Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 14 (2.4.1845)
- Date
- 1845-04-02
- Page
- Spalte 211-212 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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211 D^llO^lpp “PHD. Dr^es Werkes, gedenkt schon Afarja de Rosst 'Ln seinem Meov Enajkm (ed. Mantua 1574) c. 46, S. 78 b, wo es heißt: n^p'^ESa TND 'l Van Din pi- 'qi niratwin aro hinein *nna Narn ppbD iddh In dieser HS. beginnen die erst vom Kap. OplO Q'NbN. Es schließt: U!"W pt£/n aHrf? '' ’P-~ LI' dVkO □inj , nnriN ll'ln d^dd rpyty pjtn 'N' p 'y' p\ ■’D&i cma«. anQ>i. 9) dqis nsw von Jehuda Messer Leon , die allbekannte und berühmte Rhetorik. Diese Handschrift hat die- Eigenthümlichkeit, daß man eigentlich nicht weiß, 'ob sie gedruckt oder, geschrieben, zumal am Schluffe der bekannte erste Drucker Abraham Conato als Schreiber steht. Jedoch da er auch sagt: nCD-l rrorD OM , fDD^p, T° ist sie entschieden gedruckt. Die Schrift hält die Mitte zwischen Raschi- und Qmadratschrift. — Der bekannte gelehrte Hr< Nathansohn hier besitzt von dem bekannten Karäer N">1 ein £>r,p TID -non p y npDH lu^ ein pii -)1O in der Handschrift des Verfassers selbst. Sachs. Prag, 24. März. (Ritterlichkeit). Ritterlichkeit scheint aus der neuen hebräischen Literatur verbannt; wenigstens hat em geachteter Schriftsteller ün Orient einen solchen Beweis - gegeben, und wenn eine Literatur sich so gegen das zarte Geschlecht versündigt, so halte ich es für Pflicht, obgleich Laie, für Urbanität in die Schranken zu treten. — Zm LB. Nr> 11 d. I. kommt Herr Leop. Dukes, dieser achtbare und ausgezeichnete Gelehrte, auf die angeblichen.Psalmen Mose Chajinr Luzzatto's zu sprechen, bei. -welcher. Gelegenheit er das alte. Mährchen wiederholt, daß eine Hiev bekannte, ehrwürdige. Witwe die Besitzerin des Luzzatto'sch>cn Manuskripts sei und diesen Schatz so strenge bewache, daß es noch Keinem gelungen, ihn zu erblicken, Und. schließt mit dem.Witze, daß wenn diese sich nicht ewig zu leben entschlossen, man doch endlich zur. Gewißheit kommen würde. Es ist ungalant von Hrn. Dukes auf den Tod einer Dame zu harren , um feine bibliographische Wißbegier zu befriedigen, und ich erlaube mir Hrn. Dukes zu genügen, selbst für'den Fall, wenn die Dame ewig zu leben Lust hätte. Ich habe so eben die Einsicht in den Katalog dieser Damen-Bibliothek erhalten (und in die. Bchliothek. selbst? Med.) und kann nun dem altMthumsforschenden Dukes versichern , daß sich dieses Manuskript n i cht i m Kat alo g findet, und...wahrscheinlich auch in der Sammlung nicht. Was zu dem Gerüchte Anlaß gegeben, weiß ich nicht, wahrscheinlich der metrische Psalter Kehunat Abraham von Abraham Kotzen Ha-Uofe, der wirklich hier handschriftlich ist. Da es mir vielleicht nicht so bald gelingen möchte, den Katal.og/TelN l-^.-H^bM-zu bekommen, so the.ile ich hier das Beachtenswertheste aus der Handschriftenfammlung dieser Dame in alsabetischer Ordnung mit, um die Jünger der Wissenschaft von der.profanen Entweihung des Isisschleiers abzuhalten. Die beachtenswerthen Handschriften dieser Sammlung, die ich gefunden, sind: 1) rnpnn. n^DH von Iest Pen^o. 2) von Schem-Tob. 3) von Sät. Molcho. 212 4) von Abraham Kohen Ha-Rofe. 5) 6) riDßyjt von Menaffe h. Israel. 7) mw von Joel b. Schosb. 8) nnNTpD von Zechiel b. Iedidi (i-pTp). 9) h)b.1D /n:hy L7NP von Don Josef Jbn-Jachja. -10) ONL von Abr. Saba (jnö).r 11) nnw von Josef Ibn - Verga. , 12) Tipp Pi von V'*y aus Kandsa. 13), □novi nunn angeblich von Josef Sage Nahar. — Daß hier keine Näthse.l der Sphynx zu lösen, keine geheimnißvollen Schätze zu haben, keine goldenen Paradiesesfrüchtetzu pflücken sind, sieht wohl der Leser ein, und die flngalanterie ist um, so unverzeihlicher, als sie nicht einmal goldene Berge verspricht. E. Wehli, Inspektor d.,isr. deutschen Hauptschule. Borläuft'gev Bericht über msrrr StAdmm der Münchner hebräischen Handschriften. /Bon ’ M. H. Landauer. . (Aus dem Nachlasse mitgetheilt.) (Fortsetzung.) Aebersicht he^ Geschichte und Literatur der Mabbäla*. Dunkle kabbalistische Vorwelt. Wie die Urgeschichte eines jeden Volkes gewöhnlich nur aus dunklen Mythen und Sagen besteht, aus denen keine zuverlässige Historie entnommen werden kann, so ist es auch mit der Urzeit der Kabbala. Wir finden irn Talmud zwar viele Spuren, daß damals schon eine geheime Doktrin über ' .TD-,D wyp und rWN-q ntz/ys, daß damals schon Geheimlehrer existirt; aber, einige Engelnamen abgerechnet, erfahren wir von dem Inhalt dieser Geheimlehre nichts; und eine Geschichte der Geheimtehre kann also erst mit dem Beginn ihrer Literatur anfangen. Erste Periode. Vom geonäischen Zeitalter bis zur Abfassung & e ö V n 3. . Die Abfassung der ersten kabbalistischen Schriften fällt in die Zeit der D^VJI. Dahin gehört: 1) '1 •’pnp, 2) Nmpy '•n rwrmv, 3) b&ynw. 'ti nton, 4) PDmD und n.WK'-g jWyp , (häufig, von '“3 citirt, liegt Handschriftlich zu München und im Vatikan), 5) Pu) &mo, 6) eitt ^*>n npD (citirt von Ibn-Esra, jetzt aber unbekannt. Das gedruckte ist ein Auszug Studien. Uebersicht der Geschichte und Literatur der Kabbala.