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Der Orient · 1845-06-11 · 24 (11.6.1845) · p. Spalte 375-376

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
24 (11.6.1845)
Date
1845-06-11
Page
Spalte 375-376 (sequence 4)
Language
German
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376 375 Studien- Das Bat-Kol. finden, nämlich in Schitta Mekubbezct Sanhedrin, welche dem - Werke nbrün nwaannD ”nb bTOn beigedruckt ift. (ßtoorno; 1812. f.). Dort heißt es zu 11a: qi^öD tan. Pnt , moa Nsi’ nw 'üb , hip na Np: nr w (b"r s^Nin) lymh w.n^ ij;dwotn ba, und zwar erklärt R. Ascher, daß blp na eine abgemessene Stimme bedeutet, die nur derjenige vernimmt, der solches zu ' vernehmen würdig fei; wahrscheinlich erachtete R. Ascher, daß na in der hebräischen Sprache ein gewisses Maaß, wie in O^N M, bedeutet, so ist solches auch als ein Maaß im allgemeinen anzunehmen. Ich muthmaße auch, daß Raschi (Sota 33 a) mit den Worten -p hy HMOil mD HHIN blp na ebenfalls auf diese Weise hcrgeleitet hat. Da aber das j. Largum zum Pentateuch bei Hrn. Wessely angeführt ist, wie auch Ln En Jakob bei Gelegenheit der Raba Bar Bar Chanasschen Erzählungen (Baba Batra, Anfang des 5. Abschnittes) das im Talmud vorkommende blp na, unter ^bp nna eitirt ist, und rna im Aramäischen nur Tochter, keineswegs ein Maaß bedeutet, so ist daher die Meinung der Tosafot Sanhedrin zu bestätigen, daß ^p na ein Wiederhall sei, und wurde die eigentliche himmlische Stimme den Hörenden n i e vernehmbar, sondern das Echo derselben Stimme, welches stets schwächer ist-. und mit na gehörig und passend ausgedrückt ist. Ich finde gar im Talmud Sanhedrin 96 b nwna N h p pDl,Mb ra ist weggeblieben, welches noch als ein Beleg für die Meinung der Tosafot gelten möge. 0. Ueberhaupt werden im Talmud sehr häufig Verse der heiligen Schrift und sonstige biblische Stellen und prophetische Weissagungen durch blp na bezeichnet (s. Sabbat 14 b m nb rw» Dan DN blp nanaav Horajot 12 d na hn&, rnTO D by w pDin baa hip. na nasn ü'riN natfif Dtyi HD1 aiö HD blp; überhaupt s. Sanhedrin 94 az 96 6; 104 a. id. Jiruschalmi Abschnitt Chelek, Sabbat 149 b; Pesachim 94 a, wo überall Verse der Schrift mit b)p PO eingeleitet werden). Ja Makkot 23 d wird ^IpN NN, die Inspiration, durch Bat-Kol erklärt, wie: bip nn üNsn , 'im tcmpn nn njrDin niDipn mhwi VW. hpiy.5 auch dieoben aus Horajot angeführten Stellen hoi aiüno bip na , jmi baa hip nn nu& DT1N TD&.DyJ,: ist im n'ina nnin Abschnitt Schemini mit t^pn NN angegeben, woraus leicht zu errathen ist, daß, wenn zwar der talm. Ausdruck (Sota 48 b; Joma 9 6), blp naa }wanm m jnjn Wüfyn läßt, daß bip na ein kleinerer Grad der Prophetie sek, nicht desto'weniger dieses himmlische Echo, oder omi)D blp na, mit tnipn nn identisch, und beide als göttliche Eingebungen, die aber zugleich sowohl von der Imagination, als auch von dem Seelenzustand des Hörenden, abhängig sind, gesehen werden. Um aber einen nähern Begriff von dem Gebrauche des Bat-Kol in den Lalmuden im Allgemeinen zu haben, erlaube ich mir hier eine Art Klassifikation mitzutheilen, wo jede Talmud-Stelle ihrer Klasse zuzuweisen ist, dann werden alle dkesfällige Unebenheiten gehoben werde» können. 