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Der Orient · 1845-03-19 · 12 (19.3.1845) · p. Spalte 179-180

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Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
12 (19.3.1845)
Date
1845-03-19
Page
Spalte 179-180 (sequence 2)
Language
German
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m Studien. Kalir's Zeit. 18V 1) Er bezieht sich in demselben auf mehrere Schriften, die er früher geschrieben. Einmal heißt es darin: DDD) rr>p^ ttTPDD tffcrpD, und er hat einen Kommentar zu Jesaja geschrieben; ferner: rPBWD X,D3 ÜBfirvsty HD ’DD), er hat auch — s. Jbn-Esra — einen weitläufigen Kommentar zum Pentateuch geschrieben; ferner: D2DD WTD DDD) ])whn nDDD p^snn, hat ]k6il 'DDD geschrieben; DDD) »TU n^D ]*OpD WBfirpD, auch über rrtf DNDlü hat er geschrieben; ferner sagt er darin, alle nMO JpDn seien in den nrcn '*> enthalten, und als er sich mit diesem Gegenstand abgegeben, habe er gezählt und gefunden, daß in dem Einen “)^n so viele, in dem andern so viele nv&D enthalten seien. Nun vergleiche man was iVd (in cpdd&7D) in dieser Beziehung von Saadja Gaon berichtet» 2) Der Verfasser verräth eine genaue Bekanntschaft mit Egypten. Er erzählt, wie die Kinder in Egypten das Alfabet in der 'Schule lernen. Nun war aber Saadja ein geborner Egyptier, aus Fajjum. 3) In fernen Emunot rve-Deot, da wo er Beweise gegen die n)DDp.D \yDND aufstellt und D^)pn mi'n vertheidigt, setzt er hinzu (nach der andern Uebersetzung): nbton D^OpilDntt nn^n jnnDi rm\DD ddd pnnDD o^:p 'hw' d\nxd) mnn vinnn dnbo) n^D ba nnn mpn msiE/m nbfrO. Hier sagt er also, daß er in der Erklärung des DDD, das auch hd'^ genannt wird (— es war ursprünglich nicht in n^i^D, sondern ln nnbn eingetheilt —), noch mehre Beweise gegen die n)DDpn \TOND habe; und diese finden sich wirklich in unserm Kommentar zu Jezira. 4) Gewisse charakteristische Ideen, die sich in den Emunot finden, kehren hier wieder, oder umgekehrt. 5) nsrrp wasn rrpr 'sagt in seinem mbsannn DHD an fcotjT), wir hätten einen tyn»D zu?TW 'D von rrnpD der HD-Dn *]DD (nicht n^Dp fn by) versaßt sei; und so ist unser Kommentar wirklich. Saadja scheint das Wort rfcp noch gar nicht zu kennen. 6) Recanati (nrp n&nD) sagt: yhlbl rwp )bta o dddd wnrä b>'i nnpo üod srw DD nmv .innn to rmJV Und dies steht ausführlich in unserm Ferner sagt Recanati in ^D^) NL^DD: b"\ j)N.) nnpo DD DBO) * 4 4 DDwVD DrPJP) DDpDD DDH }D'□'N31V1 firniNH SD Diese ganze Stelle, bis p^nn Dd>N, steht in unserm ETB rrvsn DDD. 7) Die beste und zuverlässigste Bürgschaft, daß wir nun den wahren Kommentar des Saadja über Jezira haben, so daß wir gar keine andern Beweise brauchen, leistet uns ein Zeitgenosse des Saadja, Namens Jakob den Nissim aus Kairowün m der Berberer«. Dieser ovdj p Dpp' ist der Vater des berühmten ö'DJj um, und har mit DD und pNJI -^n DD Briese gewechselt (eine solche HD^D finden wir noch im pDP, ”DN -pp). Von diesem nD) p Dppi liegt auch ein handschriftlicher Kommentar zu Sefer Jezira auf der Münchner Hofbibliothek. Seine Hauptabsicht bei der Abfassung dieses Kommentars war aber, den des Saadja Fajjumi Gaon zu korrigiren, und die Fehler rmchzuweisen, die derselbe begangen haben soll. Zu diesem Ende schickt er den Kommentar des Saadja dem seinigen vollständig voran, und kommt dann in seinem eigenen bei jeder Gelegenheit auf denselben zurück. Er erzählt uns auch, wie er zu dem Kommentar seines Zeitgenossen Saadja gekommen, und daß dieser denselben geschrieben, als er noch in Fajjum war, ehe er als ,dd^ ^nd nach Babel abging. Der Kommentar des Saadja nun, den Jakob b. Nissim vor sich hatte, ist mit dem ganz identisch, den ich schon vorher in einem andern Codex als den des Saadja erkannte. 8) Der Kommentar, den uns Jakob b. Nissim als den des Saadja giebe, ist mit einem Arabischen identisch, den Hr. Munk in der Bodley'schen Bibliothek zu Oxfort fand, und der in dem dortigen Codex dem nnpD Zu ge sch rieben wird. Hr. Munk hat zwar denselben nur oberflächlich durchgesehen, aber aus den kurzen Notizen, die er (in Geiger's Zeirschrist) über denselben giebt, geht schon die Identität dieses arabischen Originals mit unserer hebräischen Übersetzung hervor. Diese beiden Kommentare, des Saadja nämlich und des Jakob b. Nissim, sind für die Geschichte der Kabbala, wie ich spater zeigen werde, von großer Wichtigkeit.' Um nun aber wieder auf Kalir zu kommenhabe ich zu erinnern, daß Ln dem Kommentar zu .DD^' Saadja schon die CPÜ?D des Kalir kennt, und er spricht in der Art von denselben und ihrem Verfasser, daß man sieht, sie müssen damals schon allgemein eingeführt und bekannt gewesen sein. Nun ist aber Saadja im Jahre d. W. 4702—942 gestorben (s. den Brief des Scherira); und Kalir sollte seine Pijjutim erst 970 verfaßt haben? Das Kalir'sche: ub *0 , n)ND p^n pNN UDJI p WD, im rODp zu DttD XD, muß also anders verstanden werden, als es Napaport, Ottensoßer und Zunz verstanden. Ich glaube den wahren Sinn gefunden zu haben. Lesen wir: Dp) H)ND ym (das Dp) — V) DDID), so ist das ganze Räthsel gelöst. Kalir spielt auf einen ddnö aus Chagiga an; dort sagt nämlich die jobj), daß die typtfn oder D^D in jedem DN von den 974 nnn (Dp) fllND MN) Herkommen, die Gott auf Einmal schaffen wollte, aber ihrer vorhergesehenen Bosheit wegen sie zurückbehielt, und sie nun allmalig in die Geschlechter vertheilt. Kalir will nun in dem Stück auf n)DN* HDDD, besonders auf den Vers: ).PD) pMO) DTip, eine Ursache angeben, warum immer noch fTOE (^DJ p) nicht gekommen. Diese Ursache findet er in den cyp^D eines jeden Geschlechts, und sagt-daher mir andern Worten: \ru p EH ah O 1JJ) niND ]>&[) pHN.' Im folgenden Vers möchte er dann den (DiTON) aufwecken, damit er die nyp^n mit Gott verbinde, wie ee uns einst verband (')DDH D^). In dem nm von nD^p bringt Kalir selber deutlich jenen Dv^'2 aus Chagiga.

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