Der Orient
- Journal
- Der Orient
- Volume
- 1844
- Issue
- 49 (3.12.1844)
- Date
- 1844-12-03
- Page
- Spalte 775-776 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Studien. Literarische Ztnalekten. 775 lehrungen oft sehr treffend und geistreich sind, so möchte ich diese Postille für das gewöhnliche Hersagen der Pirke 2ttuH vielen Gemeinden empfehlen. Außer dem Erbauungsbuche von Sommerfeld „das Leben der Patriarchen" und außer den Erbammgsbüchern von Kley und Günzberg haben wir ohnehin keine praktischen Bücher der Art, daß man ein Recht hätte, einen hohen Maaßstab an solchen Erzeugnissen anzuregen. Die Ausstattung ist schön. 69) Die Weisheits-Sprüche Iosua's, des Sohnes Sirach (Sira). In einer neuen, treuen metrisch-gereimten Bearbeitung; nach Ben Seb's (Ben-Seeb's) (h)ebrä'ischer Bearbeitung und der alten aramäischen Uebersetzung derselben, von M. E. Stern. Wien, 1844. 8. F. Edl. v. Schmid und Busch. Herr St. will in diesem Buche nicht eine wissenschaftliche Arbeit, sondern ein Volksbüchlein liefern, und hierin liegt der Maaßstab in der Beurtheilung desselben. Schon im Jahre 1832 hat derselbe zu Preßburg unter dem Titel: „Perlenblumen. Die Weisheits-Sprüche Salomo's in einer treuen metrisch-gereimten Bearbeitung" herausgegeben, und der Beifall, den der Dichter bei jener Arbeit gefunden, bewog ihn, wie er im Vorworte sagt, auch diese Bearbeitung zu liefern, die er als einen unschätzbaren, reichhaltigen Devisenschatz im Goldgewande der Metrik, als Volksbuch der Moral, Sittlichkeit und Erfahrung, der Oeffentlichkeit übergiebt. Nachdem Hr. St. die Sprüche Salomo's, die Sprüche der Väter und jetzt die Weisheits-Sprüche Ben-Sira's in metrisch-gereimter Form veröffentlicht, hat er die Spruchweisheit der altern Hebräer durchlaufen, und diese drei Erzeugnisse zusammengenommen müßten in der Thar das schönste nationale Volksbuch abgeben, das nur existirt. Res. wünscht, daß es Hrn. St. recht bald gelingen möchte, die drei erwähnten trefflichen Bearbeitungen der ältesten Spruchweisheit der Israeliten, die in einer Vereinigung zu einem großen Werke ein unschätzbares und bildendes Volksbuch werden müßten, in einem Gesammtwerke herauszugeben. Einzelne Arbeiten müssen sich zersplittern und können nicht nachhaltig genug wirken. Aber freilich müßte dann in drei Abschnitten, die der eigentlichen Sammlung vorangehen müßten, ein scharfes, sehr gründliches Charaktergemälde dieser dreigestalteten Spruchweisheit gegeben werden. Auch die talmudische Spruchsammlung, wie ich sie in der aramäischen Originalsprache in meinen Perlenschnuren gegeben und die neueste rabbinische Sprüche - Blumenlese, die Herr Dukes jetzt in der Originalsprache edirt, verdienen in metrisch-gereimter Form jenen beigefügt zu werden, was eine der schönsten Spruchsammlungen ausmachen würde. Daß wir noch keine guten Volksbücher haben, die das Volk mit einer gewissen Vorliebe in die Hand nimmt, weiß Jeder, der sich mit der jüdischen Literatur befaßt und es wäre hohe Zeit, sein Augenmerk darauf zn richten. Das Schuschan Edutvon M. Mendelsson in Hamburg, ist leider noch nicht vollendet, das Buch der sieben weisen Meister, welches Hr. Sen- 776 gelmann edirte, sagt unserer Anschauung und unserer Zeit nicht zu, und das was man gewöhnlich dafür ausgegeben, entbehrte nur zu oft des populären Geistes, Tendlau's Schrift etwa ausgenommen. Neben einer solchen Bearbeitung der gesummten alten Spruchweisheit in einem Bande, die wir von Hrn. -St. zu erhalten wünschen, möchte ich hier noch die Frage an ihn richten, ob es nicht möglich wäre, daß er sämmtliche metrisch-gereimten Übertragungen der Pijutim oder der Gebete, die in den verschiedensten Werken und Sammlungen zerstreut sind, zu einem Werke sammle, damit dieselben bei den Einführungen der deutschen Gebete und Lieder zu Rathe gezogen werden könnten. Man macht leider nur zu oft die Erfahrung, daß unsere reformirenden Rabbiner theils aus Unkenntniß, theils aus Faulheit nur zu oft etwas Unerquickliches zusammenstümpern, oder aus abgedroschenen Büchern abschreiben, was aber durch umfangreiche, vielfältige Sammlungen verhindert werden könnte. Denselben Wunsch hätte ich bei Hrn. Stein, Kley rc. und ich gebe mich der Hoffnung gern hin, daß die Tage der Erfüllung nicht mehr fern sein. Literarische Analekten. Ein seltenes religiöses Gedicht von Moses *) Harnmon. Mitgetheilt von Leopold DuVes. 1) nint^n '">b um nips-i. Dii iidi * psjn toet^o Lwx : Finnin fi« tj i&2 io rvripQ ' Diiw toet&'p i’jsi? K22 : dik nninia isp nt ' D11 Hin ' ipten «-in '2 * ynop i2ip ija : piK2 2122 bnn 1) Dieses Gedicht befindet sich im romanischen Siddur a>s N21L/N '0' ’'b '111, und sein Verfasser ist Moses Hamm on. Ueber denselben vergl. Moses den Esra S. 108. Nr. 15. In min1 J32t£i (Ausgabe Amsterdam 1707. S. 26) heißt es von demselben: pooil rma '1DD INIÖDD ll^.11 N’Sinv J’DDO b 'JD1? -jbl 1JÄO 1DJ11 1DJJ bj/ WDJIDD UNBi D’iow di bow nwy nn’U DN '3 DDIty DW 'J5& JIDty N1?^ N21’31 12122 -£>ori. — Auch folgende Stelle lesen wir dort: rp^l' 112di NQm DD17D1 "WH 'DD JTIJW ,rb ,1011 fOI’11?3 ,T13D2 INI N1.1 '2 b't '1013,1 1V0 'HDD bUI noiNi 'ob b by tini po,i dj? rmrbob irob n'b^pNn ’30in it£w ni'Jti 102 >i"i' jNO’btP jübw nronn nbyi p)y no di1? iwi d'Iidj D’^jjop nni rano mriN djid onb j'Ni 121 ma ijjt '3 nwi □rrninN /NI pttf. — Im Kore ha-Dorot des David Konforti (S. 32 b) lesen wir: rprr Ninn pD