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Der Orient · 1845-07-16 · 29 (16.7.1845) · p. Spalte 459-460

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
29 (16.7.1845)
Date
1845-07-16
Page
Spalte 459-460 (sequence 6)
Language
German
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459 Eine solche Stelle glaube ich aber in Deut. 26, 15 gefunden zu haben; sie lautet: ^p pypD n^pl^n im ’ höiNij-nNi;' vpoy-rn par;.dw. ^zniPP n^r pN riyatio t^no w rirm — Hier hat G o t t selb st uns ein Gebet zur Pflicht gemacht und damit zugleich ein Prototyp für das israelitische Gebet überhaupt gegeben3). Gehen wir darauf näher ein. Das Gebet beginnt: pn n^pc^n, womit das Durchdrungensein von der Wahrheit der nOTD nn^'H Gottes— die Grundlage aller Religion und Moral — auf's Klarste ausgesprochen ist; dann folgt pm, das auf ^3N 1DH geigt, denn darin besteht das Wesen der p niTO; ferner heißt es “pyTHXV wodurch an wo * *in Toyß erinnert wird — "pr^N ''tb djä. n’vu n;n dph Deut. 26, 9—5 das Gebet tautet wcitn; womit auf inst3. UM* geberet wird, wie dies noch deutlicher aus dem darauffolgenden ^.) hervorgeht, das ja ausdrücklich auf -^n zeigt) endlich deutet rra 7im irnnaA njntw -mn DHiP - an. Bedürfen wir eines herrlicyern Gebetes? Und haben nicht die Psalmisten im Sinne dieses Gebetes gesungen? und haben nicht die pn.in nDJD in diesem Sinne unsere Gebete abgefaßt? — Zn unserer — vielleicht bald erscheinenden — Schrift „Das Gebet v om bi blischen Standpunkt aus betrachtet^ geben wir hierüber ein Näheres. — D r. K a m p f. 4. Berichtigung«' Im Orient Nr.25 d. I. äußert ein Korresp. aus Prag, „daß selbst die Mi sch na nicht nur keine Erwähnung vom zweiten Lag (’ü'V) macht, sondern sich vielfach Nachweisen läßt, daß bei allen von ihr erlassenen Verordnungen immer nur von einem Lage die Rede sei." — Und doch ist .eine rißP Wft (Rösch ha-Schema fol. 30 b) nnDbl BHp Drrririwpjnu. Siehe hierzu Ra sch i. — Selbst aus der Mischna Id. fol. 22 d: „U'pt-],"r p-rsl' pN]P geht hervor, daß man schon damals zwei Lage feierte, da ja die Beter nicht überall hingehen konnten. Vgl. B eza fol. 4 d. — Und wo bleibt die Misch na Er tibi n fol. 39 a pf laynn NDP NT »TW nS? — Und ist denn die NTNI3 rb. b für nichts zu achten? da lesen wir ausdrücklich: p .qDIB UW "iDiN fD? P rpn pi nr-P — Die Sorge des Hrn. Korr, wegen?pn ist ohne fein Wissen längst gehoben, indem längst entschieden ist, das; ppn dp nur da in Betracht komme, wo durch die etwaige Vermehrung die betreffende Erfüllung an sich eine Abänderung erleidet, wie z. B. bei ppfD iWlD LwN oder maron Pta fPQ u. dgl. m.; wo dies aber nicht der Fall ist, wie . 3) Daß dies Gebet an Tt* geknüpft ist, thut nach unserer Wevorwortung nichts zur Sache. — 4) Schon das kopulative Waw in nNi spricht für unsere Auffassung. — 46V bei Vermehrung der Feiertage, da kann von gar nicht die Rede sein, da ja die von Gott selbst bestimmten Lage dadurch nicht schlechter gefeiert werden, daß ihnen noch ein anderer Feiertag folgt. — Dr. I. Kämpf. Kurze Anzeigen. 30) vnivip^ )2w im - p wnn D’nyn nm -oy nsra mw niTpro nrata dddnd mp} am npDn.T ptan nro npyinb nnn ran hnd nraBwi pp1?] p.m Pw pru^ ray pbnb Tiöpn n' by Ty Dtay nDDD (nJHwo’n-Dno) cm b'tnw roDKw 'poP'Sn DWb nta. Bei Schmid und Busch, 1845. Im Jahre 1832 erschien der letzte Jahrgang der sehr beliebten Jahresschrift Bikkureha-Jttim, und jeder Gelehrte und jeder Einsichtsvolle bedauerte, daß ein Hemmschuh in den Weg getreten, welcher die Fortsetzung derselben verhinderte. Mit innigem Misbehagen sah man ein Jahr nach dem andern in den Strom der Zeiten auf- und untergehen; und die Freundin, nach der er sich sehnte, die ihm theuer, an die er gewohnt war, kam nicht wieder. — Er stellte sich vor das rollende Rad der Zeit, und spähete, ob er sie nicht in dem eilenden Kreisläufe derselben erblickte, aber vergebens. Und doch stand er da hinausschauend in die Zukunft, voll der süßen Erinnerungen, denn er sprach: Sie müsse ja wieder kommen, die Freundin, sie hat ja versprochen wieder zu kommen. Belohnt für dies so lange Warten war ich heute, als mir die Buchhandlung das angezeigte Werk, die neue Folg-e der Bikkure ha- Jttim zuschickte, welches ich hiermit zur allgemeinen Kunde bringen will, damit sich mit mir freue, wer Lheil nimmt an unserer heiligen Sprache und'segensreichen Literatur, und nicht nur die oberflächliche Erzählung des Erscheinens in dieser Zeitschrift sei dir, mein Leser, ich lade dich vielmehr ein mit mir das Buch aufzuschlagen, und, zusammen wollen wir die Freuden des Wiedersehens genießen und uns laben an dem, was es uns nach so langer Entfernung,zum geistigen Genüsse bietet. Oie Mannigfaltigkeit der Aufsätze: unb der enge Raum einer Jahresschrift verhindern, daß wir uns ber der Beurtheilung nicht ins Weite auslaffen können, wie wir es gerne wollten, übrigens machten die gefeierten Mitarbeiter von selbst schon so Manches überflüssig, was man bei der Recension eines andern Buches beobachten müßte. — Wir überschlagen den trefflich geordneten Kalender , und beginnen mit der Vorrede des Herausgebers I. S. R e g gi o. In derselben muntert er , durchglüht von einem warmen Gefühle für die heilige Muttersprache, in einer eleganten Schreibart, wie wir sie von R. gewohnt sind, zur Erhaltung und Vervollkommnung unserer Sprache auf. Und es ist wahrlich an der Zeit, daß. Jeder so viel in seiner Kraft steht beitrage, daß das Heiligste, welches uns an die .^goldne Vergangenheit Kritiken. Bikkure ha-Jttim, neue Folge.

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