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Der Orient · 1845-08-27 · Heft 35 (27.8.1845) · p. Seite 276

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Journal
Der Orient
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 35 (27.8.1845)
Date
1845-08-27
Page
Seite 276 (sequence 7)
Language
German
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276 ich Ihre glückliche Rückkunft (gefttnd und wohlbehalten) gcivartigc/ ^etc^aict rtc^tunc|öüo^lC L. Sch äffe r, Vertreter der Jsraelitengem. und Aktuar. In Eile der Post wegen." 7 ■ B. ■ ■ ' Zeug niß. ,,Wir Vertceter der Jsraelitengemeinde der Königl. Freistadt Eperies bezeugen zur Steuer der Wahrheit, daß Herr S. M. Schillerapprolnrter und befähigter Rabbine seit zwei Jahren an unserm Gemeindetem p c 1 als Prediger fnngirt und sich während dieser Zeit seinemStande gemäß nicht nur moralisch betragen, sondern auch unsere Jugend aus eigenen: Antrieb aLsReligionslehrer Unterricht ertheitte und dieselbe konfirmirte. ErhatauS dem Texte der heiligen Schrift Predigten abgehalten, wo sein schönes Talent g e rech t e Anerkennung nicht nur bei u n ser e r Gemeinde, sondern auch bei den häufig anwesenden vornehmsten christlichen Zuhörern An klang und Beifall fand und wir haben es daher in Erfahrung gebracht, daß nur durch solche würdige Männer die Ehre, und der Glanz der verkannten, wahren jüdischen Religion hergestellt und die Vorurtheite, die dunkeln Ansichten unserer Widersacher beseitigt und erhellt werden können. — Urkund dessen wir Gegenwärtiges mit unserer Unterschrift und unserem Gemeindeinstegel bekräftigen. Sig. Eperies, am 8. August 1846. (!" S.) Ungarisch: (Eperjesi Isräelila \ Rözseg Petsetje. / Deutsch: (DerEperiescr Jsraelitengem. Siegel. / Leo Schaffer, Vertreter der Eperieser Jsraelitengem. und Aktuar. L e o I a'n o v i tz, Vertreter." Herr Stein kann daher aus Obigem ersehen, daß der „glaubwürdige, im Amte stehende^ Mann" ein Schurke, ein Verleumder ist, und dieses ihm bewiesen zu haben genügt mir. Das Leid, das er mir zugefügt hat, verzeiheich ihm gerne; was er aber an Israel und der Wahrheit verbrochen — mag ihm Gott vergeben! Sie werden, Herr Rabb. Stein, nun ein anderes Mal wissen, wieviel Glauben Sie Werläumdern.schenken dürfen. — Aber für ein Anderes muß ich Sie Angesichts Gottes und Israels und der zweiten Rabbinerversammlung, deren Präsident Sie zu sein gewesen die Ehre haben, zur Rechenschaft ziehen, aus ein Anderes antworten Sie mir: Warum haben Sie mich, nachdem Sie den Paß von meiner Ortsbe'hörde unterzeichnet gesehen, wodurch Sie sicher jedes Zweifels überhoben wurden, ausgeschlossen? Böse Leute sagen: „Weil man meine Richtung als die konservative Ihnen bezeichnet!" ich mag es nicht glauben; ich bin vielmehr der Meinung, daß wirklich ein Mann im Amte über mich Nachtheiliges geschrieben habe; aber wie dursten Sie einen ebenfalls im Amte stehenden Mann, der durch seinen Negi'erungs- und Comitatspaß Hinlänglich legltimirt war, ausschließen? Es ist, wenn Sie auf die Motive tiefer eingehen, allenfalls eine entehrende Alternative! —- Sie der Mann, der doch so sehr — und ich glaube es gerne, daß unschuldiger Weise — angeschwärzt ward, hätten doch fühlen sollen was cs heißt, den Händen herzloser Ehrenschänder übergeben worden zu sein! Und wie konnten Sie die Ehre eines Mannes brandmarken, der die Beschwerden einer Reise von beinahe 400 Meilen Weges nicht achtete, um Israels Wiederaufbau befördern zu helfen, der sein mühsam Erspartes auf den Altar der heiligen Religion freudig und willig niedcrlegte — sagen Sie, wie konnten Sie die Ehre eines solchen Mannes brandmarken?! Verträgt sich dies mit der Würde. eines Geistlichen, eines Lehrers in Israel, der da betet: „Den: Reich o Gott! komme zu uns"? Soll dies das Gottesreich sein: entzweien statt r inig en, Wunden schlägen, statt geschlagene heilen? — Ich weiß es, mein Herr Stein, diese Worte werden in Ihr Herz dringen und werden Ihnen das Ungerechte Ihres Verfahrens gegen mich vor Angen stellen und Sie werden sich eingestehen: „Und wäre S chiller wirklich alles dies, was man über ihn geschrieben , gläubig ist er und mit Israels heiliger Lehre meint er es aufrichtig und wir haben in ihm einen Mann ausgeschlossen, der für die väterliche Religion erglüht ist!" und eingedenk des Spruches unserer Men 'D) Dm&os “"Win werden Sie als frommer Jsraelite zu Gott um Vergebungflehen und Er wird Ihnen das Unrecht, daß Sie an mir begangen vergeben, so wie Ihnen von ganzem Herzen vergiebtIhr Sie in Gott liebender Amtsbruder S. M. Schiller, approb. Rabbiner; Prediger am israelit. Tempel zu Eperies und Prioatdocent ans dem Evangel. Collegio daselbst. :c. Hildesheim, im Aug. (Verspätet.) Ich .erlaube mir Ihnen das Dank-Schreiben unserer Gemeinde an unseren aus unserer Mitte scheidenden Landrabbiner mitzutheilen. Es lautet: (Worte des Dankes und der Liebe gewidmet dem hoch würdigen Hrn. L a n d r a b b i n e r B o d e n h e i m c r .zu Hilde s h e i m, v on der isr ae litis ch en G emeind e da selb st.) Hochzuverehrender Herr! Ein ehrenvoller Ruf von Seiten einer achtenswerthen und würdigen Gemeinde führt Sie aus unserer Mitte. Mit Wehmuth sehen wir Sie aus unserer Gemeinde scheiden, der Sie'die schönsten Zeugnisse einer stillen und segensreichen Wirksamkeit Hintersassen: Religiosität nmd Frieden. Es folgt Ihnen die Liebe und Achtung einer Gemeinde; genehmigen Sie auch das Wort des Dankes, das wir Ihnen hier öffentlich anszusprechen uns nicht versagen können. Durchdrungen von dem aufrichtigsten Gefühle des Dankes und

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