Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 37 (10.9.1845)
- Date
- 1845-09-10
- Page
- Spalte 579-580 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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579 Studien. Forschungen über die Psalmüberschriften. 589 ne m Neginot. - Wegen des größer» Umfangs blieb es immer im Tempel, stehen, daher jener Ausdruck-: „im Tempel Gottes." — Außer erwähnten sechs Psalmen wurde auch Ps. 12 an den Vorspieler über das achte Korps gesandt, somit auch dem mit dem Neginot. Die Ueberschrift 6, l ist eine Abkürzung der des zwölften Psalms. Nimmt man nun die Aufschriften, in demn .es blos heißt, auch als solche Abkürzungen an, — etwa: dem Menazeach, dem ich gewöhnlich meine Psalmen hinsende, dem Tonmeister, d. h. dem mit dem Neginot — so haben wir 40 Mal den Menazeach mit dem Neginot, während nur-16 Psalmenan da Menazchim aller der andern Korps hingesendet worden sind. — Allenfalls ist es das Instrument des Vorstehers über die achte Äbtheilung. — Wir wollen damit blos sagen, daß alles dafür spricht, daß ganz verschieden ist von flJ'jtf, welches Ps. 6t, 1 nach.^ stehet; daß ersteres nämlich ein Instrument, zweiteres der Name eines Korps ist, mit der Aehnlichkeit der Form von rV?nj ,'DXl — Es scheint zweitens, daß man in uralten Zeiten nichts von Blasinstrumenten wußte; man spielte blos Diskant, obligat oder Singstimme. So hat der Concipient des Pentateuchs, 1 Most 4, 21, nur Kinnor (— vielleicht K für C: Cithar^Cintar^-Cinnor, endlich hebräisirt: 2122 als von dem Zw. 222 abstammend. M.s.Gesenius d.W.—) und Flöte oder 22>l. Um dazu einen stärkeren breiteren Ton, zur Abwechslung mit den Diskanttönen, zu haben, hatten sie später Pauken (1 M. 31, 27), iM? r)?n. Bei mehrerer Ausbildung der Musik, in den Zeiten Samuels, kommt zum ersten Male vor (1 Sa«. 10, 5), Wtll p>NI erstere zwei Baßinstrmnente, letztere zwei Diskantinstrumente. — Als Schlauch ist ein Geräth von größerem Umfange. So heißt esIes. 22/ 24: von kleinem Gerathe an bis zu den und wenn Nebel als musikalisches Instrument, kommt das Wort nur bei vor: Ps. 71, 22 und 1 Ehr. 16, 5 und bei keinem der andern Instrumente. — -pjy kommt als Kollektivausdruck nicht Ln Betracht. — Dies zeugt dafür, daß^22 von großem Umfange war, wie auch bei uns Baßinstrumente größer sind als Diskantinstrumente und je stärker der Ton sein soll, um so größer ist das Instrument. (Heißt doch im Arabischen auch schön, uneigentlich etwas Großes. Man s. Gesen. a. a. O. unter Endlich spricht Pst 81, 3: bll üy 2122) dafür, daß ersteres lieblichere, sanftere Töne hatte, 2^2, und folglich Letzteres das dazu gehörende Baßiusirmnent war. Als zwei zusammengehörende Hauptiustrumente kommen diese beiden auch gewöhnlich vor, und nebst diesen noch die Becken als drittes wichtiges Instrument, zum Stimmen. So z. B. Neh. 12, 27: „und zwar mittelst Danklieder, Musik der Mezattajim, Nebel und Kinnor. M. s. Gesen. unter Nr. 1: „auch vom Spiel der Instrumente" rc.8). 8) Andererseits wird bei dem Chaldäer unter 2^2! auch Gesang verstanden, wie er □''TOT immer mit giebt. Was die Etymologie von Nebel anlangt, so möchte man versucht: sein, da I mit? wechselt, und ), besonders bei Namen, öfters ohne Bedeutung vorgesetzt wird, vielleicht an Violon, Wiola, zu denken: oder &bk] — Nimmt man nun d>^2 mit D prostett'ce, welches in 1 übergeht — wie z. B. von bbtl mit Mem: " so ist es das chaldäische Wort: ^22, hebräisirt: ^22, mit dem Nebenbegriff von Schlauch. — Indeß kommt j es auf die Etymologie nicht an. Da es nun auch bet uns viele Baßinstrmnente giebt, j eines größer als das Andere — außer vielen bei den Blasej instrumenten, giebt es: Viola di Braccia, Viola di Gambia, Violoncelle; Contra - Violon — so ist es ganz natürlich, daß mehrere Nebalim existirt haben, eines größer als das Andere. Als runde Zahl — zehn, wie sieben rc. — heißt es daher: „Mit dem zehnten Nebelmstrument will 'ich Dir Zwischenspielen d. h. mit dem Größten: -\iv/y ’-f?. mpiN Pst 33, 2 und 144, 9. —> -??^ ibid. 92, 4, ist Ellipse für -\wy ^22 und synon. mit vpEtfj;. — Aehnlich: n'tihw nbty, in gen. masc. wbü/ bty, so rpaij ^22 — yiwy ^22. —• Es ist demnach einleuchtend, daß die Neben- [.■ Wörter by nicht die entfernteste Gleichheit haben mit l "YlK/p. Wir wollen gerade nicht behaupten, daß der angegel bene Sinn des 21V))!?2J der wahre ist. Aber Zusammenhang mir'al Ha-Scheminit hatNebel-assor nicht, weswegen an Saiten nicht zu denken ist. Durch die Zusammenreimung dieser bei- § den Ausdrücke und dadurch, daß man by rVD222 Z in der Ehr. fälschlich zusammen gelesen hat, ist man nicht auf | (rrnnn) hy in den Psalmenaufschriften gekommen. X ' Wenn rV'^öl^n by W auf Saiten bezogen hätte, so f wäre doch wohl einmal nn^yn by ^22 vorgekommen, selbst ä abgesehen davon, daß zehnsaitig oder achtsaitig nicht mit by | äusgedrückt werden kann, und daß der Parallelismus : i by damit nicht harmonirt, wovon eigentlich nicht abgesehen?verden kann. — Zu bemerken ist endlich auch, daß es historisch — nach Iosephus— heißt, daß Kinnor 10 Sar- » Len hatte und Nebel 12. — Ebensowenig ist cm Melodien; und an Tonarten zu denken. —; Da Kinnor sowohl als Nebel, wie es scheint, fremden j Ursprungs sind, daher auch kein Zeitwort von diesen beiden Wörtern vorkommt, ähnlich , 2M2222; so könnte * es, in Uebersetzungen, wohl bei den gegebenen „Zither und Psalter" verbleiben und riWJU bei „Saitenspiel" oder: das große Saitenspiel d. h. als Instrument. — Ps. 92, 4 wür- - Es wird von ihm unter beides — oder 2D1 — das \ Ensemble verstanden: musikalischer Gottesdienst.*) Im Texte . ist aber 2p« Zwischenspielen,— wo es nicht Ernte bedeutet von 2^)1/ weil es, wie erwähnt, den Text durchschneidet. j Dieses zur vorläufigen Erklärung des Wortes 2U2D in den Aufschriften. Ausführlich hierüber weitet' unten. | 2 Es scheint, daß das Buch Jjvb unter chaldäischem Einflüsse hebräisch geiHriebm ist. Daher die Chaldaismen rc. Daher auch: N12M jH2n: Gesang und Spiel. —