Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 39 (24.9.1845)
- Date
- 1845-09-24
- Page
- Spalte 615-616 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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615 Studien» Poetische Kleinigkeiten gesammelt von Dukes 616 klar, warum die Beschneidung auch auf alle Hausgehorne und durch Held Erworbene im Hause Abraham's ausgedehnt wurde, da doch nach der am meisten beliebten Erklärung des Bcschneidungsgebots, welche kn derselben nur ein Nationalzeichen erblickt, gerade das Gegentheil erfolgen sollte z allein nach der gegebenen Erklärung hatte der Akt der Beschneidung seine Bedeutung nicht einzig und allein für die Zukunft, sondern sie hatte für Abraham und dessen individuelle Bestrebungen eine eben so große Bedeutung, indem er.sich durch dieselbe Angesichts seiner Zeitgenossen von'der in damaliger Zeit^herrschenden religiösen Anschauungsweise lossagte und es war nur gerecht und billig, daß alle unter seiner Botmäßigkeit stehenden Individuen sich durch die Beschneidung von dem abscheulichen Phallusdkenst lossagen mußten, weil er keine Abgötterei unter seinen Angehörigen dulden wollte. — Nach der gegebenen Erklärung wird auch ferner klar, warum Abraham nach seiner Reise nach Egypten, wie aus der heiligen Schrift hervorzugehen scheint, die Beschneidung an sich und seinen Angehörigen vorgenommen hat5), weil gerade in jenem Lande bei den öffentlichen Festen die Phallusverehrung mit großer Unfittlichkeit gepaart in einem hohen Grade ausgeübt wurde. Es ist auch ferner erklärlich, warum das Unbeschnittensein in der heiligen Schrift eine Schande genannt wird (1 Mos. 34, 14. Jos. 5, 9), das ist ja gerade als wenn im Lande der Kröpfe der Kropflose ein Langhals gescholten wird, da nicht das Unbeschnittmsein an und für sich, sondern der damit in Verbindung stehende Phallusdienst gemeint war, von welchem man sich eben durch die Beschneidung lossagte. M. Dreifuß. Nachträgliches. Zu der in Nr. 29 des Literaturblatts gegebenen Erklärung über das Gebet ‘-fDj nr)N füge in noch hinzu, daß in den Worten lopD D^n WoD ebenfalls eine specielle Beziehung auf Kriegszustände wahrzunehmen ist, indem der Krieg namentlich in jenen Zeiten großentheils Mangel an Lebensmitteln und vollständige Hungersnot!) zur Folge hatte. Es ist also im ganzen Gebete auch nicht ein Wort, das nach der dorr gegebenen Auffassung nicht seine, genügende Erklärung fände. M. Dreifuß. 5) Diejenige vulgär rationelle Meinung, welche die Beschneidung Abraham's als Folge der Bekanntschaft desselben mit den Egvptiern entstehen läßt, ist gewiß falsch und unrichtig. Denn da wir in den alten Zeiten Egyptens den Phallusdienst auf eine ausgedehnte Weise als Volksreligion gewahren, so konnte nach der Anschauung der alten Völker, die die Symbole der Gottheiten in der höchsten natürlichen Vollkommenheit erhalten wollten, .die Beschneidung, d. i. Verstümmlung des männlichen Gliedes, aus religiösen Gründen in jenen alten Zeiten gar nicht stattgefunden haben. — Es bleibt vielmehr wahr, daß Abraham der erste war, welcher sie aus religiösen Gründen einführte, sowie seine Nachkommen, die Israeliten, die ersten waren, welche den wöchentlichen Ruhetag, Sabbat, in die Welt einführten. Poetische Kleittigkeiten/ gesammelt von Leopold D nkes. R. Je hu da Alcharifr. ' inKisi 'n pientta - ini>i2D3 >rwy niw (IC >irk rm im»Ni " d rnni ijhn rv k_ : tina nom -2 ' 191 ij'iyn \ : P2ON iriD .! — n jyi : r\p_ L7122N ]3N1 Vbj 2j?2 inin>*n by irpB'jn (11 * 0212212 oüijo.* rvwjn ' 3,71 3ip by 3200 k :!)^jj ipso tib dn ' döis, 12 (**ii pisp *]öö mnb 0 : y>byB£2 d^bdi N2w “®D tinpn 11262 22202 inpoym (12 '?pi3 101^26 rvm oo’ojn jo 3nt6 * 01212 in — D'wn Dy V? ininnVi * f]dii idb»i ■ * 22212 32p t]2iy 06k'; O'LL i>6l o'v 1'drW 02 '2 ' W 12 itop “iy : o'Ln 6572 inioDizgi nppn ]23 iii>y6 20x0 ox : O'L'L 0*62 runx run ' 122,7 ^i> 212,20 ^2> irr : o'Lyni ozy Dcr licbcrsctznng des Alcharisi vom More Nelmchim erwähnt der Sohn desMaimuni, in dessen ’l niöni>D. Hannover 1840. S. 9 mit folgenden Worten: b'l TND '2 1'llttl b'b *)D1’ '2 322 2y — — Q’312.3 2212 2DD N12 2.1 ^2212' ^2 p'2x2V3 Mp»2y2 2N'2l7 's'jtN 1U’JJ73 122^1 13 U'32 KHp2 Jllffbb i&xb 212220 ’J3 bjb imb.ib rei-ll, IM ni>pi-ipvi N^3MQ .220221 212',22 p3.li> '23 2^'ee 2'2 Auch Schein - Tob Pnlkcrra erwähnt dieser Ucbcrsctzung zuweilen in seinem More hci-Morch. Auch I o s c f C h i q «i t i ((« **) hinter den ’p2D näp '2iN3 *) Im Mskt. steht unrichtig vp welches Luzzatto richtig in umwandelte. **) Der Herausgeber dieser nnso von Moses Nag'ara, Venedig 1574. 4. vermuthet, daß diese Erklärungen aus dem ‘IDD bcß R. Iosef Ibn Chi guitil la sein sollen. Wir lesen daselbst S. 24 d r Z z i!