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Der Orient · 1844-12-17 · 51 (17.12.1844) · p. Spalte 813-814

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
51 (17.12.1844)
Date
1844-12-17
Page
Spalte 813-814 (sequence 7)
Language
German
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813 Kritiken. Kurze Anzeigen. 814 len hier nur einiges darüber bemerken. Der Genetiv wird echt biblisch bezeichnet, wenn das vorangehende Nomen einer Flexion fähig ist z. B. roipj / 'br> Dm, in diesen Fällen ist der st. con. angedeutet durch das Patach. Ist aber das vorangehende Nomen keiner Flexion fähig, d. h. es lautet im 8t. eon. ebenso wie im abs., da wird es gewöhnlich mit bw angedeutet, z. B. mo b& DNp, nnnö bw IX Der Dativ lautet fast durchgehends bt wo im biblisch - hebräischen erforderlich wäre, z. B. DW1? DDN. Ueberdaupt finden sich in der Rektion mehrere Abweichungen vom Bibl.-Hebr., z. B. DD1D2D im Althebr. mit konstruirt, in der Mischna hingegen mit Dy, L- B. Drx\ Dy mmD, 'd Dy DDD u. a. m. AN wird nach Art des Griechischen zo vor jedes beliebige Wort gesetzt, um es zum Nomen zu erheben, z. B. yM nx, das erste Wort nämlich des Verses ^vnty'1 yDitf, n N wird ebenso vor das Pron. gesetzt, z. B. Ddr, aber abweichend vom Biblisch-Hebr., wo wenn es so vorgekommen wäre Dl mit Ergänzung von DD"! stehen müßte. Manche Wörter werden abgekürzt z. B. aus dem Syrischen wird gebildet. Von den Nominen werden oft die Laute quiescirenden vertauscht, soz. B. D&7dessen Radix riDtü (Syr. Etp. oi>gAa]) ist, wird oft in verwandelt; jedoch ist dann die Bedeutung mehr adverbialisch zu fassen (causa), wie dw ^y und öfter d^'q z. B. nw 'D D'L/D. Zu den Eigenthümlichkeiten der Mischna gehört es auch, daß sie manchen Nominibus zwar ihre Bedeutung des Althebr. läßt, aber doch dieselbe noch erweitert, so z. B. im althebr. neben d*?K, welches erstere blos taub bezeichnet, in der Mischna taubstumm. Beispiele lassen sich viele Nachweisen. Manche biblische Ausdrücke werden gänzlich verdrängt, wie für Diy immer NDiD u. ci. Bei diesem Worte scheint uns'die recipirte Aussprache falsch zu sein,' und nicht NtflD, sondern tfölb zu So , punktiren, vergl. übrigens dos arab. blind. Samech und Ain werden in den Dialekten nicht "selten vertauscht, wie . Dy: inp." Wir wollen jedoch unsere eigene Bemerkung lassen und dem/Herrn Vers. Schritt vor Schritt folgen. . Porworf VU. Anm. 2. sucht der Vers, den Ausdruck iMyp DM.nachzuweisen; es wäre ferner das lat. pari. fut. ^et. zu vergleichen: facturuswas dasselbe sagen will von Ire unb facta - factum, Qe^eii zu thun; noch deutlicher leuchtet dieses ein beim Inf. fut. Pass, futurum iri als Passiv von Ire, wovon noch itum est vorkommt. 1. behauptet der Vers., daß die Sprache der Judoy--zur., Zeit des zweiten Tempels das Aram. gewesen wäre, vergliMehem. 