1) Eine jede vernehmbaee Stimme, die vom Himmel oder sonst von geheiligter Stätte kommt, als z. B. p blp na GWH (Sanhedrin 11 a; j. Sota, Ende), oder blp nn D>£Hp Wp.JD, (Sota 33 a; ibid. Kap. 9, wie auch j. Chagiga, Kap. 2 D*>n imty DWp Wp ]D NH11 bip na nnND pn D'aaiL? im bab. Chagiga 15 a ist zwar p NSJV1 Ditsnp- »anpweggeblieben, wie Tosafot dort bereits bemerkte, jedoch die späterhin dort gedachte Antwort des “IHN an seinen Lehrer R. MeirininNQ nyüW naa TOnDH/ ebenfalls auf eine übernatürliche Stimme /zu deuten, denn bekanntlich ist bei den Talmuden der '»-»INN nunan, als der Engel. Aufenthaltsort angegeben (Pirke R. Elieser Kap. 4; Chagiga 16 a 3 Berachot 18 a; endlich Sanhedrin 89 a), und es kann von einer Stimme des Gewissens keine Rede sein, und die Meinung des Hrn. Wessely ist hier nicht anwendbar, sondern eine reine göttliche Manifestation, oder ein gewisser Grad der Weissagung ist zu verstehen. Unter diese Kategorie sind folgende Stellen zu zu zählen als (Erubin 54 b), wo eine Stimme fragend sich vernehmen ließ, welchen zukünftigen Lohn sich R. Preda auszuwählen willens sei? Daher diese Stimme als höherer Natur betrachtet werden mußte, obwohl dort das gewöhnliche Nbp na erscheint. Zuweilen bleibt gar die Bezeichnung mir b)p na weg, dürste aber auf diese Weise supplirt werden, als.(Taanit 21, 6) '‘»b NHN NJD1N NDN NW baa ^pna, 'u.Raschibeleuchtet diese Stelle durchFolgen- . des: -pby Dlbtü )b mü\H b)p na, wie auch die von Hrn. Wessely angeführte Stelle Baba Mezia 85 a b'Nin inDN nbj? Dn-ü.Dmp) und Raschi fügte hinzu jjyn TON, denn die Möglichkeit, daß ein himmlischer Rathschluß den Menschen theilhaftig werde, ist auf sonstige Weise unerklärlich, wenn nicht durch Hilfe des himmlichen Echo's, oder auch durch die Aussage des Propheten Elia, der die babylonischen Akademien häufig besuchte, und denselben die Meinungen der JPpYl NNa'TO bekannt macht (s. Baba Mezia 59 b; Gittin 6 b), wie auch Tosafot (Baba Batra 74 a) zur Beleuchtung der talmudischen Stelle ^pna ONbß nn U-bö glebt. 2) Manche vorkommende himmlische Echo's sind nur Visionen im Traume, und erschienen den Betreffenden als eine in der Wirklichkeit wahrg-enommene göttliche Stimme. Zu dieser Kategorie gehören folgende Stellen: Baba Batra 58 a; 83 b; 84 b; Baba Mezia 59, b; 86 a. Diese dort erzählten Begebenheiten, fanden nach der Erklärung der Geonim und R. Chanannel, die Ritba und Schitta Mekubbezet, Baba Mezia 59 b und ibi6. 86 a, und im En Jakob Berachot 18 b citirt, in der Wirklichkeit nicht statt, und waren bloße Erscheinungen im Traume, also Erfolge der Einbildungskraft, welche derlei Vorstellungen verursachten. Ich finde eine Stelle im Talmud, die deutlich darauf chinweiset, wie Chagiga 14 b onN? D>Dtyn ].d bip na vhy nanai/^p.nnbj; p^npaiop ^sai, und von dieser Stelle ist auch auf sammtliche im Talmud vorkommenden außerordentlichen Begebenheiten, die ihrer Natur

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