Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 22 (28.5.1845)
- Date
- 1845-05-28
- Page
- Spalte 347-348 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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348 Studien. Metrische Uebersetzungen. 347 blos hiev damit, Hrn. Wessely zu überzeugen, daß dieses mosaische Dogma Ntn D-fti&O tih nicht nur hip TO allein betrifft, sondern auch sammtliche Weissagungs-Grade darunter verstanden und begriffen sind. — d) Die von Hrn. Wessely citirte Meinung der Tosafot Sanhedrin 11 a, daß h)p m ein Widerhall sei, findet sich auch bestätigt im Midrasch (Iitro, Ende> wo es heißt: mp rq. t»ph w rorfr Nmp dinbo wpb. Auch Maimuni in seinem Kommentar zur Mischna Jebamot, Ende: h)p rD /,eine Ehefrau dürfte sich wieder verheirathen, wenn ein Bat-Kol ihr dm Tod ihres Ehemannes verkündet", erklärt es folgenderweise: „die zwei in der Mischna erzählten Thatsachen sind als Bedeutung des früher erwähnten Lehrsatzes ^p rn anzuschen" und zwar ist folgendes der Inhalt der sich zugetragenen Thatsachen: „man vernahm eine Stimme von einem Berge her, die da lautete: ich mit Namen aus jenem Orte sterbe, man ging hin, man fand aber Niemanden, die Rabbinen gestatten aus Grund dieser vernommenen Stimme, daß dessen Eheweib einen andern Ehemann heirathen könne; dann ereignete sich in der Stadt Zalmon, daß man eine Stimme vernahm, ich mit Namen wurde von einer Schlange gebrissen und sterbe hier, man ging hm, man fand zwar eine Leiche, aber man erkannte diese Leiche nicht mehr, und die Rabbinen gestatteten die Wiederverheirathung des Eheweibes". In beiden angeführten Begebenheiten ist von einer übernatürlichen wahrgenommenen himmlischen Stimme keine Rede; selbst im ersten Falle, war nur der Widerhall jenes Sterbenden vernehmbar, und daß derselbe nicht ausfindig gemacht wurde, könnte füglich einem Zufall beigelegt werden. Im T. Megilla 32 a heißt es ff^sNl h)p nm pmnroiy pD mn ntyßwn st Raschj's Erklärung, wie auch Tos. ibid,, mit Bezugnahme auf Sabbat Kap. 6, wo gesagt wird b'p TO TK\\ prfon, und zwar wurde damit angedeutet, daß derlei Divinations-Versahcen nicht zur Kategorie der den Juden verbotenen Augurien gehört, und daher denselben die Befolgung jenes auf sich bezogenen Widerhalls gestattet sei; aber der babylonische Talmud setzt einige Bedingnisse voraus, nämlich: ntöW ^ipi, NfiD3 NTO1 h)p ycian Nim )vb INp JJÖtSH.Nim, ]D |H Nim, nto-d. Auch in CH ulin 95 a heißt es, daß nur bei dreimaliger Wiederholung eines auf sich bezogenen Signals, dieses als Borbedeutungszeichen angesehen und betrachtet werden möge: fjn }D-D W L71N^ pNfcy. B Aber dieses Bat-Kol hat mit jenem im Talmud vorkommenden D *>D V!T\ j D!?lp n 2 nichts gemein; denn während der, Glaube an das gewöhnliche Echo nur bedingungsweise gestattet sei, mü ss e hingegen das himmlische Echo stets als untrüglich angesehen und unbedingt befolgst werden, weil die himmlische Stimme zur Prophetie gehört, und die Darnachachtung auch dem Propheten zur Pflicht aufgelegt ist. Die im j. Sabbat ibid. erwähnte Geschichte, daß N. Zochanan und R. Lakisch, die dem Samuel in- Babylon einen Besuch abznstatten gesonnen waren, vorläufig das Bat-Kol einvernehmen. wollten, findet sich auch in Chulin ibid., nur mit dem Unterschiede, daß im. Wabyl. gesagt wird, pro , trODZ pm frODDm NplTO, während im Jeruschalmi solches unter mp M NML7 -»N2 ausgedruckt wird.; dann in derThatsache selbst, während nämlich irn Jeruschalmi dieses als eingetroffen, erscheint, indem Samuel zu jener Zeit wirklich gestorben ist, wie der durch die Schüler erläuterte Text bNUD^l angedeutet hat, erzählt der Babyl., daß dieses falsch war,, und dessen Aussage nicht eingetroffen sei, weil Samuel zu dieser Zeit noch am Leben war, und zwar da der b. Talmud die Gestattung eines derlei Glaubens nur an verschiedene Bedingnisse knüpft, wie oben aus Ehulm citirt wurde, folglich auch hier der Beweis geliefert ist, daß sonstiges nicht stets glaubwürdig ist. — (Beschluß folgt.) Proben metrischer Uebersetzungen ans dem Menhebrnischen. I. Die Welt. ’) Blicke auf die Welt umher! D vs Cf Sieh', sie ist ein stürmisch Meer, Dl In der Tief' ermeßlich Kaum, :n Wie unendlich es im Raum. : nnCrn And die Zeit, WM Ist die Brücke dieser Fluth, IG Die da morsch, doch groß und weit, jnin Auf deß Flächen ruht. Einerseits ist deren Haupt Wi Festgehalten, wie geschraubt, rm Mt des Nichtseins Banden, - -nynn ’bna Das sie war, eh' sie entstanden; o-iipn Deren Ausgang ist gerichtet inCn? Dahin, wo der Blick sich lichtet, Um zu schauen jenes Heil, oyii? Das da bleibend wird zu Theil; N'YNÖ Sich zu freu'n im Lichteskranz, iix2 -yiäS Bon der Gottheit hehrem Glanz. : ppO Breit ist kaum der Brücke Gang, ^.n’sn'n Wie ein Arm des Mannes lang; nas Auch zieh'n keine Gallerie'n =IDStf DJl *) Als Probe einer bereits vollendeten treuen metrisch-, gereimten Übersetzung des weltbekannten klassischen Meister-. Werkes neuhebräischer Poesie: „Bechinat O la m" (Betrachtungen über das Weltleben) von Iedaja Peuini Bi drascht, welches binnen Kurzem samwt punktirtem hebräischem Texte erscheinen wird. Es ist dies der. achte Abschnitt.