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Der Orient · 1845-04-02 · 14 (2.4.1845) · p. Spalte 213-214

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
14 (2.4.1845)
Date
1845-04-02
Page
Spalte 213-214 (sequence 3)
Language
German
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213 214 Studien. Sefer aus bcm N»n ND dcs xtmiD 'i, was Aunz schon vermucyet, und ich als richtig fand). Diese Art n^op unterscheidet sich jedoch sehr von bet spcitern. Sie weiß nichts von den sogenannten NNDD, Nichts von Spekulationen über das Wesen Gottes, und wir sollten, nach unfern Begriffen von rh^pi ihren Inhalt eher hagadisch, als kabbalistisch nennen. Der Charakter ihres Inhaltes ist: grober, orientalischer Anthropom orpHism ü s und B a s i l euom örphismu s. Sie denken sich die Gest alt, Th ätigkeit und Umgebung Gottes ähnlich der eines irdischen Königs. Sie geben ihm daher einen Thron ('TOD nDD), eine Krone, einen prächtigen Palast mir vielen Hallen (nib^n), Sälen und Thoren; sieben Minister (in den '"ppDD), und hauptsächlich einen Minister d es Innern (DpJDn [DDDtt). ■ Nichts thut Gott unmittelbar, in eigener Person/ sondern Alles durch ausgestellte Beamte. Da ist ein über den Wind, ein anderer überden Regen, dieser über das Meer, ein anderer über die Sandsteppen rc. gesetzt. Der Himmel ist also die Residenz Gottes;- in ihr der Hof und das Regierungspersonal mit der übrigen Dienerschaft. Namentlich die/Vorstellung, daß Gott die menschliche Gestatt habe, haben sie ins Absurde und Lächerliche ausgedehnt. Sie fühlten nämlich, wegen der Ehre Gottes, das Unschickliche dieser Vorstellung, sie wollten zwischen der Größe und Majestät Gottes und der des Menschen einen bedeutenden Abstand setzen, und thaten dies dadurch, daß sie die Dicke und Länge der Gestalt Gottes, das Maaß seiner Glieder ins Ungeheure vergrößerten/ und eben dadurch das Unschickliche noch unschicklicher machten. Im nwp TOJjp ' giebt der Minister des Innern (|VYüDD) genau die Höhe Gottes an, wenn er aufrecht steht (sitzend ist er nicht so groß), genau das Maaß seiner Augen, seiner Hände und Füße rc. (dies ist später unter dem Namen HD)p D/JW befonberö aus dem nWQ abgeschrieben worden). Dies der Charakter dieser Schriften. In diese Zeit fällt aber auch die Abfassung des -|.dd 2'. Dies Buch ist für die Geschichte der rpDp das wichtigste, und es hat mit demselben eine ganz eigene Bewandtnis. Der Inhalt desselben ist nämlich nichts weniger als kabbalistisch, und es ist auch die ersten 3 bis 4 Jahrhunderte hindurch rein philosophisch aufgefaßt worden. Es enthält eine schöne Spekulation über das Princip der Welt; ein Gegenstand, der immer der Hauptpunkt der griechischen Philosophie ausmachte. Die verschiedenen Philosophen der jonischen- Schule nahmen-bald Wasser, bald Feuer, bald die Lust als das Princip der Welt an; Pythagoras aber hieltdie Zahlen für das Erste und Wesentliche der Dinge. Dev Verfasser'des DDD fl-psp aber hält die Zahlen und Buchstaben zusammen für. das Princip der Welt. Mittelst der zehn einfachen Zahlen (nrvDD!&y) und der 22 Buchstaben — zu- Zezira. *— Bahrr. sammcn 32 Dltigö (,1Ü2k! ftiS-ifo ~ib) — hat, Mer Ansicht nach, Gott die Welt geschaffen- Düsen Gedanken, daß alles aus Zahlen und Buchstaben entstanden weist er dann in der Wirklichkeit, und zwar 1) im Weltsystem 2) in Dingen, die Mit der Zeit Zusammenhängen — und 3) im Menschen selbst- (sowohl nach Körperals Nach Seele) ~ WD1 nach. Dies ist der Grundinhalt dieses Buches, und so ist es drei Iah rhuttd ert e l ang verstanden worden. Unter den no^D niYÖD "itfity verstand kein Mensch etwas Anderes, als die 10 einfachen Zahlen, und nur wie das ,"D^D s" nehmen, darüber-denken die verschiedenen Ausleger verschieden. Saadja hält es für ein Hauptwort von dem Stamme im Zaume halten, ein engen rnofa fHTOD die eingeengten, in ihrer Ausdehnung zurückgehaltenen 1 0 Zahlen- die 10 einfachen Zahlen. Sein Zeitgenosse Ev>öj p Dpjb. aber hält HD^D für zwei Wörter, und erklärt den Ausdruck: die iO Zahlen, HD d.nHJ&i IKW, ohne welche sich nichts anfängt, . welche die Bedingung alles Seins und Denkens sind. Die Kommentatoren der ersten Jahrhunderte sind: pyjj rpiyD — handschriftlich in München. D’DJI p 3pyr — handschriftlich das. NE>n.n Viaw — handschriftlich in der Medic. Bibliothek. vfcn rmrp TO — im Kusari. Klty pdr — in D^DD (er geht dort in Bezug auf das Wort mndie Hauptmomente des TOTO durch). HtmiD liybi* '1 — handschriftlich in München (der von ihm gedruckte jyn’© ist nur ein dürftiger Auszug). VTD^n — der unter Saadja's Namen gedruckte liegt handschriftlich in München, und ich habe zuverlässige Beweise, daß er von einem Schüler des NimiQ. ,m\ ist. Zweite Periode v om bis zum ff nir. Das rnw TOD hat ursprünglich, wie wir gesehen, gar nicht zur rfep gehört, und doch hat eben dieses Buch, vermittelt durch den TOTO, später der ganzen rfep Inhalt und Richtung gegeben. Der Verfasser des -prD war nämlich im gröbsten Anthropomorphismus befangen, und kam auf den heillosen Gedanken, mit den Gliedern Gottes die ftp'bb iüty in- Verbindung zu bringen. Er nimmt das Wort nfTOD nicht mehr von zählen, sondern in Anspielung' auf: py “TOD DTODD 5 versetzte also die 10 Zahlen-irr das Himmlische, in die Majestät Gottes (^y HDD), und durch ihn wird das rmn TOD cinet'n pjDDlD TOD. Die nn'DD sind bei ihm gewisse nnE, Eigenschaften Gottes, die mit den Gliedern in genauester'Verbindung stehen. 14*

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