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Der Orient · 1845-08-20 · 34 (20.8.1845) · p. Spalte 539-540

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
34 (20.8.1845)
Date
1845-08-20
Page
Spalte 539-540 (sequence 6)
Language
German
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539 Studien. Der Reformer Schureit. 549 so ist auch dem Metrum gchetftu, denn - /das ) in nnDD^ kann uns weiter, keine Schwierigkeiten machen, da ein unbefangener Blick auf die fragliche Stelle zeigt, - ~ " l - - i~ o - - daß rnns6i nnsp1? mi$ r» lesen ist. — Man ersieht hieraus, von.welcher Wichtigkeit das Studium der hebräischen Metrik nicht nur für daS Verständnis; der betreffenden Dichtungen, sonderu'^auch für die Literaturgeschichte ist. Es> ist daher zu bedauern, daß H. Sachs sich nicht die Mühe genommen, die in dem bezeichneten Anhänge mitgetheilten hebr. Gedichte zu vokalisircn und ihre etwaigen Metra anzugeben; cs hätte dies nicht nur das Interesse für daS Buch bedeutend erhöhet, sondern auch auf Uebersetzung und Anmerkungen wohlthätig eigewirkt. — In Bezug auf die S. 321 sich findende Anmerkung haben wir zu erinnern, daß übersehen worden, was Dukes im LB. des Or. 1844, Col. 439 mittheilt, daß nämlich in einem nprin mw'N TID sich ein Gedicht von OinNP finde. Werfen wir nun einen Blick.auf die erste der oben mitgetheilten Strophen, und erwägen besonders das Munnn‘inn, — so wird es Uns wahrscheinliche daß beide Gedichte identisch sein. Es wäre demnach wünschenSwerth, daß Hr. Dukes über das fragliche Gedicht nähere Mittheilung mache. — ' llebrigens hoffen wir, auf die in Rede stehende Schrift noch einmal zurückzukommen und sie dann ausführlicher zu besprechen. — Dr. Kä mp f. * Der Reformer mstf, Der Reformer Scherrit, x) über den ein Mehres zu finden, der. Recensent meiner Schrift: Woher? und Wohin? (in der vor. Nummer) wünscht, ist wohl derselbe mit \y>p2), Anmerkungen vom Werk, des Literaturberichtes. 1) Dieser Reformer heißt weder Scherrit noch Scharrt, wie fälschlich im Literaturberichte gestanden, sondern Dn&y wird Joj^Cv.b. h. Schureit oder Scherest' gelesen, wie auch ^np nur Koreisch, -pD&V der erste Münzpräger der Araber (ein Jsraelite), S o m e i r, pjn, Hon ein, gelesen wird. Der Kamüs bemerkt ausdrücklich, daß Schureit ein mänlicher Eigenname u. nur nach dieserForm auszusprechen sei. 2) Aus der vorigen Anm. wird nun klar, daß, wenn wir annehmen, daß die Personen identisch sind, der Name Schureit allein nur richtig sein kann, ftmd eine sinnlose Korruption sein müsse. In der Lhat ist ein Wort, das je weder eknX. upeU. noch ein X.piopr. sein kann. Uebrigens hat N at r o n a i Gaon (in Scha'are Jedek S. 24, Nr. 40, citirt von Dukes, in seinen Beiträgen S. 26) schon den Namen richtig, wie auch die ganze Angabe über diesen dort so viel aussagt, als Mose Lrarii von Amram Gaon citirr, so einem Pftudommesfias, j dessen Anhänger (nach dem Berichte Amram's, des Gaon, bei Mose Tram RGA. I, Nr. 19) die Gesetze über niönb," pi W nnTO vernachlässigten und dieser ist wahrscheinlich identisch mit dem Bedaß man sogar versucht wird, ihm wie in dem unrichtigen auch in Amram ein Fehler zuzumuthen und anstatt § Amram richtiger Natronai zu lesen. Ä 3) Ich weiß nicht, wie Hr. C. dazukommt, Schureit, | einen Pseudomesflas (ein von christlichen Skribenten nach falscher Auffassung des Wortes Meschiach geborgter Ausdruck) | zu nennen, da er nie ipty rvTO in den jüdischen Berichten genannt wird. Es wäre auch in der That höchst wunderlich, i wenn von den Anhängern des Schureit weiter nichts gesagt wird, als (Scha'are Zedek l. o.) r^Dfl p^bnD pa 1" dito d:” pdto D^w'nDnün nx dwi d:\vi | 'ü V'in ppnarmna psriD pw w aiö üv2 rDNto pwijn, den Schureit deshalb für einen Messias zu halten, oder diese Reformen für einen Messianismus, wie man durch das Christenthum diesen auffaßt, auszugeben! Wenn Schureit zur Einführung dieser Reformen ein Messias genannt werden soll, so müßte die R.-V. wirklich aus lauter Messt'assen bestehen. Nun wird mir Hr. C. zwar einwenden, daß Natronai doch ausdrücklich sagt, daß Schureit ausdrücklich fTTO bei" hauptet, aber aus derselben Stelle wird er zugleich ersehen, - daß Natronai über diesen Ausdruck nicht im Entferntesten;? entrüstet war, daß er dem Schureit nicht vorwirft, sei er ein -ip&y ITTO, weil er die Juden nicht erlöset, sondern daß vielmehr von einer Erlösung der Juden oder einer Führung derselben nach Palästina gar nicht die Rede ist, und er nur 1 über seine Aufhebung rabbinischer Satzungen entrüstet ist. Er -i hält ihn auch nur für einen nyDD, der die Menschen verleij tet hat, und die Reformen nennt er Ketzerei, so wie die l Orthodoxen heute noch die Beschlüsse der R.-D. nennen würden. \ Daß man übrigens von dem allgemeinen recipirten Begriffdes \ rpTO abgehen muß, lehrt übrigens auch der Umstand, daß auch andere Reformer oder Sektirer in den geonäischen Jahrhunderten ihren Beruf, von der Norm der Synagoge abzuweichen, I durch die Formel rrTO einleiteten. Der bekannte Abu 'Jsa ('»D^ b 23. oder 'Ob ad ja Jsfaha ni, von dem f es hei ppD □mlD “HD, d. h. der eigene Gebetbücher f gemacht, wie etwa die Kommissionen der R.-V., die von | den recipirten in der Synagoge abwichen, bezeichnet seinen | Beruf ebenfals durch rpTOH N1H \JN, und es wäre lächer- | lich, hier an einen Erlöser zu denken. Denn das Reduciren | der di^dd auf sieben, nach der Weift der DipHSJ, kann doch | wahrlich mit dem Messianismus nichts zu thun haben. Ueberjj dies wäre es auch auffallend, daß man n^TO sogar zum No- | men proprium machte, was gewiß nicht geschehen wäre, wenn f damit jener Begriff der Erlösung verbunden gewesen wäre, und j doch kann es nur nach diesem Begriffe'sein, wenn, ich Schu- J reit oder Abu 'Jsa rc. Pseudomefsiasse nennen will. Ich glaube, j daß man damals darunter weiter nichts als „Berufener" ' I I

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