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Der Orient · 1845-07-09 · 28 (9.7.1845) · p. Spalte 433-434

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
28 (9.7.1845)
Date
1845-07-09
Page
Spalte 433-434 (sequence 1)
Language
German
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fitfraturblrttt des Omenls. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. L84S. den 9. Iulk Leipzig ~ *„It «iteratut-SBericfite. Berlin. Werl Goldberg. Hamburg. - Kritiken. Kurz e Anz-ig en. J' L 6~ Limui) Von H. Ck,°ies. Reiensirt von Dr. Jost. «Fortsetzung., - Apologetik im Iudenthum. Predigt des Herz selb Über Judenthum mii> Christenthum. - Färit's Bearbeitung der jüdischen Religionsphilosophen des Mittelalters. Besprochen von Ink. (Schluß.) Ankündigungen. •_ Literatur - Berichte. Bevlnr, 1. Iulk. Einladung zur Subskription a u f da s Buch Jesod Olam von I sa aL be n Josef Israeli. An allen Verdiensten, die sich die Araber um die Wissenschaften erworben haben, nahmen die Juden Antheil. Die Astronomie und mathematische Geographie wurde von den Arabern und auch von den unter ihnen lebenden Juden mit Fleiß und Erfolg bearbeitet. Erst von den Arabern und Juden ging sie auf das christliche Spanien über. Vor der Schlacht bei Zalakka (1086) soll Alphons der VI. von bösen Träumen geängstigt nach den Rabbinen der Juden geschickt haben, als solchen, die sich vorzüglich auf das Deuten und Auslegen der Traumbilder verstünden *)♦ Alphons der XI., dessen astronomische Tafeln auch den Arabern bekannt waren, hatte mit gelehrten Juden nicht minder Umgang als mit Christen und Muselmännern *). In Toledo bestand eine astronomische Akademie, an der auch zwölf Juden Theilnehmer gewesen sein sollen* * 3). Unter der Regierung des obengenannten Alphons XI. lebte R. Isaak ben Josef Israeli aus dem bekannten Geschlechte dieses Stammes, ein Mann, der durch seine große Kenntniß mathematischer und astronomischer Dinge sich Verdienst und Namen erworben. Unter mehreren Schriften4 5) die er 1) Condch Geschichte der Mauren in Spanien. 2. 133. 2) Conde 3.76. 3) Aus Isaak Israeli Jesod Olam Ms. p. 142 a. Aus Cordova theilt etwas ähnliches mit Aboab in der Nomologie p. 99. 4) Uugedruckt sind noch das wwn nyw und D'Nlbon* Wolf und de Rosst unbekannt (wahrscheinlich von einem andern Autor) ist der Tractatus de Sphaera R. Ishak ben Israel ex Arabico ln iatinum conversus hinterlassen^ ist vor Allem berühmt das Buch Jesod Olam, ein Werk astronomisch-chronologischen Inhalts von nicht geringem Werthe, das iw Jahre 1300 verfaßt worden und der Ausdruck des ganzen damaligen Wissens in dieser Sphäre ist. Es ist von dem Verfasser dem Rabbenu Ascher (Rosch) gewidmet und hat als Anhang astronomische Tabellen und einen genauen immerwährenden Kalender Das 17. Kapitel enthält eine Zusammenstellung der Zeitrechnung anderer Nationen; namentlich wird die christliche behandelt; das 18., das freilich schon näher gekannt ist, besteht in einer chronologischen Aufzählung der Männer der biblischen, talmudischen und geonäkschen Zeit bis auf die seines. Es ist die ausführlichste mathematische Geographie, die wir von einem Juden besitzen und ihren Werth bezeigt ohne weitere Auseinandersetzung die außerordentliche Benutzung, die sie erfahren. Zahlreiche Handschriften epistiren, die Bodleyana, dieOppenheiwer'sche, Iablonskische, Vatikanische, Wiener, Pococke'sche, Huntmgtonianische, die Heidelberger, die Münchner, die Türmer Bibliotheken besitzen dergleichen; Auszüge werden daraus gemacht, wie ein solcher auf die pariser Bibliothek sich befindet6). Die jüdischen Gelehrten ergehen sich in großem Lobe über dasselbe. Immanuel Abaob kennt es genau und nennt es ein Werk von äußerster Vollendung (estremada perficion)7). Im Sefer Iuchasin des R. Abr. Zakuto, dessen Krakauer ab I s h a c f i l. Salotnonts ben Israel den aus einer florentinischen Handschrift der mediceischen Bibliothek Montsaucon ansiihrt bibliotkeca bibliothecarum I. 411. Codex bonus in pergameno nitide scriptus. 5) Er folgt hauptsächlich Abraham ben David im Sefer Ha-Kabbala, 6) Cf. Wolf. bibl. hebr. 1, 663. etc. — 3. 580. — 4. 882. de Rossi Lex. ed. Hamberger p. 131.. 7) Nomolog-ia p. 99. cf. p, 284. 28

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