Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 25 (18.6.1845)
- Date
- 1845-06-18
- Page
- Spalte 391-392 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/8555529-9897698-9897726--4075-3531381- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
391 Studien. Die Frauenbadev. yw) botoVi mrra dn , r^nton t'V ’nWj i3Di , rrnnV poio un i'y 1 (d'b n"ap DD ^rn.iyrp. Siehe auch so zu der angeführten Stelle -es von pd'O. Es hat, meines Bedünkens, mit unfern 'Wannen, die am Boden die oben beschriebene Oeffnung haben, dasselbe Bewandniß, wie' mit p^D,. unb cutf diese Weise gliche sich dann der Widerspruch aus, der zwischen dem Passus Absch. 198, 8. 31 und dem 201, 7 obzuwalten scheint. Zu mehrerer Begründung des—D'N kann auch nachgesehen werden n'^p, ytfp, Tp '*D, 2H n)*WD D^D KW 1D1 Hü '.*! p^ffy dann auch die Novellen des Dpjr ins zu T>. Aus beiden geht hervor, daß man in der Praxis schon längst Anwendung von dieser Theorie gemacht, und daß die Einrichtung, die ich hier getroffen, keineswegs als ein neues Institut zu betrachten sei. Nur hinsichtlich der Zweckmäßigkeit und Brauchbarkeit der Anstalt ging ich einen Schritt weiter, und ließ zwei Wannen nach der Länge nebeneinander stellen, die nach Inhalt der Stelle im fV» jo, durch ein Rohr, das man nach Belieben öffnen und verschließen kann, verbunden sind. Es hatte diese Einrichtung den großen Vortheil, daß man wechselweise in eine Wanne zu jeder Stunde frisches Wasser -etnlaffen kann, ohne einen Regen abwarten zu muffen.. Unrichtig ist es daher, wenn in dem Referate des Herrn Rabbiners Dr. Meyer gesagt wird, daß die Wannen „Jahr aus Jahr ein Regenwaffer in gehörigem Quantum erhalten". Ist einmal das gehörige Maaß Regenwaffer gesammelt, dann wird dasselbe, vermittelst der npcyn, für immer entbehrlich, und wurde nur dann nothwendig, wenn beide Wannen zugleich geleert werden mußten. Nebenbei hat sie auch den Vortheil, daß zwei Personen zugleich Gebrauch vom. Bade machen können. Won welcher Wichtigkeit diese Einrichtung für die Reinlichkeit und Gesundheit, und das Bad überhaupt für die Bequemlichkeit der Badenden ist, kann leicht erwogen werden. — In unfern Tagen darf man in der That darauf bedacht sein, den Leuten die religionsgesetzlichen Uebungen, insoweit es sich mit den vorhandenen Vorschriften verträgt, so bequem als möglich zu machen, wenn nicht die Reihen der Frommen immer mehr gelichtet werden sollen. Wozu also Skrupel schaffen, wo keine sind? Wozu Erschwerungen bestehen lassen, wo die Sache gesetzlich leichter gemacht werden kann? dtd öyu oii rovi! — Die baierische Staatsregierung wendet auf den Gegenstand der Bäder die höchste Sorgfalt und sucht alle Mißstände zu entfernen. Allein so lange die Bäder in den Kellern verbleiben, ist eine radikale Verbesserung nicht möglich. Die Quelle nbäder sind aber selten anders als in Kellern anzubrmgen, daher verdienen die der D, die so bequem und so elegant, als man nur will, eingerichtet werden können, bei Weitem-den Vorzug. Daß außerhalb des Badezimmers ein Kessel zur Erwärmung eines Theiles der Wasser, und innerhalb desselben ein Ofen, behufs der Heizung zur Wintrrzeit nicht fehlen darf, versteht sich von selbst. — Damit bei anhaltendem Regen die Wassermenge die Wannen nicht über- 392 steige und das Zimmer überschwemme, ist hier die Vorrichtung getroffen, daß die Zapfen, die die Wannen zum Abflüsse des Wassers-enthalten, hohl sind und oben, unterhalb des Randes der Wannen, eine Oeffnung haben, so, daß das Wasser, wenn es bis zu jener Oeffnung steigt, durch die Zapfen von selbst abfließt. — Diese Notizen dienen für diejenigen, die etwa eine gleiche Anstalt einzuführen gedenken. — Bamberg, 4. Juni 1845. , S. W. Nosenfeld, Rabbiner. Kurze Notizen und Miseellen. Antikritiken. Indem ich Hrn. Ink für seine freundlichen Anzeigen des p-ß ijfND im LB. des Orients Nr. 36 v. Iahrg., und des n^D rWD 'in Nr. 20 d. I. meinen schönsten Dank hiermit sage, erlaube ich mir zu den von ihm gemachten Bemerkungen hier einige Gegenbemerkungen zuzufügen. 1) Der Angelegenheit der Titelüberschrift, meintHr. Ink, hätte ich wenig'Aufmerksamkeit geschenkt: weil ich |NK> und nicht geschrieben. Im Epigraph der Handschrift findet sich aber die erste Schreibung ausdrücklich, so ist leicht einzusehen, daß diese gewählt werdsn mußte, um so mehr, da man den richtigen arabischen Titel aus meiner Vorrede entnehmen kann. 2) Bei der Angabe des Inhalts wird ferner gesagt: „Wie die aristotelische praktische Philosophie als ethische Glückseligkeitslehre auftrilt, wie bei Aristoteles die svdccLfiovta der Zweck ist, so - wird auch hier die nTOI ,-jNdLN an die Spitze gestellt". Hier will ich nur beiläufig bemerken, daß die Lehre von der j-pj-M firfen, der ewigen Glückseligkeit, platonisch und nicht aristotelisch ist; die aristotelische svdcufiovia entspricht vielmehr der rrüQt nn^an, dem zeitlichen Wohlsein und dem diesseitigen Glüüseligkeitsgesühl. Man sehe übrigens meine Vorrede zum “iDD, wo ich dieBestandtheile, welche Ghasall sowohl dem Aristoteles als dem Plato entnommen, in gedrängter Kürze auseinandersetze. 3) Meine Konstruktion rrDJJ riDttO Mim inniN erscheint Hrn. Ink auffallend. Maimonides aber schreibt an Jbn Tibbon prr-or# ppWDl FjDDJn, ymh also dieselbe Konstruktion. Ueberhaupt ist bei den nachbiblischen hebräischen Schriftwerken und für Diejenigen besonders, denen diese alte Sprqche noch eine lebendige ist, die sie aus der frischen Quelle ihres Gemüthes ausströmen, der Maaßstab der Gesenius'schen Satzlehre; nicht viel zu gebrauchen. I 4) Wird dort behauptet, daß "pnindtt richtiger mit ninbw^D als mit -rs-pm wiedergegeben sei. Richtiger und wörtlicher ist aber ND'N, und daß aus diesem verschrieben worden, läßt sich leicht rinfthen»;