Mannheim
Compact Memory

Der Orient · 1845-02-26 · 9 (26.2.1845) · p. Spalte 131-132

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Orient
Volume
1845
Issue
9 (26.2.1845)
Date
1845-02-26
Page
Spalte 131-132 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/8555529-9897698-9897708--3920-3531079
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

131 Studien. Die Namen der Lalmudisten. 132 noch vieles zu wünschen.übrig. 2Cudj. verschiedene. Erklärungen Anderer in verschiedenen Arbeiten haben nicht Alles gelichtet. Es möge uns daher einige Aufmerksamkeit gegönnt werden, wenn wir die Resultate neuerer Forschungen benutzend, eine etwas umfassendere, doch auf keine Vollständigkeit Anspruch, machende Darstellung und Erklärung der talmudischen Namen versuchen, wobei wir jedoch gestehen, daß wir unsere Ansichten nicht für Gewißheit halten, sondern nur als Hypothesen geben, die noch einer gründlichen Untersuchung bedürfen. Wir versuchen das Ganze in eine, gegliederte allgemeine Uebersicht zu geben und wählen zur Erläuterung der ausgestellten Fälle jene Namen, deren Erklärung größer» Schwierigkeit ^unterworfen ist. '; Die talmndischen Namen betrachten wir zu e rst'nach ihrem Ur sp r u nge und d a nn. nach ihrer B e d e utu n g. .'v i. .. Dem Ursprünge nach zerfallen sie 1. in h ebr äische, 11. in fremde. 1. Die hebräischen zerfallen Ä. in biblische, B. in nicht biblische Die biblischen theilen wir 1. in unveränderte, 2. in veränderte. §. ■ 1. Unverändert biblische. Diese brauchen wir wohl nicht mit besonderst Beispielen zu belegen und wollen nur bemerken, daß die Namen ln, nwüj ormN L) nicht Vorkommen (Kerem Chemed V, S. 227.). Doch führen wir einige seltenere an, z. B. 'Wn'hx und bton, ynv -D'py um zu zeiger, daß buch obsolete biblische Namen später in Gebrauch waren. ' - §. 2. Veränderte bib lisch e Na m en. Die Umwandlung ging entweder aus dem innern Organismus der Sprache hervor, oder wurde durch die verschiedenen Dialekte verursacht. 1. Fortbildungen durch innern Organismus der Sprache, und zwar' . a. Permutatio: z'. B. ‘ 1) Aber bei den G e o n k m kommt schon Abraham, Moses re. vor, z. W. 2lbraham Gaon in .GA. des R. Scherira in Juchasin und R. Mosche Gaon.890 kn Sora (Rasch baz 1. Z. 72). Uebrigens hätte noch zwischen Lannann und Amorann unterschieden werden sollen. Den Namen Abraham undJizchak z. B. findet man nie bei den Tannaim, aber bei den Amorcüm finden wir schon den Namen (Juchasin), und findet man schon in der Barajta und bei den Amoraün. Eine andere Vorfrage, die der Verfasser vorher hätte beantworten müssen, ift,, warum mit dem Namen Jakob keine Ausnahme gemacht wurde? Vgl. noch über Namen Waad la- Chachamim 1. §. 22. ' ' Red.. ' vielleicht Ktfcpccg (vg^U Ges. Wörterb. unter tp) 2)+ b. Paragog-e durch p unb n) *) — ppD —rTHD 3 4)> wo das p vielleicht diminutivum ober das gnech. ist; — pI'-r, rrü'K, KDW*; DDvVD, ONL). c, Wegwerfung von Buchstaben und Sylben, als: ^pbaoreLis: — ^Dz-zvgl. „Mani"; mni (Zunz); vgl. Kusari Cd. Cassel S. 166, Anm. 2. — -njWIN (dissimilation des Vokals). ß. Cpntractio;: — Djo&y; pl' rmrp (vgl. auch paragoge) ^d ^D3 N'nD==rPnnD (Variante); (fo auch immer prp> nie pmiT, beides auch in der Bibel vorkommend). y. Apocop.e : -)iD\X - von >->DM (? M. 6, 24). Bemerkenswerth ist's, daß gerade ein Profelyt diesen Namen führte pnonw! *&n. ='Vx'fen; *?Nton — N.pn'3 NDD“(vgl. Graecisnven), — pD\3D vielleicht auch oben); *p.P — 11. Umbildungen durch Einfluß der Dialekte. a. 8^lia8M6n : tp.n —Nirp; piDvN pn^; vielleicht Np'N vgl. Jaques; ->D1N =-'DT > =DnDN 21 rPfcfiH'cyD —TITO (Kerem Chemed V. 227); nach Zunz ähnlich dem »l"O^O; vgl. Malerd scheweih, jüdischer Arzt in Baßra um 683; (Wüstenfeld, Geschichte der arab. Aerzte §. 15.) vgl. Maseweih (Wüstenfeld Z. 60) aus Mesua iia/O d. i. arab. Musa (iow); die Endung die entweder uß oder ei Ir gelesen wirb, ist eine persische Endung. (Namen dieser Art hat Hammer in d. Wien. Jahrb. zusammengestellt; vgl. auch ri'lpND P; gegen welchen Saadja 2) Die Zusammenstellung mit scheint mir verfehlt, da dieser Name sich nur als Kun'je oder Beiname findet. Der jüd. Hochpriester.unter der Negierung des Kaisers Liberins im Zeitalter Jesu (Josef, Atth. 18, 2. 2. Lk. 3, 2. Mt. 26, 3. 57.) hief vollständig ^DV, und der Apostel Petrus, der. so geheißen, hatte zum vollständigen Namen ' (^tt. 10, 2). Als Eigennamen finden wir ihn nicht, als Zunamen mag es mit Khaksa, Stadtnamen, früher zusamlnengehangt haben. Ebenst war (Mt. 10, 3) ©oofidg , der Apoftelname, nur Beiname / da er eig. Jehuda (Euseb. 1, 13) geheißen. Red. *) Vergl. die Pluralbildung bei Wörtern trie rnmpb in Geiger's Lehrbuch der Mischna Z. 20, vgl. auch 5)^'', 'Ol'. 3) Wir hätten gewünscht, daß der Vers, die Belege für seine hier mitgetheilren Namen gegeben, da manche darunter fast als unwahrscheinlich klingen. Red. 4) Auch im NTkommt schon mit dem Beinamen Barnabas (AG. 4, 36) vor. Merkwürdig ist bei diesem Namen, was die Mischna (Sanh. 56 a) davon aussagt. Der Tannai Jelwschua den Korcha erzählt, daß das große Sanhedrin in Jerusalem die Zeugen gerichtet 'habe mit der Formel 'DV p 'pi' D2V 2ose ben Jose wird strafen. Die Erklärung,' daß nnch Gematria, ist ebenso. sonderbar wie die Formel selbst. . ' Red. .

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.