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Der Orient · 1845-08-13 · Heft 33 (13.8.1845) · p. Seite 262

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Journal
Der Orient
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 33 (13.8.1845)
Date
1845-08-13
Page
Seite 262 (sequence 11)
Language
German
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j/iöttf dn, wegen der Stelle 'n r)N rnm, und von NM, weil die alte biblische Vorschrift von NM für uns keine Geltung mehr habe. — Die Bibel enthalte das Wort Gottes, aber nicht die ganze Bibel sei Gottes Wort. — Stimmt für Beibehaltung von Np auf hebräisch, weil das nicht Verstandene als etwas Mystisches besonders anrege; auch müßte man sonst die nmn *nDO au§ den Synagogen entfernen, welches ein Schrei des Entsetzens erregen würde. Ueber die Mischung des Hebräischen - mit dem überwiegenden Deutschen äußerte er, der Herr-Gott müsse sich mit der Redueirung begnügen (Vorn Präsid. zurechtgewiesen). .Jotowiez: Dem Reinen ist altes rein; es muß alles gesagt werden. Und wenn das Volk sich mit der Wahrheit im göttlichen Wort nicht vertraut machen kann, daun ist es du Beweis mehr, daß es nicht göttlich ist. Hofsmann will NQx gestrichen haben, weil solches nicht in der-'min stehe, auch O’nftn rpTin, weil dieser Begriff nicht im Jndenthum wurzele. ' Heß stimmt dafür, daß nicht zerstückelt würde; so sollte auch L/p garrz beibehatten werden. PH i t i pp so n wünscht ein organisches Element nicht ein zerstückelndes. Von 'TO bis nach /^ssottte alles beibchalten werden. — Die Versammlung müsse für Alle sorgen. H oldheim: Anscheinend sei auf beiden Seiten eine Inkonsequenz; es ist aber dem nicht so; es ist nur eine Nachgiebigkeit gegen die ä l t e rn M i tg liebe r. Wir wollerr ein Band knüpfen für Alle, in den Punkten, welche die wichtigsten sind; die drei ersten und letzten Benediktionen müssen hebräisch sein, damit wir dm Alten nicht - das Gotteshaus verschließen, minn nxnp. imtß hebräisch sein, wir entfernen sonst die heilige Schrift ans der Schule. Die Vorlesung der Perikopen soll sich über die ganze Bibel erstrecken, und zwar in deutscher Sprache, wegen der Frauen. S. Adler: Wir wollen das Alte nicht zerstieberl, bis ein Neues festeres dasteht. Er fände in dem Kommissions-Bericht kein Prineip, wünsche zu wissen,, warum mau das D“D mit seinen Responsen, wie einen Posaunen-Schall mitten hinein werfe. Der Geist der Akkomodation könne nicht maßgebend sein. Die ganze rmn rten müsse unverändert bleiben. Wünscht überhaupt Aufklärung, welches Zeitalter die Kommission im Auge gehabt. Findet nur Willkür Ln dem Komm.- Bericht. Der Talmud berichtet von keinem Gebetstücke vor dem Tempel. Fragt warum man nicht dieMischna zur Norm genommen habe. Hält die Versammlung nicht für berechtigt, Beschlüsse gegen den Talmud zu fassen. Salomo n (äußert sich gegen Herzfeld, daß man hier zum Verstände, aber nicht zum Gemnthe sprechen müsse). — ,,Wir sind nicht berufeil oder haben uns nicht berufen, eine Liturgie für Ungarn , Galizien oder Polen zu entwerfen, wo der liebe Herr Gott noch seine Camera oliscura hat, noch für die ntfityä.’ und D^TDIT, die jeden Tag von jntf bis beten; wir ftnb nur da für Diejenigen, die wieder auf's Neue gewonnen werden müssen , für Menschen, die nicht mechanisch ihre Lippen bewegen, ohne dabei zu denken, zu fühlen". Auch der Talmud sei nicht für das viele Beten; man könne nur eine Stunde andächtig sein, Salomen!sagt D'ayD “pri nvp p Der Talmud habe für den Reisenden das kurze Gebet verfaßt, wir seien alle jvn. Ursprünglich sei alles abgekürzt worden, was sich im Laufe der Zeit ungeheuer ausgedehnt habe. So wären die 613 Ge- und Verbote auf 3 redneirt ^worden, welche sich später äuf 13602 belaufen. ,,Wir wollen im Gebete keine tausend Ellen lange Länge. Moses betete nur kurz r\b NI N£n bx". — Es dürfe kein Wort im Gebete Vorkommen, das nicht verstanden wird. Wagner will nicht mit Benediktionen haben. Die Gemeinde soll Alles in deutscher Sprache beten, der Vorsänger nur in hebräischer Spr. vortragen. Die 18 Benediktioneu soll nur der Vorbeter recitiren. ' DaS Vorlesen aus der Tora hebr. und für jeden Abschnitt eine deutsche Paraphrase. Herxh eim er will von bis nach alles hebräisch. Cahn: Obgleich er ein Ideal wünsche, so dürfe man doch um den Gottesdienst rein zu bekommen keine Sprünge machen. Wir müssen Rücksicht nehmen auf die Landgemeinden. Wir verlangen von ihnen und sie von uns.— Er stimmt für eine attmälige Umgestaltung, da er die sanguinische Hoffnung nicht habe, daß Alle kommen werden. Will keinen verwirrten Gottesdienst; erst das Deutsche, dann das Hebräische. Das Vorleser: aus der Tom vorderhand hebräisch. ~; F ornrstechcr bemerkt,,er habe 14Gemeinden, aber nicht eine einzige, in der er den nach dem Komm.-Bericht zu regelnden Gottesdienst einführen könne. Man dürfe keinen Gewissenszwang üben, dürfe keine Gemeinde zwingen. Er halte dafür, daß alle Worte in die Lust gesprochen waren und bedauert der: schönen Vormittag, den man damit zugebracht habe. Präfid. entgegnet: Die R.-V. stelle nur eine Norm auf, die den Gemeinden zum Vorbild dienen könnte; es stehe übrigens jeder Gemeinde frei, seinen Gottesdienst nach ihrem Standpunkt zu ordnen. Holdheim will nur eine moralische Verbindung gelten lassen, wie es die Statuten sagen. Geiger hält die Debatte nur für einen guten Rath; dankt der Kommission für ihre Arbeit, drückt aber den Wunsch aus, daß so bald eine Gemeinde geben würde, wo Alles in deutscher Sprache gebetet werden könne; wo wir in der Landessprache unser Inneres aussprecheu können, wird er der Kommission seinen Gehorsam kündigen. — Der Kommissionsbericht wird angenommen.

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