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Der Orient · 1845-08-20 · 34 (20.8.1845) · p. Spalte 533-534

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
34 (20.8.1845)
Date
1845-08-20
Page
Spalte 533-534 (sequence 3)
Language
German
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533 Studien. Forschungen über die Überschriften der Psalmen, von Rue. lungcn: nbilp , niDD , fTOE) roW5). Hätte Kimchi jene vierzehn Namen nachzeza'hlt, wäre er. ohne Zweifel auf unsere, wie uns . dünkt glückliche, Entdeckung gekommen und hätte nicht nöthig gehabt 1^2 Psi 9, 1, gezwungen, auf den Tod eines unbenannten Subjekts zu beziehen. Er bezieht dies Wort nämlich auf den Tod des, daß der neunte Psalm nämlich in Hinsicht des Sieges über Goljat verfaßt und p der Musikus sei, der ihn singen solle. — Daß es heißt, ist ja natürlich, denn der Verstorbene hieß ja p und nicht p oder .p, .tote es nach einem Schwa heißen muß. — Diese Ueberschrift, nämlich Pf. 9, 1. so wie die Ps. 6, 1 und Ps. 12, 1 zeigen, daß selbst diejenigen, welche dem Leben der Sprache am nächsten standen, nicht mehr wußten, was in. den Zeiten Davids vorging. So z. B. das Targum, das die Wörter nach und hx für musikalische Instrumente genommen. Ist., dies ja der Fall selbst bei dem spätern Verfasser der Chronik! So sagt Gesenius mit Recht — a. a. O. unter fiWin:'// . ♦ ♦ Dieser Sprachgebrauch" — nämlich daß unter große Schiffe, welche zu Larschischfahrten gebraucht wurden, zu verstehen sei; nicht aber, daß sie immer nach Tarschisch gingen: unsre Benennung: Ostindienfahrer, Grönlandsfahrer — „war indessen wahrscheinlich schon dem Verfasser, der Chronik unbekannt, der an den letztern beiden Stellen" — von den Schiffen, die nach Ofir gehen 1 Kön. 22, 49. 10, 22, vgl. 9, 28. — „Anstoß nahm, und sie so deutet, als ob Salomo nach Tarsis geschifft sei. S. 2 Chr. 9, 21. 20, 36. 37 und vergleiche dazu Bredov a. a. O. Seite 293—95 und meine Geschichte der hebr. Sprache und Schrift 42." — S. auch „Sprachliche Abhandlungen zur Theologie von M. G. M. Redslob. Leipzig bei L. Fort 1840". pag. 51 Anmerkung „**"). — Jene drei Ueberschriften und die der Psalmen. 62 und 77 und endlich die des achten Psalms nTUln -eigen schon ohne die folgenden zur Genüge, daß alle Wörter in den Psalmenaufschriften nach by und Namen der Musikchöre sind. — So wie nun der Chor, welcher in ru wohnte, mit nvun bezeichnet wurde, so Ps. 6,1 : , die Abtheilung, welche im i'hii wohnte. — Der Name }^n steht für ]bm von ^n*, ähnlich nrrp von irr» Mond; so steht 1.1 für z wy für von WWy6), — Ferner Ps. 53, 1 und 88, 1 der Musikkorps, welcher in nhlHD — bekanntlich Ellipse für ihiiv —> wohnte. M. s. Gesenius a. a. O. unter tox. — Zwar waren ^hii und i^iiQ keine Levitenstätde; die Leviten bewohnten aber Flecken und Gehöfte, von denen die Namen Aicht Vorkommen. Der gl. 9tzh. 12, 29: Li^> ua Dnsn D^cyrp roHD Vergl. auch 1 Chr. 9, 22 bis 25: DOTm omana.' Auch wohnten sie zerstreut „von Zehuda bis Binjamin" Neh. 11, 36. — Ein Korps bekam 5) M. s. Gesenius a. a. O. unter nJ3. 