Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 34 (20.8.1845)
- Date
- 1845-08-20
- Page
- Spalte 531-532 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/8555529-9897698-9897736--4154-3531541- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
532 581 Studien. Forschungen über die Ueberschristen der Psalmen, von Ree. Forschungen über die Ueberschristen der Psalmen UNd Erkärung des Wortes- Seiah und einigen poetischen Wortformen. Von Hartwig Philipp $Eee, inAarhus. (Fortsetzung.) Bekanntlich bedeutet das Partieipium wie es auch Gesenius unter har, einen Vorsteher, einen Aufsichthaber. Beim Bau treibt er, als der geübtere Vorarbeiter, die Andern an. Bei einem Musikkorps ist er der Vorspieler, der zugleich Direktor über sein Korps ist. Als Mitarbeiter heißen die o^n^D in 1 Chr. 15, 18, gegen die Meister Asaf, Heman und Etan, oder als D'nyity. Dasselbe Verhältniß findet bei dem Bau stattz deswegen gab es deren so viele, 2 Chr. 2, 17. Wir erlauben uns die Etymologen darauf aufmerksam zu machen, daß in derselbe Sinn liegt: antreiben. Ob nun ersteres transponirt von letzteremabstammen sollte, wie etwa n^y—^Dyzzzagy? Die Zeit v o r und vor, ewig, heißt ebenfalls r&J. Dem Gegner vor ankommen r nL). Der erste Saft aus den Trauben nsi Die Stirne vorne niJD. Beinschiene, vorne nn^D. M. s. Gesen. a. a. O. unter Wie schon erwähnt, ist es. sehr natürlich, daß bei verschiedenen Gelegenheiten, verschiedene Namen, für die sich allmälig bildenden Korps, entstanden sind. Auch bei Umziehung von einer Stadt zur andern mußten die ersten Namen sich verändern, so wie bei Auszeichnungen in der Kunst, bei Sterbefa'llen. — Biegen dieser Abänderungen kommen die Namen dieser Korps historisch selten vor. — So haben wir ein Korps, welches den Namen des berühmten Iedutun führte. Dies zeigt uns Ps. 62, 1 und 77,, 1. Denn die Worte beweisen, daß pnrp der Name des Korps dieses Menazeachs ist. Ps. 39, 1 jinrp1? zeigt hingegen an, daß er der Verfasser diess Psalms ist. Wir nehmen nämlich an, daß die Verfasser damals sich nicht selbst als Verfasser gezeichnet haben, sondern die Menazchun oder Andere thaten dieses. Daher wird in den Aufschriften immer in dritter Person von dem Verfasser gesprochen. So auch in der Aufschrift zum Hochliede. So in Ies. 38, 9 vom König Chiskija. Daher der Umstand, daß oft zwei Verfasser notirt sind. Es war entweder Meinungsverschiedenheit der Menazchim, oder, daß einer den Verfasser notirte, ohne zu bemerken, -daß schon ein andrer Verfasser gezeichnet war, oder der Sammler fand auf einem Exemplar eines Liedes diesen Verfasser notirt, auf einem andern desselben Liedes einen andren, und schrieb in seiner Sammlung beide an4). So wie bei dem Sterbefall eines My bie @tatte den Nam-en siy pD bekam 1 Chr. 13, 11. — Vergl. 2 Sam. 18, 18. 'D&y IVin "PHM — so hat wahrscheinlich das Korps, über welches Iedutun einmal Menazeach war, bei seinem Tode seinen Namen bekommen, da es pnrp by heißt. So fand man wahrscheinlich nach David und nach Salomo mehrere Gedichte und Psalmen und sammelte sie und notirte jene als Verfasser. Ein anderer Sammler ließ, dieses zu notiren, weg, deswegen giebt es mehrere Psalmen ohne Verfasser. Warum sollte David sich auch als Verfasser brüsten? Die Musici thaten dieses, um Maaßregeln für die Begleitung danach'zu nehmen. — So wie nun ein Korps den Namen Iedutun führte, so haben wir noch eins, welches den Namen seines Vorstehers führte. Es ist der, 1 Chr. 15, 18 nach genannte p. Kimchi zu dieser Stelle sagt Namens seines Vaters, daß dieser p identisch sei mit p Ps. 9, 1, und es heiße daher p^, obgleich vor einem N. pr. der bestimmte Artikel nicht kommen darf, weil pb die Bedeutung: dem Sohne hat, und man würde dann nicht wissen, daß jener Mann darunter verstanden werden solle. Nun ist zu bemerken, welches Kimchi nicht bemerkte, (m. s. weiter unter?, daß dieser p bei der Speeisicirung der 14 Mischnim, Vers 20, fehlt. Ganz zuletzt, Vers 21, kam ^ryny in seiner Stelle. Dieser Umstand und daß Asasjahu, als Stellvertreter und deswegen zuletzt genannt wird, erscheint, zeigt unverkennbar, daß p nach dem Ansagen krank geworden und gestorben ist. Ganz analog mit dem S Sterbefall jenes my bei ähnlicher Angelegenheit, nämlich j beim ersten Zuge mit der heiligen Lade, nannte man | sein Korps p^ nift, — dieses beweist sich wiederummit d§n I Worten 8y Pst 9, 1. —' Bekanntlich wird b öfters jj als Zeichen des Genetivs gebraucht ny für uy. M. s. | Gesenius a. a. O. b Nr. 4. — Der Umstand, daß dieftr p, | wahrscheinlich einer der besten Künstler, da er gleich nach 1 dem ersten angeführt ist, später nicht wieder vorkommt, weltj ches nicht der Fall ist bei den andern hier genannten Mischf mm, von denen mehrere später als höher Gestellte Vorkommen, f und daß man Unfälle durch Namengeben an Personen oder. § Sachen unvergeßlich machen wollte, z. B. py-j , nyn:3, I 1 Chr. 7, 23, — vergl. auch p-pD 3 M. 10, 3 — | bestätigt besonders diese Auffassung des „Mut la-Ben" als | Name eines Korps. So glauben wir auch, daß der Sinn J im 1 Chr. 27, 4: -juJn ni^pDI irp^riDl ist: «Und seine ß Abtheilung wär, d. h. hieß: Miklot — der Fürst". Ebenso jl im folgenden Vers: „und seine Abtheilung hies Amisabod — 1 der Sohn — des berühmten Benajahu. — Daß 1 Korporationen Namen hatten zeigt: ^e), TTD. Ja, wie | bei üns, hatten beisammen stehende Sterne damals schon "Na- Z men: wy. Gewöhnlich haben dergleichen Namen Fe- 1 minalformen; auch umgekehrt, Einzelnhciten nach Versamm- | 4) So sagt Kimchi, daß Esrcr, wenn er verschiedene Meinungen in den Quellen vorsand, beide hinschrjcb.