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Der Orient · 1845-09-10 · 37 (10.9.1845) · p. Spalte 583-584

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
37 (10.9.1845)
Date
1845-09-10
Page
Spalte 583-584 (sequence 4)
Language
German
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583 Studien Psalmüberfchriften. —- Ueber den biblischen Wohnsitz der ersten Menschen. 584 ein starkes, dauerhaftes Denkmal. ^großer trockener Hügel, für Zion. p-,pip von Auswurf und p. (nach einer Reduplikation) Ein schnell herangewachsener und ebenso leicht zu verletzender großer Auswurf der Erde. Mit andern Worten: ein großes Unkraut, welches Gott dem Jonä„in einer Nacht" so groß werden lies, daß es ihm zum Schutz vor der Sonne dienen konntewenn er darunter saß. Vergl. Jjob 38, 27 netj das von der Erde heraus gestoßene wilde Gras. — ]r>JT) starke Nachterscheinung, bei Daniel. Synonym von nW> ein deutliches Lraumgesicht. Jjob 33, 15. p^jn kommt in Kohelet bei großer» Nebeln vor als ]PDvSef. 47, 3/ Der Zusammenhang zeigt eine starke Tähmung. eine hohe königliche Bewilligung. Sonst rVltüD Erläübniß. pjEf ein Lied erhabener Worte. Komponirt oder zusammengezogen von und ]yJin U Daher der Ausdruck In Analogie mit uj—'-mh fiel im Leben der Sprache von das Resch und das He aus — vielleicht wurde es auch als p^öl^L/ ausgesprochen, vergl. — und so wurde pw4 Analog mit D'pt=: EPpif , mußte das Jod weggelassen werden, weil das Gimel ein Dagesch haben mußte, um es doppelt zu hören, welches es nach dem Jod nicht bekommen kann. Bekommt es. kein Dagesch, gehet der Sinn von pvjn verloren. — So giebt es ja viele Wörter, die zusammcngezogen sind. Z. B. von unri und * tfiTDJ von und ccfx 4 TiDD^on ddd 'unb -nn.— Habakuk, der gleich dem David in seiner Tesilla Kap. 3 Strafgericht auf den Feind Gottes herabflehen wollte, schrieb diese nach Art — .— der Psalmen Davids, die er Schigjonot nennt n^Jin --VYW, Lieder erhabener Ausdrücke, und hat auch mehreres aus den Psalmen gebraucht. pv^. Ein Panzer vorm Leibe, Brustharnisch heißt 71^; hingegen 1 Sam.!7,.5. p^ wub über den ganzen Körper. pr^ 5 M. 3, 9. Name eines großen Bergrückens — mit D für L7, Jerem. 45, 4. — Als Beschü'tzung für das unter ihm liegende Land. Wegen seiner Höhe war es oben trocken und kalt für die Gewächse — Onkelos Njjbn "HD Schneeberg — weswegen die Bäume oben — nach Jeruschalwi — die Früchte abwarfen. Der Emori wollte ihn, wahrscheinlich wegen dieses Nachtheils, die Endsytbe p nicht nur nicht lassen, sondern nannte ihn -vny/-pg; oder -,D d. i. abfallen ->D — vergl. oben das Nun in ^3. — Sonst hieß der Berg auch p^n der sehr trockene, von ain trocken, Sef.'11, 15. D'Hfini. 7(uch hieß dieser Berg p^^ von — und p, der sehr Hohe, pi—p. Vergl. trö2f==p£»* Demnach glauben wir die Schwierigkeit in dem Worte heben zu können. Die Mas. wollten mit dem p^ Spr. 20, 20 sagen, daß das Jod nicht Stammbuchstabe sei. Es käme nicht von sondern von nw und. p und bedeute: der tiefste Grund ln der Höhle des Auges, d. i. die Mitte des Auges. So auch „in der Mitte der Nacht, in tiefster Nacht pt^tO. S0 kommt Eingang von nnis*. Gesenius giebt pwtt mit „Finsterniß, dazu finden wir keine Analogie; auch nicht im Chaldäischen. Wie es nun heißt: HD3 vom Stamme. so kommt auch Grund, von Demnach i\t niBW' Sef. 23, 44 , der Plural von diesem n&’N/ und bedeutet der Grund, der Ausbund, und ist keine Ausnahme, da es nicht die Bedeutung von hat. — Die Begründer der Sprache waren wohl auch zu ernsthaft zu einem so ästhetischen Sinn , „das Männlein im Auge", welcher auch nicht mit nW ptsr>N harmonirt. Endlich sollte die Endsytbe p nur bei diesem Worte verkleinernd sein, sonst allenthalben vergrößernd. Die arabischen Schriftsteller dürften wohl den Ausdruck der hebräischen Bibel mißverstanden haben, daß sie „Männchen des Auges" Habens Gesenius a. a. £>, p^i^. Unter p^^ heißt es: .... „Es ist Erklärung des schwierigen aber poetischer» p^>r Wenn dies erklärende Wort Finsterniß bedeutete, so wäre „Finsterniß des Auges" ja unerklärbar; rfof? pc7'N müßte dann verschieden von py p££/\V sein, woran wir zweifeln. — Zwar weiß ich, daß der moderne Standpunkt der hebräischen Sprachforschung mit meiner etymologischen Ansicht nicht zufrieden sein wird; indeß scheint es mir immer gut, wenn einmal ein anderer Weg versucht wird. (Fortsetzung folgt.) Ueber den biblischen Wohnsitz der ersten Menschen. Von Skiernkadirigirendem Senior und Katecheten in Arad. Es ist hier keineswegs die Absicht, auf die vielfältigen Konjekturen einzugchen, welche bisher von jüdischen und christlichen Exegeten über diesen Gegenstand, zumal über die Bestimmung der diesem Ort entströmen sollenden vier Hauptflüffe ausgesprochen sind, eine Bestimmung, wobei öfters nicht nur der Indus und Ganges in ihrer Entlegenheit, sondern sogar der Nil trotz seiner entgegengesetzten Richtung mit dem Euphrat und Tigris in Verbindung treten. Nur der Versuch soll gewagt werden, nach dem heutigen Standpunkt der geographisch-'historischen Forschung in der Dunkelheit der biblischen Darstellung einiges Licht aufdämmern zu lassen. Denn, wenn wir auch mit Recht voraussetzcn, und sogar mehrfach Nachweisen können, daß. die Urgestalt der Erdoberfläche durch die Einwirkung von Kunst und Natur manche Umänderung erlitten habe, so dürfen wir doch keinen Umsturz ihres Urtypus in seinem offenbaren Gegensatz nach Willkür /

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