Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 17 (23.4.1845)
- Date
- 1845-04-23
- Page
- Spalte 261-262 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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201 Kritiken. Dr. Kä'mpf's Tachkemoni. 262 rael und die Völker versöhnt und ausgeglichen die Bruderhand". — Der Leser urtheile nun selbst. Hrm Schwabacher aber geben wir den wohlgemeinten Rath, trotz dessendaß wir uns gegen alle Nachäffung erklären, die bestem homiletischen Schriften, an denen unsere Literatur so reich ist, fleißig zu studiren, und mit den altern jüdischen Darschanim als den mpy bjn, dm dyij,6 ruo, die n^p*1 twm unter dem Titel njni zu studiren, weil sich viel Gutes aus denselben schöpfen läßt. Dabei arbeite Hr. Schwabacher jede Predigt und predigte er vor der kleinsten Gemeinde, und wäre es das hundertste Mal, mit der größten und derselben Sorgfalt, als hielte er seine Antrittsrede. So hat es der Res. auch gemacht. d—n.- 17) Dr. Kampfs Tachkemoni rc. Die Verdienste des Verfassers um die Wiederherstellung eines der Meisterstücke jüdischer Poesie in der schönsten Zeit ihrer Blüthe (13. Jahrhundert) ist bereits in diesen Blättern genügend gewürdigt worden. Wir beabsichtigen mit folgenden Zeilen keine wiederholte ausführliche Beurtheilung, sondern einige Bemerkungen und Berichtigungen, den hebräischen Urtext betreffend, den Hr. Dr. Kämpf zum erstenmal mitUmsicht und Erfolg vokalisirt und interpungirt hat, dem gelehrten Lesepublikum zu bieten. Gleich am Anfang bemerkt der Hr. Vers.: das Einleitungsgedicht 'Di “D.l DfrO sei tn der Amsterdamer Ausgabe am Schlüsse des Tachkemoni befindlich; er aber habe es, nach dem Mskr. und der Konstantinopoler Ausgabe voran gesetzt. Wir müssen aber bemerken, daß auch in der amsterd. Ausg. dies Gedicht, gleich nach dem NN2Q, der Vorrede vorangehet. Ja mir ist noch sehr deutlich erinnerlich, daß mit diesem Gedichtchen eine Columne zu Ende gehet, die als Custos das Wort e 3 hat, und die darauffolgende Columne enthält die nonpn mit der Aufschrift: nobon 2U/2 fijn. Vielleicht ist das, der Vorrede voranstehende Blättchen im Exemplar des Verf. am Ende des Buches geheftet worden, was ihn irre geleitet. S. 50, 'j : „-unzn nn^", müßte t^gen nns*! (wie Ps. 119, 130 ^22TT!ri£)). Dm Unterschied zwischen Fl® und nnö s. Gesenius Wb. nnö. S. 52, £0 t 7/P)«n 1222", foXtte heißen: 1^22 (wie m Prov. 27, 3:' ']^S‘ 122) 'Nahum 3,' 3 : NI!.-?)/ denn 122 ist das Ädj. im st. cstr. von 122. So ist jV 122 Djj pj?| 122 Dg (Jes. 1, 4). S. 52, 9: „fyjp zu dieser Leseart fügt der Hr. Verfl noch die Anmeek. hinzu: Fpj kommt in der Bibel im Hif. nicht vor rc. — Es heißt aber in Reh. 7, 3 ausdrücklich: nin^Ti ’ISVP, was gewiß mit P)U m keiner Verwandschaft stehet. —- Folglich muß es auch hier r\W WD2 heißen. 'S. 56: scheint mir richtiger: da dm Begriff „anschließen" größtenteils nur das iSrif. giebt, was am häufigsten in diesem Sinne in der Bibel vorkommt. S. 76: IDn O JTUS 12) * 112)1 Tay!? rnnitt bv. Da der Reim hier nicht wohlklingend ins Ohr fällt, so wäre ich geneigt, die L.A. 12V/ft statt vorzuschlagen, was mit dem echten Hebräischen sehr wohl bestünde, wie z. B. yyib ^2N (Pst 36, 11) u. v. a. Stellen der heiligen Schrift. S. 84,; ifiw ,M-1 C':WQ ^ED DOISp. Auch hier schlage ich eine geeignetere L.A. vor, nämlich E'MN statt D'QlK'n. Dann wäre CEWp □’Eß“, die doch im Parallelismus stehen sollten; auch käme dann die Phrase Qi;yisn ’y^DD, dem bibl. Ausdrucke (Jes. 22, 16) yiai y^DE 'ttl '2LN gleich; wie auch einer andern Stelle desselben Propheten (Und. 51, 1) lECGD EY28N 1«, und dem jWN), Ny^ des alten Jsob (Hiob 19, 24). So auch: NL/M NNINM. (Deut. 9, 8.) S> 86, 10: N'L)", müßte heißen: 11L1 □’Tisn in St. cstr. wie (Gen. 27, 25): 1^2 N'Lll. S. 94, -ib : „irrem ' roto -INI ' VTV1 ) -INI scheint mir richtiger, 1) weil PN im Kal immer mir einem darauffolgenden Pradicnt steht, j. B. (Ps. 36, 9): ¥|(V3 jtS'-nü sPNZ (Prov. 7, 18) HP) D’H-'U welches Präd. aber in der fraglichen Stelle fehlt. 2) käme ))1) dem gleich nachfolgenden an Aktivität gleich, und beide bezögen-sich auf 1^-^, was wie folgt zu konstruiren wäre VOL-2 -IN'DN) -INI -INN P0L-)-I. S. Ivo, n : „sQlN py>2-l", diese L.A. ist nach Hrn. S. D. Luzzatto's Konjektur, anstatt der fehlerhaften ^D^d>2 ^2, welche beide 'Ausgaben haben. Ich wage hiermit, noch eine dritte Leseart vorzufchlagm, nämlich ]D]m \V‘2 Dg2'), als wenn Charisi sagen wollte, da ich mich nach einem würdigen Mann umsah, ihm mein Buch zuzueignen, suchte ich ihn unter den Vornehmen der Gegenwart, fand ihn aber nicht; der Zusammenhang wird dadurch sehr natürlich und ungezwungen erscheinen. Was. meiner Konjektur einiges Gewicht zulegt, ist der biblische Ausdruck (wenn auch in einem andern Sinne) D^IfcO S‘2 (Samuel i. 17, 12). Uebrigens ist die L.A. des würdigen Luz^ zatto nicht zu verwerfen. — 0. 102, p : die Anmerkung lautet dort: „*]!% (neuh.) bedürfen, nothig haben :c." daß d. R. sl'ch in der Bibel findet (Chrom II, 2, 16: *21% ^22) [)<xt Hr. Kämpf nicht angegeben. S. 134, 35: „D*>N ipV\ "st22". Die Anmerkung . hierzu lautet folgendermaaßen: „Unter ist David gemeint (1 Sam. 16, 12) rcDer ungezwungene Sinn, aber 17* 1 Von tows 'b bim.