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Der Orient · 1845-07-09 · 28 (9.7.1845) · p. Spalte 435-436

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
28 (9.7.1845)
Date
1845-07-09
Page
Spalte 435-436 (sequence 2)
Language
German
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485 Literatmberichte.- Ausgabe sogar das 18. Kap. des 4. Traktates aufgeommen 8), von R. Asarja de' Rosst ^), David Gans ^), von Asulai wird es gekannt und geschätzt; Scaliger und Petavius haben vieles aus ihm geschöpft; Morin nennt ihn einen ausgezeichneten Astronomen; Groddeck beschreibt die Handschrift ausführlich lx); ich selbst habe es in den chronologischen Tabellen, die ich vor mehreren Jahren herausgegeben, benutzt. Es ist sehr spät erst gedruckt worden und zwar hier in Berlin im Jahr 1777 durch Baruch Sk lower. Allein nicht nur, daß die Ausgabe an und für sich weder elegant noch richtig genug ist, hat der Herausgeber nach der willkürlichen Art der vergangenenJahrhunderte das Werk wie ihm beliebte abgekürzt und wenigstens ein Dritttheil des Manuskriptes ausgelassen. Bon einer Menge §§. grebt der Herausgeber selbst an, daß er sie übergangen; vieles andere hat er im Anszuge mitgetheiltz die' astronomischen Tabellen hat er nicht angefügt; selbst die Auswahl, die er angestellt, ist keine glückliche. Ich glaube12), baß der Werth des Buches so groß ist, um in unserer Zeit auf eine vollständige und korrekte Ausgabe Anspruch machen zu können; ,ba mir durch die Güte des Herrn Dr. Michael Sachs eine vollständige, wenn auch nicht gerade sehr alte Handschrift des Buches zu Gebote steht, so will ich das Werk, wichtig und ehrenvoll für jüdische Wissenschaft und Namen, mit diesen cherausgeben, falls es mir nicht an den Hilfsmitteln gebricht, die leider so sparsam fließen, und die Freunde der jüdischen Wissenschaft, die gleichwohl so manches Gute und Nützliche aber auch schon weniger Wichtige befördert haben, nicht gerade gegen.den Koryphäen der jüdischen Astronomie ungerecht und undankbar werden. Ich werde, weil ich selbst auf materielle Belohnung verzichte, auch durch den materiellen Preis das.gute Buch dem Publikum zugänglich zu machen versuchen, und fordere zur Subskription Jeden auf, der noch irgend wie ein Interesse fühlt für nationale Bestrebungnn im Gebiete der Wissenschaft und dieses höher als einige Thaler schätzt. Für das größere Publikum werde ich einige der interessantesten Theile deutsch übersetzen und das Ganze nicht höher 8) p. 153 b. 9) Im re bi na cap. 23. ed. Wien p. 150 a. etc. 10) Zetnach David ad 5070. ed. Fürth, p. 30 a. Der Verfasser soll nach der Nachricht Zacuto's 1312 gestorben sein (p. 133 a); eine Nachricht, die N. Gedalja den Iahja und Gans abschrieben. Da aber in einer Nachschrift das Jahr 1330 vorkommt, so hat schon 1823 Aunz (in der Zeitschrift 1. p. 130 und JBenj. of Tudela ed. Asherll. 260) seine Lebenszeit bis über 1330 hinausgerückt. Sollte Zacuto, der sicher das Buch genau kannte, diese Nachschrift nicht gelesen — oder nicht gehabt haben, und wie kam er überhaupt auf das Jahr 1312? Sollte die Nachschrift gar nicht vom Verfasser sein? * 11) Wolf 1. 664. l-;) Die historischen und literarischen Notizen, die ich hier benutzt, verdanke ich der Güte des Herrn Selig Cassel. Jesod Dlam. 436 als im Subskriptionspreis für 2 Thtr. verkaufen lassen. Das gedruckte Berliner Exemplar hat 93, die Handschrift ohne Tabellen und Vorrede 234 eng geschriebene Blätter. Berlin, im Siwan 5605. Bert Gold b erg. Hamburg km Juni. Die französischen Zeitungen kündigen als neuerschienenen an: De« juifs en France, de lern* etat moral et politique. Depuis les premiers jours de la monarchie jusqu’- ä nos jours, pär M. Theopiie Haller, avocat a la cour royale de Paris (Paris, bet Dentu 74 Fr.) — Von der Brockhaus'schen Ausgabe der sämmtlichen Werke Moses Mendelssohn's ist vor Kurzem der 7te u. 8te Band versendet worden. —- Ueber den zweiten großenMoses, Maimunides, zumal über dessen medicinische Arbeiten und ihre Literatur^ finden sich zwei', von Herrn Steinschneider verfaßte Artikel in den von Dr. Schmidt in Wien herausgegebenen „Oesterreichischen Blättern für Literatur u. Kunst," die wir bei dieser Gelegenheit namentlich Bibliographen, Bibliothekaren, Aerzten, Linguisten (zumal Slavisten), aber auch Orientalisten zu empfehlen nicht unterlassen wollen. Aus dem vorigen (ersten) Jahrgange wäre besonders an den schon früher erwähnten' Aufsatz des Dr. Wessely über die Bäder bei den alten Hebräern zu erinnern; im heurigen Jahrgange begegnen uns der obengedachte Steinschneider'sche Aufsatz, eine Recension von Schumacher über den (Buschschen) Wiener israel. Kalender auf 5605, Uebersichten über die in Konstantinopel gedruckten Werke von Joseph von Hammerrc. — Nachträglich setzen wir noch den Titel einer im Jahre 1843 in Halle erschienenen Dissertation hierher, die ein mit jenem Steinschneiderschen Aufsatze und mit einem Carmolyschen größeren (zuerst bruchstückweise in der Revue orientale veröffentlichten) Werke verwendetes Thema behandelt: Isid. Brueg, Quedlinburg. De medicis illustribus Judaeorum, qui inter Arabes vixerunt (30 p. 8.) Außerdem sind noch erschienen: 1) Enthalten die biblischen Schriften wirklich nicht die Lehren, welche ihnen häufig abgesprochen werden? Eiene Predigt, gehalten am 24 Mai 1845 v. Dr. Herzfeld, Braunschw. Landrabb. — Braunschweig, Meyer sen. 1845. 24 S. 8. (für Christen und Juden.) — 2) Die Stadt Ephrem im Neuen Testament (Nach dem Englischen) Ln Hamb. lit. u. krit. Bl. vom 25. Juni .(Der Name der Stadt Ephrem kommt auch im A. T. vor; er ist wohl derselbe mit Ephron u. Ophrah' und dem heutigen Taiyibeh.) — 3) Ueber die Kabbalah und Die Idee Gottes, von Prof. Sengler Ln Freiburg im Breisgau. (Bd. ,1. 1845. Heidelberg bei Mohr.) Kurze Anzeigen. 14) “PC^nn N13Ö (Einleitung zum Talmud). Von Hirsch Chajes, Kreisrabbiner in Zolkiew. 1845. 28 Bl. 4. (Fortsetzung.) Dielen in Talmud und seinen Interpreten unter dem

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