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Der Orient · 1845-05-28 · 22 (28.5.1845) · p. Spalte 349-350

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
22 (28.5.1845)
Date
1845-05-28
Page
Spalte 349-350 (sequence 7)
Language
German
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349 Kritiken. Der Frühling, neuhebr. Gedicht., Sich an beiden Seiten hin. Und du, Menschensohn, mußt eben Nothgedrungen darauf leben; Mußt, wie -auch der Gang gefährlich, Unwillkürlich, unaufhörlich Auf ihr geh'n, Seit dem frühesten Entsteh'n! : Richtest du die Micke, Auf die enge Bahn der Brücke; Wo's zu keiner Frist Uns vergönnet ist. Auszuweichen in der Breite Rechts nicht, noch zur linken Seile; Dann thu' dir im Uebermuth Nur auf Macht und Ruhm zu gut! Siehst Verderben du -und Roth Und den Tod Du als Mauern steh'n, Rechts und links auf ihren Höh'n; Wleidst du dann Noch ein Held? Frage dich, o Mann, Ob sich deine Macht erhält? — Rühm' dich immerhin, Mit der Größe Prachtgepränge, Dir verlieh'n, Und mit deiner Schätze Menge, Die gehaust du im Geschäfte, In der Allmacht deiner Kräfte; Auf das du, zu deinem Heil, Zieltest mit des Strebens Pfeil; Das, als Erb', es zu erringen, Du umgabst -mit^deinen -Schlingen.— Sprich: was Ekann Mir all Mies -.ifrorm So in Wuth dcls Meer - gekommen; So's im Toben Wild sich hat erhoben? So es tosend wild Sich ergießend schwillt, Und deß Wogen rauh bedrob'n Da dem Zelt, Welches Lehm und Thon, Daß es fällt! — Sieh', dies Meer Wie es groß und hehr! Und in dessen Mit re Hast du eine Hütte; Rühtr^ in blindem Wahnessieber Dich darüber! Maß' dir an -der Herrschaft Rang, Ueber feinen Wogendrang! Wag' es doch hinaus zu dringen, Um im Kampf mit ihm zu ringen! 359 :ninDM vnx p nnm TT I tr nh’nnx T' npij? N'YN vty u)riö pnPn ona *jb’2ij2hii>pish nsip 'DP pni vw nxonn px ^anp ’ nibi ncin'ijf nibjpn nJpinnn T P1!’ hhnnn 03 nncrs ' "iw i$? -\3 insp« ntpx inpten ,gih]2 IFW'pi -lE?K intah1? nnrn --V8Y na ovi ^6 T i3toni Etyani '2 22^ ^ii>a noi «•in r|X 2VN3 tnp&nP □tT hi nhna np’« tenpp nhx ' nrGW Viy nnntf-n m nnjno hy nnsTx? xa 52 nhim Seh' ich dich auch taumelnd wanken, rinn '2 D3 Und erliegen, T jroni Deines Stolzes Wemgedanken, pM nty-wi ftä Die dich trügen; spyp’-itw« Und berauscht vom Aepfelsaft D’pj?p Der Granaten, pi Sn Den dir deine Größe schafft, ^nioain Um dich zu verwachen — :?jitsn nari^ Ach, du weichst ein Wenig nur tojjpp Bon des rechten Pfades Spur, ’naxi höx Diesseits oder jenseits ab — '"npxn Und du wirst dein Grab xrnp Augenblicklich finden, nihiayp In den schreckenvollen Gründen; nih’rap Und nicht einer rächt dein Blut, n*ra ^ani An der zügellosen Fluth. tPppa px Und du sinkst im Meeresgrund Oinna' phn Hin, von Schlund zu Schlund; crinn hx Irr getäuscht und schwer betrogen, pi2r In dem wirren Kampf der Wogen; Djn ’22J2 Und nicht Einer spricht sodann: npix ]’X5 „Gib zurück den tobten Mann!"!2l^n M. E. Ste x tit Kurze Notizen und Miseellen. Akrostichon ans den Tod Schalom-Kohen's, des Nestors der nerrhebr. Poesie. Schtumm're friedlich, hochverdienter Barde, An des Tagwerks schön vollbrachtem Ziel! Lieder schufst du, duftend gleich der Narde, Ohrbezaubernd war dein Psaltersp'lel.— Meistersänger, mit des Ostens Leier, Klänge spendend, wie sie David sang; Offenbartest du ein Himmelsfeuer, Herrlich, bis ihr letzter Laut verklang. — Ehre schmücket ewig dein Gedächtniß , Nachruhm bleibet dir als Heilsvermächtm'ß. Stern. Kurze Anzeigen. 24) der Frühling, in sieben Liedern in.neuhebralscher" Sprache besungen, von Samuel Sanwil S e ligfo'h n aus Samotsthin. Berlin, 1845. 8- Zn einer sehr schon geschriebenen 18 Seiten großen Vorrede hat der neuhebräische Dichter sich weitläufig über Zweck und Tendenz seiner Dichtung ausgelassen und vorzüglich über

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