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Der Orient · 1845-07-23 · Heft 30 (23.7.1845) · p. Seite 235

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Journal
Der Orient
Volume
6 (1845)
Issue
Heft 30 (23.7.1845)
Date
1845-07-23
Page
Seite 235 (sequence 5)
Language
German
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sprvcheucu Absichten fortzufahren Und kei nesfnlls von dem einmal Erkannten und als wahr-Ausgesprochenen auch nur: ein- Iota fallen zu lassen. — Auch hinsichtlich der unfers- Erachtens unumg an glich' nAlsigeu G e'ffen-Llach keat'^wird' das' liberalere Prineip die Dber^- hand erhalten undhaben nnt eine dd§fallstge-halbosstelelle Erklärung' in einem. öffentlichen Blattemit vieler Befriedigung gelesen. Der Zutritt zu den Sitzungen' soll nunmehr:, wie die Erklärung: sagt- Jedermaun offen stehen^- Allen, momentanen- Anzeichen^ nach ' v er spricht rmn die Rabbi t t er Versammlung weit Mehr (?), als Mausich seither von ihr versprochen. Mögendie Rabbiner den , von ihnen angeregten bessern- Erwartungen entsprechen rmd' wir' werdenunsmitallen-- Wohlmeinenden beelleuihr deshalb unsern Glückwunsch' und unsre anerkeuirende Huldigung darzllbriugen» Mögen En t sch i c d e nhe i i im Auftreten^ pwn n ei p i e l l e G ed i c g e u che i t irr: Th'eseu und' Debatten: und — was vor Allem noth' Lh'ui Energie in der ^tuSnbung die.Versammlung'charM terisiren, und mögen ihre Mitglieder sekundären Ranges und Ansehens nicht blos-die berühmten Namen ihrer Koryphäen prahlend zur Schau tragen, sondern denselben auch bei den vorliegenden praktischen Fragen den gebührenden Einfluß aus die zu erzielenden BrMüsst gestatten.. Die' heutige' Jndenheit ist dem Gängelbaude allzusehr entwachsen,- alsdaß' eS getingen könnte, sie au einem solchen' zu leiten- oderhinzuhatten;' werihren Dank erwerben' will, derlasse-ab vondem eitlen und thörichten Versuche, siedurch Lockspeisen zu kirren oder durch blos schönbliukeude , - hohle Phrasen- §u tälcschen-. SapientibuS'sat. ' (O.P.A.ZH Frarrkfurt 15. Zuti. Unser Rabbiner Stein istder' argusäugige Wächter derrabbimschen Würde den Laien gegenüber. Diese Arguswuthhat dieser Tage: ein eklatantes Beispiel zu Tage« gefordert, das-wahrhaft empörend ist: Der Prediger in Eperies- Hr. Dr. Schiller, hat eine Reist von mehr denn hundert Meilen unternommen, um der R:-V. beiznwoh!- nen und thätig darantheiluehmeu zu könnend Herr Stein, dev ein eminentes Talent gut geheimen Polizei hat, findet die Leg:Liu:atiot:..des Hm-.- Prediger- Schiller nicht in Ordmlng und schließt ihn vonder thätigen Lheiümhme' aus-. Dieses-., geheüu-potizeitiche Verfahren erregt um desto größeren Unwillen, wenn man erwägt, daß Hr. Schiller der einzige österreichische Prediger ist-/ der einemühsame Reist-unternahm, - umdamr-zrvnächff auf Ungarn wohlthäiig wirken zu können. . Der inkaruirte Egoismus sitzt auf dem Präsidentenstuht'e, der wie ein Potizeikommissär verfährt und die Versammlungder- Heiligen voll einem ungarischen- Prediger ja nicht infieiren lassen will. — Ich überlasst es der Unparteilichkeit der geehrten Redaktion, diesen Worten die Spalten ihres Blattes zu'öffnen.. Mvtofch'irkl, - inl' Juli. Wenn-'es auch-nicht gelellguet werden kanndaß-sich in der hiesigen G'eweinde Usch ein: zweiter Beerdigungsverein gebildet hat, so müsstlr doch die üblen Folgen- und verderblichen Eülffüsst auf die- Gesammtheit derselben , die Ihr Korrespondent in' Nr. 20' Ihres geschätzten Blattes von'diesem Iahte, aus der- Gestaltung desselben als faktisch herausdemo.ustrirt, bestritten werden. Man ist hier nicht so empfänglich' und empfindsaln, lveun man sich' gar beeinträchtigt wähnt, -nicht so cholerisch und reizbar , um gleich in Harnisch zu gerathen- oder um durch das'Krähen eines Hahnes so leichthin aufzuschrecken; eher wäre der' Vorwurf' einer unverzeihlichen - Gleichgiltigkeit bezeichnender und-: an stnier rech Mn Stelle- und'dürste dieser' Borwurf der Gleichgiltigkeitden besagter' Korrespondent dem Berste her - in seiner' Jsotirtheit macht , lvohl füglicher denjenigen gemacht werden, die die Gemeinde repräfenLiren; denrr - diese nur spiegeln ein - treues Bild der Gemeinde ab', da-sie nach dem individuelle!: Begriffe-, den u:an hier von der äußern Verwaltung im Allgemeinen hat , ein Alles.' int' Allen: zu still wähnen. Was vermagdas Individuumder- Vorsteher, besäße er nochso viele Eücrgie und sich bewußte-Amtskrast, was vermag er gegen angemaßte: Rechte und Vornrtheile? Würde er sich rricht, wollte er-der Strömung entgegen streben, ganz vergebens abmühen, ohne am Endezun: Ziele zu gelangen?' Wer sich iu einen ungleichen-Kampf wagt , der riskirt, seine Kräfte umsonst zu verschwenden' lind auszureiben; der Einsichtsvolle: spart sie fürbessere, nicht' fernlicgcnbe Zeiten auf. Es ist: wohl wahr, daß unser schönes Bethaus schon feit längerer Zeit , mit Ausschlußeiniger Verzierungen an der: Wänden, die in einigen Tagen angebracht' werden könnten,-ganz: fertig dasteht; esistwahr, daß'" es bisher' vergebens-: der Einweihungharrtefrmn man aber: die Schuldder- Verzögerung stem Vorsteher allein zirr Last legen? Basirt sie liicht vielmehr: irrder Nachlässigkeit des größer!: Theites der Repräsentanten, wenigstens'in'der'Lauheit, mit welcher sie, oder'richtiger ihr Vorsteher, diese für die Gemeinde so wichtige Angelegenheit behandeln? Haben sie-etwa schon einen gittigen, normgebenden Beschluß, wegen des Ordncns der Synagogelistellen: und weger: des Eigenthumsrechtsderselbengefaßt,.- wo-'' es nicht hieße: »pd )p wo nicht: eir: späterer'Beschluss die 'frühem wieder' aufföste? Undgeschieht ' dies nicht reindeswegen, uur von der einen Seite--'- sich' nicht: um': seil: - Eigellthumsrecht zu bringen', und von -der andern Seite wieder, um keine Zugeständuisst hierin > > —- weil man den finanziellen Zustand' der Gclneiude, durch: das Älbsprecherr verjährter Rechte zu verbessern glaubt , —- zu machen? Wie und aus welche Weist sollteder Vorsteher, bei solchen Extremen, vermitteln--wollen? —Es ist wahr, daß cs: ganz an der: Zeit wäre, - einen Rabbineu für die hiesige Gemeinde zu Wählern,: ferner, dass: das Reprästutanten- Kollegiuntaumaßlicher Weist," für -den Rabbiner Tiktin zu Breslau sich Sv*

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