Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 36 (3.9.1845)
- Date
- 1845-09-03
- Page
- Spalte 565-566 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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566 Studien. Samuel Balerro, von Ink. — Kol-Nidre. 565 muel ha-Chasid 1>, Kolonyinos ist, Der Schlußvers des ersten Tages fängt mit einem der des zweiten mit einem des dritten mit einem ft, des fünften mit i, des sechsten mit einem 2, und des siebenten mit einen ■» an, welche Buchstaben den Zahlenwerth von haben, iwos? hat also nicht blos im ersten und letzten Satz des iin'iT IW seinen Namen durch gegeben , sondern auch den einzelnen Lheilen den Stempel des Verfassers aufgedrückt, und zwar auf solche Weise, daß der Stempel nur in ihrer Verbindung hervortritt, und dadurch Verfälschung verhütet wird. — Es hat sich die Nachricht erhalten / ni22n IW sti von dem Sohn des Samuel ha- CHasid, nämlich von Zehuda ha-Chasid. Wenn das wahr ist, so müßte auch das Stück für den vierten Lag von ihm sein, da die Gleichheit der Sprache, der Form und der Idee nicht zu verkennen ist. Der Anfang on v^tt'DDDN würde sehr gut passen, wenn das Vorhergehende vom Vater ist, und jetzt der Sohn anfängt. Doch da wir einmal die Manier des Vaters im Wringen seines Namens kennen, so laßt uns sehen, ob es vielleicht der Sohn auch so gemacht. — Der erste Vers des Schir Ha-Iichud zum vierten Tag namlich: PMN , '2N V&N DOm ■ hat den Zahlenwerth von: pa.Ni ptn.^NlDP 212 minv oder: pftw pin 013 K11.1'; der Schlußsatz: ft'ftci INK npi btf D’yl aber ist gleich: '212 >111,1' OMlK^p '212 (OWOI^p ist verdorben aus Klsovvfiog s. Zunz Analekten), und die Schreibart oift'oiK^p wie wir sie hier bei -pon mtl' antreffen, ist die richtige). — 'HW KJ 217' aber in dem Schlußsatz "des 1D2H IW har den Aahlenwerth von: tHMft&y m p ,111,1'> ^abei ist die Abbreviatur 'irr—w p—' in den drei Wörtern nj MW unmöglich zu verkennen. Punktiren wir nun die Buchstaben, wie wir es bei den d\3ü"3 thun, so muß die Sache Jedem in's Auge fallen: 'jTTW Ki 217\ Uebrigens giebt -p^y MW KJ 2iy den Namen ^ftpn '21'2 imb -p^ 'di mw kJ 2iy den Zahlenwerth prn ipin omh? '212 jprn ^kiew '212 mini -Ott }DK ^QNl. Schir Ha-Ka bo b handelt von der Einheit und Unveränderlichkeit Gottes, welche Begriffe bekanntlich im iril'ftn. Dty liegen. Es ist mir übrigens nicht unwahrscheinlich, daß ursprünglich der Titel iron IW (122H ohne ) geschrieben) gewesen, i:d den Zahlenwerth von ni,1' hat, und dann die Bedeutung des Titels mit 1M'M IW zusammenfallm würde. Alsdann hatte aber auch 122 den Zahlenwerth von ^rii.i', so daß also auch im Titel, wie beim rpl, der Name des Verfassers läge. Auf den gleichen Zahlenwerth, von nil' und ^11,11 mag auch der Sänger in den Worten: i^>jj v-^DI '^7 DKD anspielem Uebrigens scheint 11221 IW nur ein Lheil aus vielen andern Gesängen des Verfassers zu sein, was aus dem Satze: KJ 'iw Jiftn nw deutlich hervorgeht. — Samuel Dalerio. Ueber diesen Schriftsteller giebt De Rossi blos das, was der Titel seiner zwei Kommentare aussagt. Ich will, versuchen, den Artikel Valerie in De Nossi's Wörterbuch zu ergänzen. Samuel Valerio *), ein sehr berühmter Arzt*), lebte als kräftiger Mann 3) im Winter des Jahres 1579 auf der . Insel Korfu *), wo er seinen Kommentar zum Buche Ester vollendete^). In demselben verra'th der Verfasser eine große Belesenheit in dem Talmud und dessen Kommentatoren, den jüdischen und christlichen exegetischen Werken, den philosophischen Schriften der Juden und Araber, der klassischen Literatur und den medicinischen Schriftwerken. Seine Exegese ist im Style Maimuni's. Im Winter des Jahres 1580 lebte er in traurigen Verhältnissen auf der Halbinsel Morea, nahe bei Patras?), wo er seinen zweiten Kommentar zum Buche Daniel in gleichem Geiste vollendete. Sechs Jahre darauf, als der Verfasser noch am Leben war^), ließ Abraham Sacchi beide Kommentare auf seine Kosten bei Juan de Gara in Venedig drucken. In der Vorrede seines Kommentars zu Daniel erwähnt der Verfasser einen herrschenden Gebrauch, das Buch Daniel vom 9. Ab bis zum Sukkotfeste zu lesend?Ink. Nachtrag zu meiner Erklärung des Kol-Nidre. Ein geehrter Rabbiner hat mir mitgetheilt, daß einige Fromm gläubige mit meiner Erklärung über' die Entstehung des Kol-Nidre nicht ganz mit mir einverstanden sind, und meine Ansicht über die Wichtigkeit dieses Gebets nicht theilen; dieses veranläßt mich zu folgenden erläuternden Nachträgen. Ich muß vorausschicken, daß ich innerhalb eines Zeitraumes von zwei und dreißig Jahren, m welchen ich meine Forschungen religiösen Dingen zugewendet haben, stets der Wahrheit treu geblieben und nie durch Scheingründe mich leiten ließ. Daher ist mir nie eingefallen, im Gefühle meiner schwachen und nicht ausreichenden Kräfte, gleichwohl eine Sache 1} INH'bw oder i^i^n. 2) owDlin i'2K wird er im Epigraph genannt- 3) 'ft' 'an2 'Jty' 'n DK* Kommentar zu Est. 102. 4) und 5) ^b HNM n^Jöh 11N'2 nft^WD MMI ♦iDiip N' .12 b"Wi nw nn unnb rmy 'i dt hk'2 Das n im Perat zeigt die Taufende an. 1b. 6) v>n non , iukii jum ssiii '&b ra 'nia7 Kti '12172. Kommentar zu Daniel, 111. 7) 1222 rilonan in nd inft’wn -nn'ni IHK DT ’ -DT 'an D1DD 1'^ 1)DD ,1L?'11>K^KN Dibiv “]bi23 nVn nw mw -tsnn^ D'i^i. lb- 8) Der Buchdrucker fügt dessen Namen die Formel .yxji bei. 9j iy DND-'BB iniN Hlip^ »ITH 1ÖDH HD 7^12 niDDH ull. Vorrede des Kommentars zu Daniel, 2 K 36*