Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 37 (10.9.1845)
- Date
- 1845-09-10
- Page
- Spalte 577-578 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Berichte, Studien und Kritiken für Wische Geschichte und Literatur. M 3V. Leipzig, den 10. September 1**5. InH alt. Lil erat ur-Berichte. Hamburg. — Studien. Forschungen über die Aufschriften der Psalmen. Von H. Ph. Ree in Aarhus. (Fortsetzung.) — Ueber den biblischen Wohnsitz der ersten Menschen. Von L. Skreinka in Arad./ Vorläufiger Bericht über mein Studium der Münchner Hebr. Handschriften. Von M. H. Landauer. Der „treue Hirt". — Ankündigungen. Literatur- Berichte. Hamburg, 7. Septbr. Ich erlaube mir auf dem Gebiete der Literatur .Folgendes mitzutheilen. 1) Vertraute Briefe übermoderne jüd. Schriftsteller, (von einem Frankfurter; polemisch gegen die Reformengegen Kirchenrath Maier rc.) Heft J. Bockenheim, B. Levy. — 2) Noch ein Wort zur Lsrael. Reformfrage. Eine Stimme aus dem Volke, vielleicht auch eine Stimme in der Wüste. Hamburg, Verlag von C. F. Vogel. 1845. IV und 38 S. 8. (Gut geschrieben, für radikale Trennung der Parteien in der religiösen und socialen Anschauung, mit Halbheit und Stückwerk unzufrieden.) — 3) Das Cerernonialgesetz im Messrasreich von Dr. Sam. Holdheim. Als Vorläufer einer größeren Schrift über die religiöse Reform des Judenthums. Mit einem Anhänge gegen Dr. Frankel. Schwerin und Berlin, 1845. 153 S. 8 —- 4) Der neulich angezeigte kabbalistisch -bibel'sche Oecident wird in Hamburg allgemein dem H. Dr. Schwa ba che r, Kandidat der jüdischen Theologie, zugeschrieben, der sich jetzt ganz vom Tempel losgesagt und kürzlich im Hamb. Korrespondenten Vorlesungen über den (alten jüdischen) Tempel und die (jüdischen) Sekten des Alterthums angekündigt hat. Der Occident hat übrigens, wie alles Mysteriöse und Dunkle viel Aufsehen erregt. Vielleicht entschließt sich Herr Ink, der sich viel mit dem Studium der Kabbala (als Uebersetzer von A. Frank rc.) beschäftigt hat, zu einer gründlichen Recension des vielbesprochenen Buches. — 5) Kleine Jugend- Bibliothek zur angenehmen und nützlichen Unterhaltung, zur Veredlung des Herzens und Bildung des Verstandes, zunächst für die israelitische Jugend; von Dr. I. H. Jakobson 1. Breslau und Neiffe, 1845. 8, Ignatz Kohn. Ladenpr. 6 Ngr. Forschungen über die Ueberschriften der Psalmen und - Crkärung des Wortes Selah und einigen poetischen Wortformen. Don Hartwig Philipp Ree, in Aarhus. . (Fortsetzung.) Bevor wir zur Erklärung der übrigen Wörter in den Ueberschriften schreiten, erlaube man uns einige Hypothesen in Hinsicht der erwähnten musikalischen Instrumente und ni3U) anzuführen. Erstens das in den Ueberschriften (Pf. 4, 6, 54, 55, 67 n. 76) vorkommende Wort Neginot ist ein Instrument, welches identisch ist mit Kinnor. Dieses Lieblingsinstrument Davids, nämlich Kinnor, wurde von ihm vergrößert oder verbessert, so daß er, mittelst Aufziehen mehrerer Saiten, mehrere Lieder in .höheren und tieferen Tönen darauf begleiten konnte, woher es den Namen Neginot in der Pluralform bekam (vergl. rUViüD Lied oder als: „der Inbegriff mehrerer Saiteninstrumente" und njvu als Instrument). — Beim Zuge mit d^r Lade wurde „die achte" mit dem Kinnor begleitetin den Ueberschriften „d ie achte" mit Neginot; ein Beweis der Identität. — König Chiskjia vervollkommnete dieses Instrument seines Ahnherrn mehr, daher Jes. 38, 2V das Jod als Suffixum: vittUM „und auf meinem Neginot wollen wir im Tempel spielen". Habakuk, der es von dem Prinzen Jesaja, dem Propheten — der es von den Königen geerbt — wohl her hatte, verbesserte es noch mehr, daher Habak. 3, 19: „Dem Vorspieler auf mei- 37