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Der Orient · 1845-08-20 · 34 (20.8.1845) · p. Spalte 537-538

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
34 (20.8.1845)
Date
1845-08-20
Page
Spalte 537-538 (sequence 5)
Language
German
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538 537 Studien» Der Hymnendichter Joab. daß Geseinus auch dies b)- als „auf" entgehen will, steuetm wir uns sehr bei Ewald dieses bestätigt zu sehen. Dieses veranlag uns, die beiden Ehr. und Esra und Nehem. mit AufrnerksamkeiL durchzugehen. Beim Lesen des 15. Kap. des ersten Buchs der Ehr. lag uns der Name Perez-Usa vom .13. Kap. zu nahe, um nicht, beim Nach zählen der 14 Misch - nim darauf zu kommen, daß Mut-la-Ben ein ähnlicher Name sei. Ungemein freuete es uns nun auch im Kimchi eine Stütze hierzu gefunden zu haben. — Seinen Kommentar zu den Psalmen besitzen wir nicht. Wahrscheinlich wiederholt er da dasselbe, ohne auf Namen eines Levitenkorps gekommen zu sein, denn sonst wäre diese Idee wohl mehr verbreitet gewesen — Gesenius aber, der jinTT by schon „ über die Iedutunäer" hat, ging, wie es scheint, erwähntes 13. Kap. im 1 Chr. nicht mit solcher Aufmerksamkeit durch, wahrscheinlich weil die Parallelstelle 2 Sam. Kap. 6 alles ausführlich schon hat. So führt er unter wy nur letzte Stelle an, nicht 1 Chr. 13, welches gegen seine Gewohnheit ist, da doch hier 5 Mal Ufa mit n vorkommt. Auch hat er wohl nicht Kimchi zu 1 Chr. 15 gesehen, sonst hätte er wohl seine Meinung unter p Nr. 12 angeführt und daselbst von p^> Ps. 9, 1 Erwähnung gethan. Bei seiner herkulischen Arbeit, kann eine kleine Unaufmerksamkeit wohl entschuldigt werden. So hat er unter rpnä (//für rpnD Mann Jehova's, von dem ungebr. nD oder HD Mann, w. m. n. vrgl. dl pr. masculinum. 1 Ehr. 4, 18." , In der 1 Chr. 4, 18 steht aber: -j-q “HD V)ph IfcW n)DD also Nr. pr. feminin um — Wir bedauern ihm jetzt nicht Dank zollen zu können für seine Erklärung des Ausdrucks , „bei Harfenspiel", welche uns zur erwähnten Forschung mit veranlaßte, und für sein „über die Iedutunäer" welches uns auf die Idee brachte I Chr. 15 zu lesen. (Fortsetzung folgt.) Literarische Analekte». Ueber den hebräischen Hymnen-Dichter Joab. '9' «fl-111 Anhänge der Sachs'schm Schrift „bic rcligivsc Poesie der Juden in Spanien" S. 44 wird ein Gedicht aus dem nur) ’nsar mitgcthcilt, unter der Ucbcrschrist Iee?. S. 320 wird in Bezug auf diese» Dichter gesagt,, daß seine ganze Existenz buchstäblich, wenn nicht au einem Faden, so doch au einem Striche hänge. Denn das Akrostich des im Ritus von Tripoli (S. 20 a.) sich befindenden Originals zuj dem hier erwähnten Gedicht giebt (nur dann) „Joab", „wenn vorder zweiten Strophe das so leicht von ungenauen Abschrcibern wcggelassene und für den Sinn glcichgiltige (i) hmzugefügt wird". >— , Sehen wir uns die ersten zwei Strophen näher an: •nnwN-^:n D-ounnrnrhn * (* nnin vn vrptr dv or •. niNDnm nyfir ninn rrnn ntoj? bub 3)D ^>nn Ti.VSD ' nf?D"b UDTiN DD3Dn niüft ' nNDrp fpDyn -y ns pNO * HNitra by D^nnb d’D rs i1? L" ikw b« nw nfou by pfO)' iuw njh d.1 * j-;, : : nnnn^t nnacfo nNtsft hnidu Das Metrum dieses Gedichtes giebt steh als dag arabische kund, dessen Basis durch die sechsmalige Wiederholung des Fußes gebildet wird; nur daß hier die letzten Füße aller Hemistiche, des Reimes wegen, in abgekürzt sind"). Demzilfolge ist es klar, daß gewaltig gegen das bezeiehnete Metrum verstoßt, während *112 demselben vollkommen entspricht. Und doch ist das fragliche kopulative 7 nicht gleichgiltig für dm Sinn, iw steht nämlich parallel dem ^b in der ersten Strophe, dessen b senile — um in der ^Sprache unserer Grammatiker zu sprechen — iDy TiNi iDäy mra ist. Die betreffende Stelle ist sonach aufzufassen: , 'di noy ym bxb 'di Mttnna Din 'di hddd ibw nsij 'di D^unro Din Belege für diese Konstruktion finden sich im Bibel- Text in Masse; führen wir beispielsweise die Stelle Genes. 49, 25 au, wo dasselbe Verhältniß hinsichtlich des D sen\ stattfindet. Daselbst heißt es: DL/ DNl (''IDI ^\d), was cmfzufassm ist: NL' Wie aber 'Di unzulässig sein würde, so auch 'Di nEDftl 17 2 'Dl Das Waw in 1727 wäre mm gerettet und mit ihm zugleich auch die Existenz des wackern Joab. — Aber das Metrum? das Metrum? — Sachte, auch, ihm soll Recht werden. Sehen wir uns die betreffenden Stellen noch einmal an, so scheint uns doch das fragliche 1127 von seinem parallelen zu weit entfernt, als daß wir entnehmen könnten, der Dichter habe seinen Lesern znmuthen wollen, das betreffende b fo lange tut Sinne zu behalten; vielmehr will es uns da.bedünken, der Dichter wäre vernünftig genug gewesen, das Verständnis seiner Dichtmlg seinen Lesern zu erleichtern und — 1^.7 zu schreiben. Auf der andern Seite aber können wir gar nicht begreifen, was das in der That für den Sinn ganz gleichgiltige relative .1 in noDDri soll; wir werfen es daher mit gu- - a-u tem - Gewissen über Bord. Lesen wir aber DEDD 1^-7 1) Conf. Ezech. 21, 19 und zwar nach Abulwalid, daß MIM^NIID; vergl. auch Ionath. Z-^QI.— 2) Siehe K äm p f, die ersten M a k a m e n a u s d e m Lachkemoni oder Divan d e s Ch a r i si re. B e r l in, 1845. Duncker. — S. 22 und 36 ff. — 3) Conf. Kimchii üb. rad. sub rad. p. In Bezug auf das 2 siehe Exod. 6, 3. —

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