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Der Orient · 1845-04-16 · 16 (16.4.1845) · p. Spalte 243-244

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
16 (16.4.1845)
Date
1845-04-16
Page
Spalte 243-244 (sequence 2)
Language
German
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243 Studien. Namen der Lalmudisten. 244 könnte; und andererseits ffeUL esi fuc einige hier zw berücksichtigende Sprachen an vollständigen OnomaZticis. Und wenn auch das Vaterland der Talmudisten uns einigermaaßen zum Leitfaden dienen könnte, so erscheint doch dieses sonst ziemlich sichere Kriterium hier etwas unzulässig, wenn man bedenkt, wie häufig die Rabbinen von Palästina nach Babylon und umgekehrt auswanderren,, wodurch nothwendig auch' die dem einen Lande eigenthümlichen Namen in das andere verpflanzt wurden und sich durch die bereits eingeführte Sittedie Kinder nach den Voreltern zu benennen (s. Zunz, Namen S. 36) auch für die folgenden Generationen erhielten. 2) Manche Namen dürften wohl auch absichtlich verstümmelt Worden sein, entweder aus Pietät, wenn vielleicht das.. Wort. eüw. anstößige Nebendeutung mit sich führte, oder aus Spott. Ein solcher irgend Jemanden beigelegter Spitzname konnte sich dann für die Folgezeit als ein eigentlicher Name fortgepflanzt haben. Daß solche Spottnamen bei den Rabbinen nicht ungebräuchlich waren, zeugt ■ für- und NJnrip für nOÜDH (s. Moed Katän T6' b und Kidduschin 25 a/) 3) Nicht mindere. Schwierigkeiten , bietetuns die Vo-kalisation der Namen dar. Selbst die Vokalbuchstabenwenn sich dergleichen finden, geben keinen sichern Anhaltspunktda viele'derselben von den Abschreibern verändert, vielleicht erst von-ihnen, hinzugefugt wurden. Dieses beweisen die Varianten-, welche auch in andern Beziehungen sehr zahlreich und mannigfaltig Vorkommen und das Feststellen der ursprüglichen Lesart ungemein erschweren. Häufig weichen auch der jerus. und. babyl. Talmud von einander ab; so pflegt z. B. der Ierusi. die Namen durch Apba6!'68i8 -zu kürzen; statt N3N setzt er ns, fogm: nu -, statt -priN, |n y statt 4) Nicht unerwähnt dürfen wir hier jene Eigenthümllchkeitllassen> die,, seit den Seleuciden sich immer mehr verbreitend, bis auf unsere-Zeiten herabgelangt; wir meinen die Sitte, zwei Namen zu führen-; und zwar hatten sie nicht nur einen hebräischen oder aramäischen und einen fremden, von denen letztere manchmal eine Übersetzung des ersteren oder ein bloßer Anklang an denselben war, wie z. B. pW), DDH sondern pflegten auch zwei.aramäische Namen zu führen z. B. rrortt ’unb wi)»13, i)ercn Bedeutung schon der Talmud manchmal anzugeben sich bemüht. (Mehreres hierüber, wenn wir von der Bedeutung der Namen sprechen.) 8. 5. Die fremden Namen zerfallen in folgende Hauptmassen: A. Aramäische. . , *) Vergl. Midrasch Rabba oiDH JpW1? pp TH üb HIJJDr&tt rpvb , ^xb'b (Schir ha-Schirim Kap. 4. V..13) und die Variante pp'-p,^'. üb; pyri? x!)) ^übb pwb) Dfen-.ll^ ', HIJDpbx (Wajikra Rabba K. 32). Die , Variantepw^ D/JXp^ bbh) D*DH, die im LB. 1845, Col. 7 angeführt wird, ist uns nicht bekannt. ß. Persische' ' C. Griechische D. Lateinische E. Vereinzelte Namen aus anderen Sprachen. 6. Aramäische Namen. Die aramäische. Sprache.,?als Schwestersprache der hebräischen, hat mit dieser viele Stamme gemein, und da beide besonders zur Zeit der Talmudisten stark in einander verschmelzen, so ist es manchmal sehr zweifelhaft, welcher von beiden Sprachen man den Namen als ursprünglich vindiciren soll. Doch haben wir es vorgezogen alle jene, die als aramaisirte hebräische betrachtet werden könnten, erst hier, aufzunehmen, und zwar die mit angehängtem Artikel zu trennen. Überhaupt schließen sich folgende Rubriken nicht streng logisch aus, sondern sind nur nach gewissen'Analogien zusammengestellt. Beiden aramäischen Namen unterscheiden wir: u) Namen mit ursprünglicher Form , XDD (vergl. unten h, a) pmD , rvODD , nnn.) vergl. Celsus nu, svn, x.iv?, xnn*) , Nin , xipr, rm , ryssnn, vbn, Nnö^r?/. wdö. diddp, Bondi, vergl. das' bibl. HM, ID, H^D, ' XMD, (fl Bedeutung) IDNch nw, *D'D, WD'D (vielt, auch Stadtnamen, von >D^D H, s. Bed.) 'D1D; Tip Dp, VW, VW , NW , T\W. b) Abformen, auf. den allgemeinen Lautgesetzen (§. 2) beruhend: njiu==njdh=^h-^^^d; wrt=N"n$ '‘übm — 'üNn (clissimilation); — nxbpÜ *> HpwD^pMDHpQD, vergl. Rufus. e) Mit dem Artikel xiD.biX t xnx r xm ,, XIDJI , XpHl; NOHH' vergl. das spätere -p.y Philo und Erastos (si weiter, bj ß).; x?DDP , XDDp , X!T)p , ND^rHV <I) Aus dem Hebräischen übersetzt 'HINX.—DXNX ^); vgl. U'eber diesen so wie über mehrere in den folgenden Rubriken angeführte Namen werden wir später bei den Bedeutungen ausführlicher sprechen. **) Auch im ersten Th eil dieses Aufsatzes (LB. Nr., 9) befinden sich mehrere Notizen, die mir durch die Güte des Hrn. Steinschneider mitgetheilt wurden und entweder von ihm selbst oder von andern Gelehrten herrührten» Ich hatte auch dieses dort ausdrücklich bemerkt, doch im Drucke siel es aus einer mir. unbekannten Ursache aus*). *) Zu dieser Anmerkung sehe ich mich genöthigt, hier eine Subanmerkung zu machen. Die Krankheit und der Wahnwitz mit Citaten , zu prunken, die theits aus allen Enden zusammen gelesen und nachgeschrieben sind, und am Häufigsten wie die Faust aufs Auge passen, theils blos als die Ausgeburt der widerlichen Eitelkeit und des lächerlichsten Kotten'eweseus erscheinen, ist leider die Krankheit mancher großen Gelehrten, aber weil großem Gelehrte neben,so vielem Guten auch diese Lächerlichkeit haben, scheint namentlich Hr. Steinschneider,, der dadurch alle seine Arbeiten zum. Räthsel macht, d. h., wo man nicht weiß, ob man über diese Lächerlichkeit sich ärgern oder ob man darüber lachen soll, sich an-

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