13,24, wo N. sich diesem widersetzt, auch möglich daß die..Sprache wieder in Verfall gerieth. Neh, 8, 8 ist aber kein Beweis, daß eine Übersetzung stattgefunden habe, indem mm EH1DD blos auf Erklärungen sich beziehen kann, wiewohl der Talm. Meg. zu Ans. eine Üebers. darunter verstanden wissen will. Aus Esra 4, 7 'DiNDJTOnTO mro, dessen er sich von einem Briefe des Mirhr. bedient, scheint gerade das Gegentheil, daß gewöhnlich hebr. oder rp-lirp bis Volkssprache war. Nun war schon zwar einige Jahrhundert früher das Aram. die Hofsprache, während die Volkssprache rp^iT war, vergl. 2 B. Kön. 18, 26. Ies. 36, 11 wo auch ein assyrischer Statthalter jüdisch sprach (vergl. Fürst's Lehrgeb. der aram. Idiome. Einleit.). Nach unsrer Meinung blieb die Volkssprache noch lange, als die klassische Periode schon aufgehört hat, noch Hebräisch oder richtiger Jüdisch, und es verhielt sich diese spätere korrumpirte Sprache zur frühern klassischen, wie die spätere lateinische Sprache nach dem Schwinden der Klassicität, zur frühern klassischen, aus welcher erstem sich allmälig die Romanischen Sprachen entwickelt haben. —Anm. 5 yDD IPDBV richtiger yDD aus dem arab. p)D krank sein. Außer der, vom Vers, angeführten Mischna Ber. ist noch vorzüglich das Sefer Jezira zu rechnen. 4, 13, rpp£/D in der Mischna ND)pDft ist wohl ursprünglich biblisch - spicere, sehen, dann wurden die Pfosten damit belegt. §. 5. Gr. Wörter. Es ist noch zu ergänzen, wo das Wort oder auch nur die Sylbe mit einem Doppelkotts. beginnt, so tritt-im Anfänge des Wortes das prosthet. Ales, in der Mitte das He ein. Ferner das rj fällt entweder gänzlich weg oder geht in Jod über, für beides spricht das Wort abpc?; p^n, weil die Mischnaiten das 7} wie i ausgesprochen haben; davon rührt es auch her, daß die gr. Endung oi in y verwandelt worden ist. Beiläufig wollen wir noch bemerken, daß die hebr. Pl. Endung DV im Aram. y, das man am Ende als Nasal kaum hören ließ, wie es beim m bei lat. Dichtern noch der Fall ist, im Syrischen gänzlich weggefallen ist, wie Bücher, v geht in i über, z. B. [zuqövtisov rpxp)D/ wie schon im Bibl- Kvgogs W'iVr auch co?, wie umgekehrt das hebr. selbst wenn es nach den Punktatoren spürbar ist, in w z. Bpslew. 8al. conditum rmiXp^D, auffallend ist es, daß es immer mit rfe verbunden vorkommt, und es scheint fast, als hätte man nicht mehr gewußt von der Abl. Der Aruch jedoch hat rvHJp^D, vergl. Ab. El. 35. a §. 16. Neue Derivationen. Hier stellt unser Vers, die Regel etwas unvollständig dar; wir würden diese Regel ungefähr so ausdrücken: die Mischna vergrößert die Zahl der Konjugationen, wenn eine Konjugation schon vorhanden ist, sie bildet neue Verben von vorhandenen Nominibus, sie läßt andere Konjugationen an die Stelle der' schon vorhandenen treten, und bei letzterem läßt sie entweder' beide',- die frühern und die hinzugekommenen bestehen, oder sie verdrängt die vorhandenen gänzlich, ferner giebt sie oft den Verben eine ganz andere Bedeutung als sie vorher hatten, so die Radix r£0, die tm Bibl. blos in Hisil und'Hofal vorkommt, erhält hier auch ein Picl HDD m Abschlag bringen Ehul. 10, 2; von NDp, Nnpn (oder richtiger npH) ppD, von DJDnn bildet sie DJDX D\pn, von oy, oyn, gleich Dwyn, für ycn (verb.) pDnn, von ■ 1>. §. 7. „Neue Stämme". Da versucht der Vers, nachzuweisen, daß die Mischna den

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