Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 38 (17.9.1845)
- Date
- 1845-09-17
- Page
- Spalte 597-598 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/8555529-9897698-9897740--4191-3531614- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
597 mig, nach dem er bereits durch Cyrus die schonungsloseste Zertheilung seiner Wässer hat erleiden müssen 14). Wohl mag er Ln der Zeit seiner Integrität auch seine Mündung weiter südwärts gehabt haben; allenfalls flössen seine Wässer in den Tigris. 5) Somit kommt uns die Lage des Eden in die Gegend nördlich vom persischen Meerbusen, welche sich mehr nach Osten neigt. Ob noch jetzt in jener Gegend an gewissen Stellen Spuren eines paradiesischen Aufenthalts zu finden sind? Unwillkürlich kommt mir Links Citat von Engelbert Kämpers lieblicher Schilderung eines dortigen Palmenhains, einige Meilen hinter Bender Abassi, in den Sinn x5)-. Da schon der Talmud bemerkt16), daß der eigentliche Wohnsitz der ersten Menschen, der Garten (p) nicht den ganzen Eden eingenommen haben l7), unt> also auch seitwärts vom Strome gelegen sein kann, so kann uns ein Palmhain der dortigen Gegend um so mehr dafür gelten, als die Blätter dieser Bäume noch jetzt vorzugsweise zu verschiedenen Flechtwerken verwendet werden. Die der Fächerpalme, des Pistng, werden wohl auch von den Naturmenschen mehrfach benutzt; aber nicht als Flechtwerk. Link schließt zwar sein Cittt mit dem Bemerken, daß er die vielen Vermuthungen über die Lage des Paradieses durch eine bestimmte Versetzung an diefn Ort nicht vermehren will, weil Asien mehrere Gegenden lstser Art haben kann. Auch mir kommt es nicht in den Sinn, auf einen bestimmten Punkt hinzuweisen. Vielmehr können wir füglich annehmen, daß allderlei anmuthige Partien diesx Gegend nur das Vorbild a^geben von der Stelle, an wlcher sich der Wohnsitz der Wonne durch den Finger Gottes^ höchster Vollendung ausgebildet hat, der Stelle, welche sei der Ausjagung der ersten Menschen weiter keinem irdischen zugänglich ist. Doch da die Ausschließung ausdrückl>h blos die Stelle des Gartens betraf, so kann uns die Ausmillung der Gegend des ganzen Eden, der noch hier und da die Urbilder des verschlossenen Gartens als charakteristisch für diesn Klima aufweiset, nach der gemachten Auseinandersetzung etwasmehr als blose Vermuthung sein. 14) Herod. 1, 189. 15) Das Alterthum, eü Fortsetzung des Buches über die Urwelt, S. 17 und 18. \ 16) Pesachim 54, 1. Neda>n 39, 2. 17; Pesachim s. 54, C. I-Redarim f. 39, E. 2. Da der Strom nach unserer Ausmittig im Westen des Gartens gelegen ist, so konnte von ihm ditEigenschast rnp^H^ auch dann ausgesprochen sein wenn von ihm aus auch kein Kanal sich dahin, erstreckte. \ \ \ 598 Literarische Analekte« Poetische Kleinigkeiten, gesammelt von Leopold Dukes. R. Jehuda Älcharisi'). ’rv>tn nn * trpB'y 1^2 by (1 S]7)2 non O'bMN ft’2 : sjn* by_ rm^ n?n ng nV?o ripan 7)2 byn inn * 112*1:12 (2 * n^nn ni2-n * wb: ipa vyb FioriN : •iKsg tj'i«?]“o ftmi n'n ' nkp “?ip "W Pina iöd nnx : mn NN) p'N vjjpto ‘rru «im * v»j.s■? nn boa fto L"rr^ (3 ' naijiD-nn: * ft'2 * L'^n wjo d^'lN Oiono - N2N)N T)'b]lü^ nbjJJ frftl : (2 d^d3 nftjft *iion r# '21VNQ w'ixb , nibnn tsd »man- (4 , 2'N'VN 1^ 12 ndnm , nfthp * 2'NNN onom ' ir-in? nn>x np?n : 1ö2'O) ildt L'N^ * ifty NDO D3n : rshtp. r>i2: >ob -inytN * 1:2 Ststo NQip üixnip : WStl/rft TiO 7)^2^ '2 1) Diese Gedichtchen, welche sich in einem handschristlichen Tachkemoni befinden, sind im Besitz unseres verehrten Freundes Hrn. Giuseppe Almanzi in Padua, welcher sie uns gefälligst vor Jahren schon mittheilte. Es scheint, daß diese Handschrift dasselbe enthält, was die Pariser Handschriften enthalten, woraus Hr. Munk in seiner Notice über Josef Aknin und Earmoly im Journal usiutique 1831 in feinem'rpnriD '"i 2<3D mehre unedirte Gedichtchen mitgetheitt haben. Verschiedene Gedichtchen aus dieser Sammlung haben wir bereits in Moses Jbn Esra mitgetheilt. 2) Diese Phrase findet sich häufig in Handschriften, wo es ein gewöhnlicher Kopistenwitz ist pn’ ift mn *©)on — ub\ü2 HDn rbyw ~>y Bergt. auch Dütes zur Kenntniß u. s. s. S. 139, Rote 14, wo ersichtlich ist, daß diese Phrase schon alt ist. — 38 * Studien. Poetische Kleknigkeiten gesammelt von L. Dukes.