^2 N^2l2 zu berücksichtigen. Soberu he im dcsgt. Löwen gar dt rügt, daß> die Kommission in ihrem Bericht, auf daS NTl nnNDilOD häfin Seine Rücksicht genommen habe; stimmt dafür, mit der Bemerkung D'OUW D'D sei eigentlich Brunnenwasser. Jolowicz: für. Hirsch: für. A. Adler: für. »TU n^>2D fei jedoch dem Geiste der Bibel nach mosaisch. — Die äußere Reinigung das Symbol' der inneren Reinigkeit. — »TU rfraD sei übrigens als Kenschheitsgesetz sehr zu empfehlen. Stein: für den K.--B. — „Wir brechen keineswegs mit dem Talmud, wir sagen nur, daß vom Standpunkte des Talmuds p2T Vd sei, und hier stimmen wir ihm bei, wir brauchen aber nicht auf alle Worte des Talmuds zu schwören". (Bei der Abstimmung waren nicht anwesend: Ph ilippson, Formstccher, Süßkind, Cahn und Herzfeld. Letzterer gab sein Votum an Einhorn, der solches, der Majorität anschließend zu Protokoll gab.) Schlußsitzung am 28. Juli *). Die Erwiderung auf die Breslauer Adresse wurde in veränderter Fassung von P h i l p p so n verlesen. Es wurde auf eine desfallsige Erinnerung Steiu'S be-. schlossen, das , neben allgemeiner Belobung der Gesinnungen und Bestrebungen der Adressanten, wegen des Tones, worin die Adresse die Rabbinerversammlung anredet und. in welchem Letztere insbesondere, wie Ein-. Horn bemerkte, gewarnt wird, „veraltete Bücher zu sehr zu ihren Führern zu nehmen"., auch eine „kleine Misbitligrmg " in der Antwort mit einfließen solle. Stein schlug den Passus vor: daß, wenn der Versammlung auch das MiStrauen der Breslauer schmerzlich sei, sie sich doch nicht abhalteu lassen werde, fest und sicher aus dem betretenen Wege fortzusch reiten w. Philipp son bestieg darauf abermals die Reducrbühne, um seinen Antrag in Betress der Errichtung einer jüdischen Fakultät in einer meisterhaft ausgeführten Darstellung zu begründen. Da in Deutschland die meisten Tatmudschulen'eingcgangen und die heutigen Rabbiner nicht gleich ihren Vorgängern einen Kreis von Talmudschülern um sich sammelten , so sei die Errichtung eines „Instituts für jüdische Theologen" tun so noth- *) Referent war in dieser Sitzung nicht enwefend, und ergänzt daher diese Lücke mit dem Bericht in der Frankfurter O. P. A. Zeitung. wendiger, als die letztem bei dem gegenwärtigen Stand her Dinge auch in andern Zweigen der Theologie, als Exegese, Homiletik re. von christlichen Professoren Unterricht nehmen müßten. (Wir können indeß unfern Zweifel gegen die Ansicht nicht unterdrücken, als ob dies als ein Nachthcil zu betrachten wäre und die jüdischen Theologen nicht gerade hierdurch einer Einseitigkeit entgingen die in einem Ta l m u d c u x f u s schwerlich ihr Aequivalent erhalten dürste.) Was der sndische Theologe - ans deutschen Universitäten lerne, das b r a u ch c er nicht, und was er brauche, das lerne er nicht. (Naiv genug liegt irr' diesem antithetischen Satze das Geständniß ausgesprochen, daß die heutigen jüdischen Theologen zwar so Manches wüßten, was sie nicht brauchen, dagegen aber das. ihnen Nbthige nicht erlern t h a t t e n! Wir mögen das ne ch t behauptcu; alteitr lücit u die heutigen Universitätsstädten für die Ausbildung von Rabbinern wirklich so unzureichend und unzweckmäßig wären, wie da behauptet.wird, dann wäre denn doch der daraus unmittelbar hervorgehenden Schlußfolge schwerlich auszuweichen!) Es wurde beschlossen, daß die Versammlung ihr lebhaftes Interesse an der Errichtung einer oder mehrerer jüdisch-theologischen Fakultäten in Deutschland an den Tag lege; man solle eine Commission von fünf Mitgliedern aus der Mitte der Versammlung ernennen, welche sie demnächst mit angesehenen Laien in Verbittdung setzen würde, um die nöthigen G e ld mittel zur Ausführung des Vorhabens mittelst freiwilliger Beiträge herbeizufchaffen re. Heß wollte nicht, daß man überall zu dem gedachten Zwecke die Gemeindevorsteher beiziehe, indem alsdann leicht Männer einwirken können, die nicht von der Richtung der Versammlung seien. Adler aus Alzei erwiderte jedoch, daß die Fakultäten nicht im Interesse einer einseitigen Richtung begründet werden sollen. Es wurde daraus auf den Vorschlag Stein's, gegen die Ansicht Hirsch's, Hold heim's und Satomon's, beschlossen, daß die Frage wegen Einführung zeitgemäßerer Tranerg ebrän che in diesem Jahre nicht mehr zur Berathung kottunen solle. 'Ferner sollen die in diesem Jahre gleichfalls nicht zur Verhandlung gekommenen 21 u s sch u ß a n träge, als: die Eins n h r n n g einer neuen 2tgende, der Unterrichtsplan, die Fragen in Betreff des Fahrens ans Eisenbahnen am Sabbat, des Genusses von Hülsenftüchten am Pesachfcste, der 2lbschaffung einiger abergläubischen Misbräuchc, der Sektion jüdischer Leichen und der ttoch üblichetr levitischeu Pricstergaben , einer ti o ch m a l i g en Prüfung rmterworftn und in einer fpätern Session beratheri werden. Dasselbe wurde in Betreff der Abschaffung dreier, von der Betagertmg Jerusalems und dem Untergänge der jüdischen SeLbstständigkeit herrührenden Festtage (der Fasttag der Zerstör trug Jcrusaletns soll beibehalten werden), so wie hinsichtlich der bean-

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