Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 37 (10.9.1845)
- Date
- 1845-09-10
- Page
- Spalte 581-582 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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582 Studien. Forschungen über die Psalnrüberschriften. 581 dm wir aber etwaso übersetzen: . . . . Beim SM auf dem größten Psalter, auch auf andere Psaltern, und auf der Zither. — Noch erlaube man uns ein Näheres über die schon erwähnten Wörter: , N23 und pijfi -dem geehrten Leser vorzuführen. -Wie sowohl prophetischer Vor- .trag als Wortrag eines Gedichts bedeutet*), ja auch Wortrag auf einem Instrumente (1 Chr. 25, 1 tDtä'Z DWDJH auf Kinnor ansprechend spielen, sein spielen, so daß es wie ein Reden ist; dann Wäre der Sinn hier: „weissagen beim Kmtios" so hätte es nn^n hy DWDJn bei den Instrumenten geheißen, wi-e ->^y ^y), so ist dies auch der Fall mit dem Worte Als Vortrag von Liedern kommt dies Wort an'osterwähnter Stelle (1 Chr. 15, 22: ->L7) vor. Beleg dafür, daß Massa Vortrag eines Gedichts bedeutet, liefert jenes Wortspiel Ierem. 23, 33: Die falschen Propheten fragten den Ieremia: „welche Weissagung hast du für uns von Gott?" brauchten aber geflissentlich das zweideutige Wort: Massa — worunter sie, ironisch, Vortrag eines Gedichts verbanden d. h. eigene Dichtung: — wie es heißt NPD.— Daher: „sage ihnen das ma-massa hd D2* d. h. sage ihnen, daß du ihre Ironie verstehest, sage ihnen: „ich verstoße euch, spricht Gott." Dies sei das Massa, d. h. die Antwort auf ihren Unglauben an der göttlichen Prophezeiung. Ferner Vers 36: „denn das Massa d. h. euer Ausdruck Massa soll sein: »“PPP d. h. soll heißen, soll bedeuten ein Massa von einem Manne, von einem Dichter — „Lammed auctoris" — seine eigenen Worte 1P2P. Ihr verdrehet somit die Worte des lebendigen Gottes: DfQöm D^Pl O'TibN n3l DK. Meine Worte sind keine eigene Gedichte; es sind Gottes Worte.— 'Und ähnlich jenem Ausdrucke: nr^n O^21.P ist derAusdruck pu^>^ p^lP, ein schönes, ein erhabenes Gespräch, d. h. feines Spiel, auf der 'Zither, von p)p sprechen — welches bekanntlich auf denken, sprechen im Herzen, übergegangen ist — und der Endung p. Diese Endsylbe soll den Wörtern, denen sie angehängt wird, Kraft geben. Der Zusammenhang an den Stellen, wo diese Wörter Vorkommen, zeigt dafür. (Wir leiten diese Sylbe von dem Zeitw. PJ> ab, mit dem das Wort rVO „etwas Schönes, Großes, Herrliches" m. s. Gesemus a«. a. Q. das Wort verwandt ist). So ist: JVON ein sehr Armer, der vieles zu verlangen hat, indem er gar nichts hat. Von nJVOK das starke Verlangen. Vergl. ,P)P71 piy, mn pH.1 Les. 3, 23 Prachtkleid. ibici. 8, 1: eine schöne Platte — oder ein Stein —.welche zugleich eine große Fläche hat, um deutliche Schristzüge darauf zu schreiben. Siehe -werter unten unter pipri. piD“l4 Die Gestalt des Ruchlosen wird Ps. 16, 12 mit der eines Raubthieres verglichen; sonst 5M1. p^.P ein erhabener Ausspruch» Sonst nUP. So Ps. 9, 17. Sinn: O gebe dazu deinen großen Ausspruch! daß der Frevler nämlich in eigener Händewerk sich verstricke, in eigene Grube falle! Parallel mit Habakuk 3, 9 pfttfV Nachdem er Vers 8 fragt, ob Gott denn nur in Strömen helfe — wie er beim rothm Meere, beim Kischon die Feinde versenkt hat — ruft er: O, so laß denn Dem Bogen, verheerend, siebenfach die Speere ausleeren! O, gebe das befehlende Wort! 9). Sela! — über dies Wort später l0) — O daß die Erde dem Strome entsprudle! Vers 10. Siehe! als sie dich sahen, zitterten die Berge rc. So jvon vor das starke Reden im Herzen, starkes Denken, inbrünstiges Flehen. Die Endsylbe p drückt dieselbe Kraft aus, als die Verdoppelung des Gimel in jvin. pnn hochschwanger, von mr? und p. So auch jnn abgekürzt von jnn. -— ]VQn starke Verhüllung. Verschieden von Schlupfwinkel. p^D und pD sind stärkere Ausdrücke als r^n und n?nD' Gesicht, Erscheinung. So ist p^ ein starker Baum, Eichez verschieden von p^tf Therebinrhe. ppn 2 Kön. 6, 25: große getrocknete Früchte, von PPN brennen, glühen,, oder von -pki, nach der Mischna, Gebackenes. — M. s. Ges. a. a. O. unter ipp Nr. 1. — Dasselbe ist p^1 von hin schwinden, LM 5N2NQ. Dem Masoreten schien wahrscheinlich ersteres als eine unschickliche Benennung, da D\3V ’OQ Taubenmist verstanden werden konnte. — Die großen Früchte sind wahrscheinlich Speise der Armen gewesen. p^D. Der Zusammenhang im Ierem. 10, 22 zeigt eine gänzliche Vertilgung. Ein stärkerer Ausdruck als ,p^ ibid- 4, 27 eine Vollendung. p-ipj. Amos 4, 6 eine große Reinheit. Ebenfalls so zeigen die Stellen m den Psalmen, wo dieser Ausdruck verkommt. Im Talmud t~lPp3 Reinheit. p^y von r6y und p d. t, die obere -Macht. Davon die Oberhand und oben. pv-jr) Lösung für einen Menschen ppD; sonst nm p^DN ein herrl icher, prachtvoller Kragesessel. jpTn Esther 1, 8, große Verachtung. Sonst pß» pi^ von ein trotzig Stolzer. Ps.123, 4 „O daß die Verachtung den trotzig Stolzen selbst treffe! *) Von jpj hervorquellen der Wörter, wie es schon Dr. A. A. Wolff hat. — Vorrede zu seiner Uelrersetzung des Habakuk 1822. 8. — JV>^ ein Feld, welches sehr an Dürre leidet. Sonst p^. 9) Bekanntlich ist p£ft Befehl und in Hinsicht dessen Grundbedeutung hoch, ist unter PM dasselbe zu verstehen als unter p^n, da die Endsylbe dem Worte den Begriff der Erhabenheit beilegt. M. s. Ijob, von I. Wolfsohn, 34, 31 pv^!P „erhabener Gott". 10) Wiv nehmen es als eine Gott ergebene Interjektion des Begeisterten, und leiten es demnach von bbo ab. 37v