Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 12 (19.3.1845)
- Date
- 1845-03-19
- Page
- Spalte 177-178 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/8555529-9897698-9897712--3946-3531132- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Meralrrrblatt des Orients. Berichte, Studien und Kritiken für Mische Geschichte und Literatur. JVi A2»_Leipzig, den 19. März 1845« In halt. Literatur-Berichte. Leipzig. — Studien. Vorläufiger Bericht über mein Studium der Münchner hebr. Handschriften. Von M. H. Landauer. 1. Kalir's Zeit. 2. Der Verf. des Schir ha-Jichuö. 3. Das Bach Bahir. 4. Mechilta des R. Simeon ben Lochcn. — Kritiken. Kurze Anzeigen. Missionar Hartmann. Kobez Wikkuchinr. — Beitrage zu Fürft's ConcordanZ. Von Dr. I. Cossmann. Von Rabb. L. L öw. — Literarische Ankündigungen. Literatur - B erichte. Leipzig, 11. März. 1) Prof. Tuch hat bei W. Vogel hier eine werthvolle Dissertation ,,66 Nino Urbe animaclversiones tres“ veröffentlicht. Sie enthält folgende drei Punkte: de loco ubi sita fuerit Ninus (1—26); de locis, quae circumjacent Nino (26—38); de Nini ruinis (38—67). — 2) Steinschneiders erster Artikel über Maimuni's medicmifche Schriften stndet sich in Nr. 12, 14, 15 und 16 der „österreichischen Blätter für Literatur und Kunst." Der schöne Artikel zeigt von großem Fleiße und sichtender Kritik. Von demselben Gelehrten erscheint nächstens eine werthvolle Monographie über „die fremdsprachlichen Elemente in der jüdischen Literatur". Die Umrisse dieser gelehrten Abhandlung hat Hr. St. in der vorjährigen Orientatistm-Versammlung zu Dresden vorgelesen. — 3) Der erste Bogen des „Zion" enthält: einleitendes Vorwort des Herausgebers; die lalmudische und midraschische Erklärung der biblischen Eigennamen, von Fürst; Biographie Abraham bar Chija's, vom Herausgeber; Apostrophe an die russischen Juden, von Demselben; persische Wörter im Talmud — persische und arabische Parallelstellen zu talmudischen Sprüchen — die Formel DN1 , XöTPNi, von Ink; ssber Todos Ha-Rose, von Heschel Lewin aus Wilna. Möge die wohlwollende Theilnahme des Publikums dem „Zion" eine sorgenfreie Zukunft gründen! Ein solcher Wunsch ist leider das ewige ritornello einer jeden Ankündigung hebräischer Schriften. — 4) Die treffliche Recension des Geiger'schen Lehrbuches der Mischnah-Sprache von Grätz wird im „Israeliten" von einem unbefangenen Korrespondenten angebellt. Wir bedauern den Herausgeber des Israeliten, daß er auch solchen Gemeinheiten einen Platz einräumt. L. Vorläufige» Bericht über mein Studium der Münchner hebräischen Handschriften. Von M. H. Landauer. (Aus dem Nachlasse mitgetheilt. *) 1. KaLir' s Zeit. Rapaport setzt die dichterische ThätigkeiL des Eliefer Ha-Kalir in die Zeit des Gaon Hcrji, d. i. um .das Iahe d. W. 4730 970 n. Ehr. Das ist unrichtig; Kali r muß um ein Bedeutendes früher gelebthaben. Ich war so glücklich, unter den handschriftlichen Werken der Münchner Hofbibliothek den wahren Kommentar des Saadja über das Buch Iezira zu finden. Ich sage den wahren, weil bekanntlich in der Mantuaner Ausgabe des Jezira ein falscher unter dessen Namen gedruckt ist. Daß derjenige, den ich als den wahren bezeichne, wirklich von Saadja Fajjumi ist, unterliegt keinem Zweifel. Ich habe dafür folgende Beweise: *) Der Nachlaß des sel. Landauer ist seit fast Jahren in meinen Händen, zum Zwecke der Veröffentlichung im Orient; allein die Formlosigkeit des Inhalts bei einer Masse von Nocizen schreckten mich immer ab, wenn ich an die Veröffentlichung ging. Um dieselbe jedoch nicht zu weit hinauszuschieben, entschloß ich mich endlich, durch einiges Nachhelsen und Zusammenfaffen, so unvollständig es auch ausfallen mag, die Mittheilungen zu beginnen. Red. 12