Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 30 (23.7.1845)
- Date
- 1845-07-23
- Page
- Spalte 473-474 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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473 474 Studien. Abu'l'afia's Ansichten. emigkeit vermeiden wollen, und haben dadurch eine Zehneinigkeit bekommen. Dabei gehe es ihnen wie dm Christen mit ihrer Dreieinigkeites seien Drei, und doch nur Einer. Das.sei wohl gesagt, aber nicht verstanden (— er sür sich verwahrt sich gegen eine Art Pluralität. Wer den DDtDr mtD flubirt, wisse, daß man diese Dinge wie die. Dt£M M«tn blos von unserer Seite, also subjektiv zu verstehen habe. Dasselbe sagt der Sohar ss. meine Schr. Wesen u. F. d. Pentat. S. 89 und 90]* Anderswo Hai aber Abu'L'afia wieder ganz die christliche Dreieinigkeit: dm*?« , nt1?« p.ttub ampn nn), In einem Gedicht, das sich Eod. 285 zwischen dem iDttfMD« und dem Brief findet, macht er sich groß, daß er die 10 Sefirot verlassen, und dafür drei gesetzt. Seine Worte sind: nno«D mb nuBfb nnDt ,!?j*n nra «oo Dp nwy ipD üb) no.it , pi itdw idt «*?t .nntnon nn»« inno«1?, nmv bm ruyo nau« Und hier mehrere Stellen über die Dreieinigkeit aus seinen Schriften: , -pi p Dtü üTM D''y p um tnjnt bu l»i , in« in« - in« iidd , itnrn whm dd «t,it m , i»w nynM dmd»i n« n ninn^ rftjpn nnj/iy n*?r«:i iD. Hier sagt er also, btt habe den Zahlcnwerth von in« IN« IN«, weil Gott durch Offenbarung des mbm ItD IMMt die Todten ins Leben ruft. An eineur andern Orte sagt er, IN« 1N«Nt 11«,1, oder IN« IN« IN« 01 habenden Zahlenwcrch von ^>DN. An einem andern Ort lesen wir: NNW INI» aw -pan* )b w d « p int^MD dm; IM’ MN «MN mbwri) .vbwo d".i MM IN« »sy.by muw HDD -fr nbm ntt ppiyn nt wpw i«i p« : inio in« dsj; by om» in oro^t »1^60 um Dm »np p m- »nn ntrp m»n pi , mn« i&y« n'n« NQDNN ^IN rtttMID %b -^0 1)0,1 NN , tmp ßfllp /'O tn^n «m um NDDN *o , npnt wD.1t Ferner: nhü ww D d« D tinn üb ono^ hnnnt mmi D^n wniö* «mt, (zählt 72) nb«? .'D NaDNt NMNN by Ferner: whm nn’ by Dnnbn w'irpn nw mbw ito tntt Dntäfaw npnt niDnnt no^nn idid itmn wbw bjn , rrn ^nt ntnt nm nm ptn ito toi pt , in« im mni» nn« m: uri nwDj.i mbw nny» iw« uü um , «n ii n«t odh / «n ii n«r um , nitrat .'d «n ii n«t Ferner: «tnt nt«M,i n^«i «tn iniM Vdt^on ni«nt!*o ntM2D.i ntont rnw)Süb ysuü Was den sechsten Punkt betrifft, daß nämlich alle Ge- und Verbote auf «D« und «w« oder ans die Buchstaben ntiT bezogen werden, so finden lvir wieder das in Theorie bei Abfft'afia, was hier praktisch auSgeführt ist. Im it« ist ein eigerrer Paragraph dafür, welcher lehret, daß inint«D D^n njm Zweck aller Ge- und Verbote sei, und in den nitn nno auf DOpJ nno sagt er, daß das Geheimniß aller Gesetzte in «D« und «Q«, oder,> wie er sich dort ausdrückt, in Dl und 11 (man muß seine Terminologie verstehen, in Dl hat den Zahlcnwerth von w«t ’D« oder von ntnt Di«) liege. Was. den siebenten Punkt, die Vergöttlichung der Zeugungsglieder und des Zengnngsaktes, so wie die frivolen Späße über diesen Gegenstand betrifft, so finden wir bei Abu'llafi'a würdige Parallelen. Der Ergltß des Saameus bei dem Menschen ist ihm ein Exkrement der tut Menschen wohnenden Gottheit. Er hat gezählt und gesunden, daß jnt nDDttf den Zahlenwerth von JDDDD 0*03,1 M und den Zahlenwerth von NL7 ^« (wenn man diese Buchstaben voll 1w«6dd — schreibt) hat. Was endlich achtens den sehr charakteristischen Haß gegen Mischna und Talmud betrifft, so haben wir an Wu'l'afla gerade wieder den rechten Mann. Man muß lesen, mit welchem Stolz er sich und seine Kabbala den Talmudisteu und dem Talmud gegenüber stellt! Schon in seiner Schrift v>n, die er früh, wenigstens vor dem Jahre 5040 schrieb, :rnd in der er noch ein ganz ruhiger, philosophischer Kabbalist ist, giebt sich in einer großen Stelle sein Haß gegen Talmud und die Kommentare de§ Talmuds kund; später macht sich dieserHaß in beißenden Schimpfreden Lust. In seinem nitn ’IHD, da§ er zu Eapua 5040 schrieb, sagt er: Gott habe dem Mose die Tora arls zweifache Weise gegeben: 1) nach dem natürlichen Wortverstand, und mit der Tradition, die der Talmud enthält; 2) nach dem geheimen Sinne der Gesetze und Geschichten. Beide Arten sür zwei verschiedene Arten von Menschen: die erste Art für D^DD — Narren, die andere für üblW — Vernünftige. Den Narren nämlich gab er den gemeinen Wortverstand mit dem Talmud; für diese reicht das hin, wie Mitchbrei für kleine Kinder. Sie könnerr nicht mehr verdauen. Den Bernnnstigen aber gab er eine Speise, die für sie paßt wie guter Wein für alte Leute. Heben wir an dieser Stelle nicht genug? Können sie denen des Sohar nicht würdig an der Seite stehen? Das sind nun die acht Punkte, in welchen sich der Sohar im Allgemeinen eharaktcrisirt. Was dann das Einzelne' betrifft, z. B. daß im Sohar ntm sür bm Vater, DM*?« für die Mutter, D*W sür das Männliche, pl« sür das Weibliche genommen wird, daß DUD« der Vater oder die rechte Seite, pm die Mutter oder die linke Seite, und Dpp der Sohn oder der N'^D ist, alles das hat Abn^afia, und oft mit Beweisen, genau wieder. Er beweist z. B., daß das Männliche sei wie mnv und p« das Weibliche wie DM1?«, denn,