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Der Orient · 1845-04-02 · 14 (2.4.1845) · p. Spalte 215-216

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
14 (2.4.1845)
Date
1845-04-02
Page
Spalte 215-216 (sequence 4)
Language
German
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215 216 Studien. Der Eid nach dem rabbimschen Judenchmne. Auf der andern Seite dehnt er auch dm Anthropomorphismus der frühern r&Dp zu -cm Grade aus, daß er Gott auch eine Frau —- die n)0# zutheilt, und zwar in höchst sinnlichen Ausdrücken. - Das ^rlnri "DO macht— also eine Epoche in der Geschichte der rh'zp, und mit ihm fängt eine ganz neue Art — die nn'DD rblp an. ... NDty pN , Dp Dl , NimlD h und fcmn'Dbnwissen noch kein Wort vom DVD} der pDI und der Verfasser des flNOO.Dl M2N.D, welcher Letztere kurz nach prm'7D Din) DD gelebt, sind die ersten, welche dies Buch kennen.. Wir wissen also'die Zeit der Llbfassung. Was sein Vaterland betrifft, so hat sich beiDlO D# p OD D# die Nachricht erhalten, daß es von Frankreich nach Spanien gekom-' men, und das war auch der Weg, den diese Art r^Op genommen. NIl)- Schüler des DD) 'D 'D und Lehrer des ss^OD, hat sie nach Spanien gebracht. Nirgends als in Frankreich war damals noch die anthropomorphistische Vorstellung (OWM) herrschend, und nur dort, wo ein DDND und lebten, konnte ein solches Buch versaßt werden. Ich habe gründliche Vermuthungen (dieich bald veröffentlichen werde), daß der Sohl: des dhDND , DM) \iD pftsr 'd, der von »NO — N^Op.1 'OK genannt wird, der Vers, des dvp ftr. Die ersten Kabbalisten dieser D'»DO"Periode sind: DIN) MD pn^ 'D. vbn d'nd h (nm)t; NDIj; 'D (Schüler des I).D) MD '"n). D#Np (Neffe desselben). pD->. Der Verfasser des pnOONi D)DND (dies Buch ist nicht vom pV>). . ^Fortsetzung folgt.) Der Eid rmeh Dem rabbLnifchen Judenthume. (Einige Bemerkungen zu der Erwiderung des Hrn. R. Kirchheim auf meine Frage: Was lehrt das rabbinische Judenthnm über den Eid? im LB.'des Orients 1844, Nr. 46.) ' (Fortsetzung.) Hr. Kirchheim aber, der jenen klassischen Worten Frankens folgte , schien nicht zu ahnen, daß sie m einer Theorie der allgemeinen nicht; üdi sch e n Rechtslehre wahr sein mögen, auf dem jüd. Standpunkt aber als falsch abzuweifen sind. Für unfern Zweck genügt uns der Nachweis, daß es auf jüdischem Standpunkt mit dem Unterschiede zwischen asser torischen und promis so rischen E i d e n „nichts" zu bedeuten habe, und wenn es auch wahr ist, daß die Rabbmen niemals den assertorischen Eid für auflösbar erklären, hierdurch für die Vertheidigung ihres Moralprincips hinsichtlich, des assertorischen nicht gewonnen ist, da dieser Unterschied in allem Andern^ nur nicht irr der angeblich geringern Verletzung/der Wahrheit und Ehrfurcht gegen Gott'beim promissorischen als im assertorischen Eide seinen Grund haben könne, und daß mithin der Ausspruch der Rabbinen von der Auflösbarkeit der promissorischen Eide, wo sie fremde Verhältnisse betreffend, vor Gericht geleistet werden, vor dem Foruttl unseres heutigen religiösen Bewußtseins nicht bestehen kann. -- Es bleibt uns in diesem Betreff noch ein Punkt, den Hr. K» nicht angeregt und den wir nicht übergehen können, zu erledigen übrig. Der Punkt narnCicT;: ob nach der jüdischen Rechtslehre derjenige Jude, welcher einen falschen promissorischen Eid geleistet, in der Art als ein Meineidiger betrachtet werde, daß ihm ferner auch auf seinen assertorischen Eid nicht getrauet werden kann? In der Mischna (Schebuot 7, 1) heißt es: nyo#dün? : Dm npizwn ty'y&in NV# NM# l^DND jnpDiD DZ-D# tDlDND nnyn . ■ Sn der Gemara das. 46 b wird die Frage aufgeworfen: D)? DOD NM# und geantwortet: ^'p DD NM# MNp 'O NO#)pOD ^ND 'DD N)?D# ^N ]DjW Np Dp#D PON#Q MiDp n!? Z)ON#O Np , wonach also, wie Raschi das. ausdrücklich erklärt, derjenige, welcher den promissorischen Eid gebrochen, noch nicht im Verdacht stehr, einen assertorischen falsch zu schwören. Zu dieser Ansicht bekennen sich auch rfD und Salomo b. Aderet, Vota 964 (vrgl. CH. Mischp. 87, 8. 16; Jore Dea 114. §. 8 nebst ta]V , 21). 7tllein N. Jakob b. Men.', fl"-) , Maimuni pD 2, §. 2., Tosesot, Sh Ascher b. Iechiel, R. Nissim b. N., N. Jakob b. Ascher behaupten das Gegentheil, so daß auch Josef Karo im Sch. A. ^"51 92, §: 1 dieses als die Hauptansicht, die entgegengesetzte nur als frp anführt. — Steht es aber nach den überwiegenden Meinungen auf dem eigenen Standpunkt der Rabbinen fest, daß demjenigen, welcher seinen promissorischen Eid nicht hält, auch aus seinen assertorischen Eid nicht getrauet werden dürfe, so können wir von unserem Standpunkt aus behaupten, daß derjenigen Moral, welche den promissorischen Eid, wenn er fremde Verhältnisse berührend, vor Gericht geleistet wird, für auflöslich hält, auch hinsichtlich der Auflösung des assertorischen Eides nicht viel zu trauen sei *). *) So ganz entschieden ist die Sache übrigens auch, daß assertorische Eide unauflöslich seien. S. nn)n 8U Äscher ben Lcchiel Schibuot38: ',,-,',1 rpn 13 DipOT njnDy’ HDpn DDDV MD1 N1? '3:l.T’nj;i3^ msn . Bekanntlich ist dort von p)'D,D NßM# und assertorischen Eiden die Rede und doch muß ausdrücklich nach dem Gedanken Gottes geschworen werden, um den Eid unauflöslich zu machen! In dem Zusammenhang der gedachten Anmerk, kommen noch merkwürdige Dinge vor, die die Richtigkeit unserer Ansicht außer Zweifel.setzen.

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