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Der Orient · 1844-12-17 · 51 (17.12.1844) · p. Spalte 815-816

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Journal
Der Orient
Volume
1844
Issue
51 (17.12.1844)
Date
1844-12-17
Page
Spalte 815-816 (sequence 8)
Language
German
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815 Literarische Ankündigungen. 816 Bildungsbuchst, zur Radix gezogen hat wie nnn u. cu Dieses läßt sich jedoch schon im Biblischen Nachweisen, so für niN bezeichnen, 4 Mos. 34, 10, dafür kommen auch die Formen Ndrn und Hin vor 4 Mos. 34, 7. 8 und Sam 21, 14, bei welchen beiden wahrscheinlich das n von dem Nomen nwn 1 Mos. 49, 26 bald mit Wegwerfung des Ales, bald als Waw mit zur Radix gezogen worden ist, ähnlich findet es sich beim He des Hisil, wie tan erst ein,sekundäres Wort von *?ta zu sein scheint, v er gl. Ges. tan. (In meiner Concord. unter Lau steht Ausführliches darüber. Red.) Das. S. 24 behauptet' unser Vers., die Mischna hätte manches falsch aufgescrßt, so z. B. "VTD, das im althebr. blos TI „Ballen^ heißt, und das o wäre Vergleichungs - Partikel, ebenso nöiGW nach ihm ein Singul. mit dem Plur. mrWN. Abgerechnet, daß beim ersten Wort das Dagesch im Dalet diesem widerspricht, so ist es ohne alle Schwierigkeit im Bibl. mit Auslassung des Vergleichungsbuchst. zu übersetzen. Dergl. Bersp. sind zahlreich wie nDE/n DMD Ps. 119, 118 für u. a. Und es kann bei dem Worte entweder die Radix-bleiben und das 0 wäre Ö G als Bildungsbuchst, anzunebmen, wie das arabische c>, oder die Radix ist TO selbst, im arab. ^<X^schWohl könnte mancher Anstand nehmen uns beizupsiichten, das 0 als Bildungsbuchst, anzunehmen, da blosdieBest. ^riJONn als solche von den Grammatikern in der Regel angenommen werden, wir können aber dieser Regel unmöglich beipflichten, als wir auch rfenn von fe, nnnbtp von (emc syrische Schafelform) u. a. m. vorsinden.) Was aber das andere Beispiel des Verf. anbetrifft, so thut er dem Worte ^l^N und noch mehr der Mischna unrecht, wenn man bedenkt, daß schon im Biblisch-hebr. oft der Pl. wieder pluralisirt wurde, so z. B. das Wort tyon und mit aramäischer Endung das ein Pl. tun tum ist — zum Beweis dienen die Klgl. 4, 3 Verba teta np’On, — welches abermals pluralisirt wird Q^n, ebenso der Dual wie tPO 8t. const. •>£ der zweite oder eigentliche Pl. lautet TO'O St. eon8t. §* 8. für Gott noch häufiger ist der Ausdruck no.1, Höchster. §. 16betrachtet unser Verfasser als Erfindung der Mischna, das Part, mit dem Pron. zu verbinden, und so ein Prät. zu bilden, hat aber vergessen, daß es schon im Späthebr. vorkommt, Kohl. 8, 12 jm'i, t>ie bald darauf angeführte Verbindung ist im Syr. oft wie &OJTU Das. die passive Form mit aktiver Bedeut, ist auch im Hebr. vorhanden wie TftS - fisus Dny u. a. §• 21. -xon für mein Vater, meine Mutter, ebenso findet sich das umgekehrte Verhältniß, wo das Sufffeine Bedeut, verloren hat, so p-) ursprünglich mein Lehrer, später blos Lehrer syrisch §. 23. 2. 0 steht uw eine Aehnlichkeit anzuzeigen, so p Njnp, Zu vergleichen ist der Ausdruck Kargum Ier. 1 Mos 2, 14 für das hebr. p^T p^7>, nP, eine Ausdruckswelse, die sonst dunkel erscheinen müßte, ist aber eine bloße Uebers. des p n^iO. Diese kleinen Ausstellungen mögen mehr zur Empfehlung des Buches als'zum Tadel dienen, und es bedarf dieses Buch, das gewiß einem jeden Orientalisten, trotz mancher Lücken, die sich etwa hier und da noch vorfinden, erwünscht sein wird, nicht erst besonders anempfohlen zu werden, da der Herr Vers, schon hinlänglich, besonders in diesem Gebiete der oriental. Literatur rühmlich bekannt ist. Wir erwarten mit Sehnsucht die Herausgabe seiner Chrestom. und insbesondere sein eben versprochenes Wörterbuch zur Mischna. Druck und Papier kaffen nichts zu wünschen übrig Il^m 1 ag5MEUUUll.Um.ILJIÜ.L—i.J'LU.JanWBroaffigqgS Literarische Ankündigungen. In diesen Ankündigungen werden Anzeigen aller Art, besonders in so weit sie jüdische und orientalische Geschichte und Literatur betreffen, gegen 14 Sgr. für die gespaltene Petit-Zeile oder deren Raum ausgenommen. s133.j So eben ist erschienen und in allen Buchhandlungen zu haben: Das moderne Judenthum, die Frankfurter Reformfrennde Und die neue Zeit. Ein Beitrag zur Kritik religiöser und socialer Zustände der Gegenwart von Albert Frankel. Gr. 8. geh. 5 Bogen. Preis tz Thlr. oder 40 Lr. rhcin. Briefkasten: 1. Hrn. I. E—n. in W.N.: Die „Aphorismen über Saducäer und Saduzäismus" habe ich n ich t erhalten. Die Fortsetzung der Abhandlung über Todesstrafe bei den Hebräern wünsche ich recht bald; aber ganz. - 2. Hrn. L. L. Ln G.K.r bitte um die Fortsetzung,der Ergänzungen, eben so der Polemik, damit ich mit einem Male etwas Ganzes mitzutheilen im Stande bin. 3- Hrn. S. H. in S.r Sie haben recht. Der Zelotismus ist thätig. Nur mit Mühe kann ich die Ankämpfe zurückweisen. Ich bitte in der Apologetik in Form und Inhalt eine solche Stellung einzunehmen , wobei man gar nicht an Gegner denkt. Verlag von C. L. Fri tz sch e. Druck von I. H. N a g e l.

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