6) Kimchi zu 1 Chr. 4, 24: „Bei den meisten Nomina pr. von Menschen und Städten, kommt es dem Hebräer nicht auf ein oder zwei Buchstaben an" rc. — 534 den Ehrennamen: die — aufblühenden — Rosen: Ps. 45, 1 und 69, 1. Ein anderes: die Rose km Diadem: nny Ps. 10, 1. Vergl. den N. pr. p^ 1 Chr. 2, 31. 34. S. Ilm - Esra zu Ps. 60, 1: iny ' ° nrryn .nw nun nx np — Dieses Korps pw hieß abgekürzt auch inx, vergl. D’WD füt DW1 ^3X3 und wurde wahrscheinlich einst zu klein und den nWW einverleibt, daher hieß dies Korps nny MBWrSw Psi 80, 1, den Schuschanim wird Edut beigegeben. So heißt es ähnlicherweise 1 Chr. 23, 11: pip nan xi? nyna) wiyv nnx 3X n-a^. Dasselbe dürste mit dem Korps flfrru vorgegangen sein, so daß es später hieß: i^himi btt (mbD) Ps. 5, 1 und das hinzugelegte Korps wurde — — elliptisch — weggelassen. — Wegen des Wortes ^x wurde by in beiden letzten Aufschriften weggelassen, da wegen der Verschiedenheit dieser Vokale der Kehlbuchstaben sehr schwer auszusprechen war. Dahingegen wäre nn&n bs by, da sie beide Patach haben, leicht auszusprechen. Diese Bemerkung machen wir wegen der oberwähnten Kritik, daß es, als Melodie eines Liedes: nn^n hx by hatte heißen müssen. Hatten vie zwei Korps: Machalat und Nechilot ihre Ehrennamen von „singen" (M. s. Ges. a. a. O. unter ihi^ — daß ihr Spiel nämlich dem singen gleich komme. Vergl. |PJI1 , Dwaan 1 Chr. 25, 1 wovon weiter unten —- so könnten es diese beiden Korps gewesen sein, so daß es (nbnD) hieß. — Nechilot kommt nur ein Mal vor, und Machalat zweimal — demnach ist es nicht nöthig das hx in den Ueberschriften für by 5" nehmen. — Ein Korps bekam den Ehrennamen: inttfn, rfcix Ps. 22, 1 wegen seines lieblichen Spiels. Nach Gesenius: die Sonne. Vielleicht auch die Stärke d. h. der starke Glanz der Morgenröthe. Vergl. den Nr. pr. fna „so viel als: mnH" Jos. 13, 19. — i>x von ^x Stärke. Davon viell. der Name der Stadt ^h'x. Diese war eine Levitenstadt und dürfte, wenn dieses Korps da wohnte, auch Veranlassung zu dem Namen, mit einem Doppelsinn, gegeben haben. — Eine Abtheilung, welche rauschende Musik machte, bekam den Ehrennamen D'pim Qhx nav> Pf. 56, 1. Die sehr starke der Fernstehenden, d. h. Leute, die in der Ferne stehen, hören sie auch. Das Wort rur» zeigt Kraft an, vom Zeitwort: ebenso a^X von hx mit angehängtem a, wie in: aaox, an, D^D, cwbti/, D^X, und zwei gleichbedeutende Benennungen zusammen, soll, wie dies öfters der Fall ist, den Ausdruck verstärken. Sogar haben wir einen Namen ganz doppelt: bb& HD und n L7N. — Uebrigens möge nun die Veranlassung zu einem Namen, oder Titel oder die Etymologie der Namen der Musi'kchoce sein, welche sie wolle, so. viel erhellt ganz einfach aus den Ueberschriften, daß es Namen dieser Korps sind, denn nach den Wörtern: „dem Vorsteher über" muß ja die Korporation kommen, über welche er Vorsteher war. Dasselbe ist der Fall an jener Stelle 1 Chr. 15, 21 najb nWH : er füll über die achte das Vorspreleramt übernehmen, folglich ist „die 34 *

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