Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 33 (13.8.1845)
- Date
- 1845-08-13
- Page
- Spalte 525-526 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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525 Studien. Buchstabenmystik im Anfänge des Sohar. 528 wenn ein Lied mit den Wörtern nrwn hü angefangen hätte — die Meinung des Ibn Esra bei allen jenen Wörtern, so auch Gesenis unter nn&y — hätte es ja nwh ta by — „nach Al taschchet^ — heißen müssen. Wir finden auch nirgends, daß die Hebräer bestimmte Melodien zu einem Liede hatten. jWie sollten endlich Pst 57 und 58 und 59 nach einer undZderselben Melodie gesungen werden tonnen, da die Länge der Verse oderHemistiche so verschiedenartig sind? Auch hätte cs wohl NNL/N djhj by , nwn by. geheißen. Es kommt nicht einmal eine Benennung für Melodie in der Schrift vor. Daß wi-r bestimmte Melodien haben und ech jetzt heißt: ta.v kann hier nicht in Betracht kommen. Sie sangen Zweifelsohne oder deklamirten jedes Hemistich singend nach dessen Inhalte und nach dem Gefühle des Sängers, daher das Wort ED Vortrag, und spielten zwischen, phantasirten auf dem Instrumente, um die ausgesprochenen Worte zu heben oder ihnen Nachdruck zu geben; alles nach dem Gehör. 1 Daher das Wort; denn das Zwischenspiel schneidet den Text durch. Es war ähnlich unsern Recitativen.— Ausführlich hierüber weiter unten. — An bestimmte Melodien ist, bei den alten Hebräern, nicht zu denken. Merkwürdig ist es, wie jener Ausdruck by Pst 92, 4 uns bisher verleiten konnte, die Wörter nach by und ta in den Aufschriften als Instrumente zu nehmen und uns gegen die Regel der Sprache, daß „auf einem Instrument spielen" nicht mitby konstruirt wird, zu versündigen; und am Ende würde jedes Wort, dessen Bedeutung man nicht wüßte, als unbekannte musikalische Instrumente genommen, wenn auch nicht by davor steht. Ja, W. Heiden heim (Machasor, Schebuot, Haftara) sagt: pvj&y wette ein $ es kanntes musikalisches Instrument (yn' ->^1 'ta). Noch merkwürdiger ist es, daß man jenes mPDOT by nnm zusammenlas und' by eine neue Bedeutung gab: achtseitig, niDby by n'ba in der Chronik nach Alamot; Ps. 46, 1: „auf Alamot" und dachte nicht an die einfache Bedeutung des by über, wo doch n^DD davor steht, und dachte weder an Dptao noch an nnin, während ein ganzes Kapitel 1 Ehr. 25 von 24 Musikabtheilungen spricht. — ^Fortsetzung folgt.) Vorläufiger Bericht über mein Studium der Münchner hebräischen Handschriften. Von M. H. Landauer. (Aus dem Nachlasse mitgcchcist.) Vorläufiger Bericht über meine Entdeckung in Ansehung des Sohar. (Fortsetzung.) Daraus lernen wir, daß wir bei den Schriften, in welchen er sich nicht nennt, Acht geben müssen, ob er in dm ersten Worten nicht auf versteckte Weise genannt ist. Glücklicher Weise brauchen wir nun beim Sohar nicht lang zu suchen. Der Sohar fangt an: Emu total WH hat die Anfangsbuchstaben von: Vn tarn p. tarn; und NDtan Nmmn hat aufö Haar hin den Zahlcnwcrth 'DDDD MOydKUDK DmDK.' WH kann auch 'Nnr» p pyoiy 'DD machen, aber Nnucnin total zahlt 1 mehr, als h'b 'Klv p ])yow oi. Der Name MDy ta OK.ift nämlich, wie man sieht, arabisch. Im Arabischen wird aber ta A 6 n l ausgesprochen. DaS Elif des Artikels bekommt nämlich das Waßla (s), und wird zum vorhergehenden Vokal gezogcn. Schreibt man nun das Wort mit hebräischen Buchstaben, so kann man entweder btt dn nach den B uch st a b e n, oder tON nach der 51 n s sp r a ch e des Arabischen schreiben, und das N des Artikels ta kann also auch gezählt werden oder nicht. Bei NnttDlin total hat er es geflissentlich gezählt, damit man diese Worte nicht auf b'l p pyDttf *01 an wenden konnte. E. Den Vers: ypiil 1HD nw D'tatfiram versteht Abu'l'asia vor: der Zeit, in welcher D'^.l nyi' und die min nno bekannt werden. Nun wird nicht blos die Einleitung imb der' Titel des Sohar von diesem Vers genommen, sondern in eben dieser Einleitung kommen die speeiellen Gedanken Abu'l'asia's über diesen Vers auf das Ueberraschendste wieder vor. Ich muß daher die Ausdrücke Abu'l'asia's hersetzen. Nachdem er vorher davon gesprochen, daß dieser Vers ans jene Zeit geht, sagt er: fttan 'Din M D'*wyrn -m T« dddh din iD> tb Dvv dmp D'ta^oni idn ^ta ptt IMP tib DM , IMP pN dOL" Nb DM , b'DW lyi D^iy1? ü'HDD Dp) ti visn rprp. Nun lesen wir in der Einleitung des Sohar unter Anderen:: D^ta^D.l bi bs ntcw ddk' nun ddd ni nidd: 'd nMP N’tanoN^ wyb pta pim Nb mmp *b w mmp 'o ]P1DN Mnm. Also hier wie dort in die Anspielung auf die ArntM; hier nuc dort bie Gedankenform : wenn das nicht ist, wie kann das sein? Bei Abu'l'afia ist das Bekanntwerden der mn *nno das Mittel zur Erlösung, und bei Simon ben Jochai ist es das Studium des Sohar. Einmal heißt es im Sohar in Bezug auf dieses Studium: DDNipi .i\p:di 7d pto mi, und ein andertnal: -wn nr\2W) rwjDi . p Dirn innD^D ta b/'w innnK ta. Abu'l'afia lehrt seine nmD als n^D, und die 2npn dHi] sagen,, die Geheimnisse des 'KM' p pyosy p werden erst zur Zeit des Messias zu Tage kommen.