Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1845
- Issue
- 11 (12.3.1845)
- Date
- 1845-03-12
- Page
- Spalte 171-172 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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KrjMen. Dr. MmPf's Lachkemoni ^'3 (soll fc.ciO.m <r\ »^L») U»K Ruch geht aus dem Gedichte hervor, daß Charisi das Fetha mit der Irnüle ausgesprochen hat, indem mit ppfT und mit einen Reim bildet. — S. 15—16 von der „Metrik" sprechend, hat Hr. Dr. K., zum bessern Verständniß der hebräischen Metrik (S. 24—44), eine-kurze Charakteristik der „arabischen Metrik" (S. 17-^-24) geliefert. Es ist das Verdienst des Vers., die hebräische Metrik zun: ersten Mal wissenschaftlich und mit Rücksichtnahme auf die arabische behandele zu haben. Unter den Quellen vermisse-ich Olive y r a 's *) nfcu worin manches Brauchbare sich findet. So bemerkt schon Oliveyra, daß nicht Iehuda ha - Lewi der Verfasser der 'Akeda iiy nnDn1?, sondern Iehuda Ibn 'Abbäs ") ist, und daß der Halbvokal ) vor 2 von den Dichtern oft als Sch'wa gerechnet wird. Das Letztere hat Hr. Dr. K. nicht unter die licentiae poeticae gerechnet, und doch finden sich in Iehuda Ha-Lewi's Divan und selbst bei Charisi viele Belege dafür. Die gewählten Beispiele von David Ibn Iachja, Immanuel aus Fermo, Ibn-Esra, M. Kimchi, Sam. Archivolti (so muß dieser italienische Name geschriebcn werden) S. Ibn G^ebirol, Mose ben Chabib, Charisi und I e h u d a ha- L e w i sind zugleich poetisch übertragen und zwar sehr gelungen. Den Schluß der Einleitung bildet ein kleiner Abschnitt (S. 45—46) über den „Reim". Die Erklärung, daß der Reim darum mn heiße, „weil er, durch das ganze Gedicht gehend, gleichsam die Schnur ist, an welche die einzelnen Verse sich reihen", ist zu gekünstelt. Ich glaube vielmehr, daß der 8a im im Hebräischen seinen Namen von der Schreibweise der Gedichte hat; indem Gedichte in N e i y e n ( D'}VT\ ) , , wie übereinander gelegte S ch n ü r e (□'’Tnn) ges ch rieben werden. Bei Versen mit Prosa vermengt, mußten die r eih c n a r t i g gcschriebenen Berse besonders in die Augen fallen, und daher der Name p^rnn dann für „N e i m c". — Bei der Beurteilung der sachlichen und sprachlichen Bemerkungen muß man berücksichtigen, daß der Vers, auch ungeübte Leser der neuhebräischen Literatur vor Augen'hatte und daher manchesdem Kundigen Geläufige aufnehmen mußte. Der Nachweis der betreffenden Bibelstellen kann bcm Leser eine leichte Anschauung von der Art des „Mustvstyls" verschaffen. Au einzelnen Bemerkungen noch Folgendes. S. 48, Anmerk. 6. ’n*n?H]£ ist gewiß richtiger als rn^2fT2', indem eine einzelne Dichtung dieser Art rTOrp hieß. , Vergl. die oben angeführte Stelle aus Immanuel's *) Gelegentlich berichtige ich einen Irrthum in De Rosslls Wörterbuch, Artikel Mercado. Nicht Barios, sondern Olivevoa gedenkt lobend dieses Autors. Vergl. nünii? ffcO, S. 44 b: 0ya nbflp1? H nüD 2HD mno wirb ib Nin new , tr®\y. ■ DfrOy ist das arab. , 160; dah. Iehuda (—Arje) Ibn 'Abbas. Vergl. Sabbath-Blatt, 1844. m rrano. Uus derselben Stelle gehr hervor, daß Immanuel's Mrk ursprünglich und nicht NN2N?2 (Steinschneider, Ox. 1843, 35) hieß. (Steinschneider führt! bi cl. im Namen Sabbalai's wirklich den Mel m2HD ait.) — S. 50, An merk. 12. N^D^n von Gott prädieirt ist dse ^örtliche Uebersetzung des arabischen aetcrna et abstracto essen t ja., und nicht „der leicht zu findende". Vergl. Maimuni, Hilchot Iesode ha-Tora, Anfang. — S. 56 sind nnom mn , ruvbyn und bim keine poetische Licenz< sondern ganz der aristotelischen Seelenlehre gemäß. SZeugl. Äristut<;Jis de inteSlectu agente et patiente doctrina, auctore J. Wolf. Berlin, 2tmeläng, S. 15 ff. Vom vovg /itoiy\xiy.og und vovg Ti.ct&r]- tlv.oq ist an dieser Stesse durchaus nicht die Rede. — S. 58, An merk. 8. Vielleicht hatte Charisi folgende Stelle im Midrasch Rabba zu Genesis, Parascha 79 im Sinne: -nyj rowi nvb ktjd pnN nman^ t*nrm mDNty }w& mj NJN NTIO“?.! rniÄi rb'OW ’JNi, — S. 66, Anmerk. 4. kann vokalisirt werden, indem die Dichter oft, des Metrums wegen, ein Sch'wa quiesocns zu einem mobile machen. 'S.62, Anmerk. 5 zeigt von einem sehr tiefen Eingehen des Hrn. Dr. K. in die feinsten Nüancirungen des Werkes. Nur glaube ich kaum, daß der Vers, einen Beleg für -\y& in der Bedeutung „Bits lblatt" zu Ch's. Zeit finden werde. — @.97, Anmerk. 10, ad vocem Die im Namen B u x r o rf's angeführte symbolische Erklärung —- betrage im Zahlmwerthe 60, die Zahl der talmudischen Bücher — ist eine leere Spielerei. Bei dieser Gelegenheit will ich die geonaische Periode restauriren. Ich bin keineswegs gewillt, das Gaonat in's Leben zu rufen und es den Gegnern der Synagogen-Versammlung zu verleihen, sondern ich wünsche blos, unfern alten Geonim ihren Ehrentitel zu sichern und die Ga w a n im oder D sch a w an im ins Reich der Fabel zu verweisen. Hr. Rapaport hat nämlich im Kerem Chemed, I V, 225 behauptet, die Aussprache „G e on i m" wäre falsch nu.d hat diese Behauptung ün Kerem Chemed, VII, .268 zu v.ertheidigen gesucht. Hrn. R. hat aber dies Mal sein Scharfsinn irre geleitet, wie ich cs sogleich zeigen werde: 1) Hr. sagt: - jEm bpm hy mp soni allein pfTl ist die Farm und nur weil das Wort so oft vorkornn'.t, wird das ftlif productionis weg gelassen und durch ein senkrechtes Fetha ersetzt. 2) „rmD nid b O rropsi nT^D by ri'ziyi n-o^D ]wby‘. Zuvörderst ist ölä- oder öLj lein byTit sondern ein Wie man aber von einem starren Nomen ein 2ldjektio nach der Form wie von dem verbo p&y bilden könne, ist mir unbegreiflich. Eine Bildung wie oder — nach Analogie von coronain ge st ans, rex — wäre.denkbar. Was ist -ferner aus dem He mappikatum, das in übergehen sollte, m der Form geworden? Und endlich, warum ein persisches Nomen mir arabischer Formbildung? 3) „m*-, byz p urb ud ni by b^ddi