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Der Orient · 1845-07-16 · 29 (16.7.1845) · p. Spalte 453-454

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
29 (16.7.1845)
Date
1845-07-16
Page
Spalte 453-454 (sequence 3)
Language
German
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453 454 Studien. Ma-Gibbor-Gedet. — Upobalsanmm.- des M utheskeineswegs als Be kennt n i ein es'D o gnr a in dem Gebete seinen Platz erhielt. Grundund5pauptgedanke in diesem Gebete ist also die Erwartung und Abhängigkeit des Sieges'von Gott und mehr als Nebengedanke erscheint die Hoffnung der Auferstehung. Gehen wir das Gebet ein wenig analytisch durch; dasselbe beginnt: xtt'-nnNy'itnrb m? , nrw o'ro nno," ’Jin zhyyb, ' >st «iso zweimal die Abhängigkeit des Siezet von Gott und einmal die Auferstehung ausgedrückt. Nachdem nun in d'HD nTO Ö^n wiederum der Auferstehung als Akt der Gnade erwähnt ist, fahrt das Gebet in sspecieller Beziehung auf die Zustände bei einem Treffen fort und zwar: "piD in Bezug auf die Marodeurs, .in Bezug aus die in der Schlacht Verwundeten, D'HOtt TriD in Bezug auf die Ln der Schlacht Gefangenen, .-©y WW'h inJICN O'pDl in Bezug auf die in der Schlacht Gebliebenen. Der Schluß des Gebetes rpoD. iba , NllN 'Ql nna.l bin -j)Q3 ’D NP'L" n’Di’D) , ,1'NQI läuft ganz parallel mit dem Beginne desselben, indem hier wieder zweimal die Abhängigkeit des Sieges von Gott und nur einmal die Auferstehung erwähnt wird. Ist nun diese unsere Auffassung des Gebetes als eines Schlachtgebetes richtig, so ist nun die wahre Bedeutung der Ln. der Mischna Nosch ha-Schana vorkommenden Benennung klar, und wir müssen die dort gebrauchte Benennung nHD.V als die ursprüngliche, dem Entstehen und Inhalte des Gebetes entsprechende, annehmen und gelten lassen*), während die Benennung^DOT rpTin als eine spätere erscheint, wo man schon den wahren Ursprung und den echten.Sinn des Gebetes, vergessen hatte und dasselbe als ein Bekenntniß gebet'*) auffaßte, welche Auffassung den Schluß nntt tr*nö nrnnV hcrvorrief, nebst bem DY1D rTTO 'X2 nach dem Grundsätze -pm ncrwr nrrarfc rpODn n:ra — Nach dieser Auseinandersetzung können wir mit vieler Bestimmtheit die ursprüngliche Abfassung des Gebetes in die ersten Anfänge der malkabäischen Kriege, oder noch früher in die Zeiten des Wirrwarrs nach dem Tode Alexanders des jj *) Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß die Mischna in jf Rosch ha - Schana, wo die wörtliche Diskussion zwischen JKIPpyund p prm /m) also zwischen zwei der ältesten Tannarm angeführt ist, älter ist, als die mit der Loftsta gleichgj lautende Mischna in Berachot. ' % '*) Rach unserer Ansicht ist auch die Frage gelöst, welche lj R. Josef Karo in Bet Josef zu Lur Orach Chajim Z. 126 >jA im Namen des N. Jona vorträgt. Es wird nämlich gefragt, | uxtrum betv in DVlEfi TPTin rtrü W Irrende nicht ebenfalls so wie der in sich Irrende (Berachot 29 a) vom Vorbetplatze entfernt werde. Allein es waltet ein bedeutender Unterschied. Die D'JPOn nrro ursprünglich und absicht- § lich als B ekenntn ißgebet ein geführt worden, das Irren I ist daher Verdacht erregend, das nnx hingegen seht I wohl den Glauben an Auferstehung voraus, ist aber nicht | ursprünglich als Bekenntnißgebet betrachtet und cingeführt | worden. Desgleichen, läshsich auch vpn nJD sagen, 1 wo mehr ein Wunsch und eine Bitte als ein Bekenntniß aus- | gedrückt werden soll. — r ..." ' '' ' Großen — was auch dogmatisch nicht unwichtig wäre, indem durch das Gebet bewiesen wäre, daß der Glaube an Auferstehung schon sehr früh bei dem Volke heimisch war verlegen, verfaßt, wie die Tradition sagt, von der großen Synode wovon auch die gediegene Kürze und die künstliche Anlage des Gebetes.nach oben gegebener Analyse Zeugniß gibt. M. Dreifuß, R.-K. * V ... in. Opobaljsanuimi 2 seu Kalsamum de Mecca, g. de ^ilead. Zu den vorzüglichen Naturprodukten des gelobten Landes gehörte der Balsam, welcher in den biblischen Schriften unter dem Namen ipp vorkommt. Unter den Geschenken, welche im hohen Alrer die vornehmen Orientalen machten, und noch heutigen Tag'es gemacht werden, fehlt selten der Balsam. Als der tief betrübte Patriarch Jakob den erzürnten Statthalter Egyptens besänftigen wollte, schickte er ihm Balsam Honig, Weihrauch, Laudcmum, Pistazien und Mandeln-). Der verliebte. Antonius machte der herrsch-und habsüchtigen verbuhlten Kleopatra ein Geschenk mit dem Palmenwalde und Walsamhaine von Ierecho, welche Herodes von ihr um 200 Talente3), eine Summe von 270,000 Thalern ablöste. Die Stelle, wo in der mosaischen Schrift zuerst des Balsams Erwähnung geschieht, ist folgende: „Dann setzten sie sich zum Essen. Und sie erhoben ihre Augen, und schauten, und siche, eine Karawane Ismaeliten kam von Gilead her, und ihre Kameele trugen Weihrauch, Balsam (^L) und Laudcmum, hinziehend, um nach Mizrajim es zu bringen^). Gilead liegt auf der Ostseite des Jordans, und fiel bei der Theilung Palästina's unter die zwölf Stämme, dem Stamme Gad und dem halben Stamme Menasche zu. Vor Eroberung des Landes durch die Israeliten wohnten hier arabische Stämme, deren Karawanen die indischen Produkte bis nach Egppten führten. Diese Ureinwohner Gilead's sind wahrscheinlich die Ersten, gewesen, welche die Balsamstaude (Amjris Gileadensis) aus Indien brachten, und sie in Gilead anpflanzten; daher der aus ihr* "gewonnene Balsam in den biblischen Schriften unter dem Namen ns» vorkommt. Schon in grauer Vorzeit wurde der Balsam in ganz Asien, so wie noch gegenwärtig, als ein probates Mittel zur Heilung 'der Wunden angewendet. 1) Opobalsamum ist eine Zusammensetzung aus gtzos Suceus und Balsamuni, also Balsamfaft. 2) WJI HNI N1SN p-DN DiTON D~pN IDN'l 1-,L i2j)d nruo min? DDPzn pxn mein?np ONPV? ri'W2 neoj em £3J>D) Gen. 43,. tl. 3) lvlav. Jus. ■.-Bellum jud, iib. I. cap. YH1. 5. '• 4) ©enef. XXXVII, 25. 29*

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